Teuerstes Steam-Spiel kostet erst halbe Million Euro, jetzt gar nichts mehr - was ist da los?

Megajump ist eigentlich bloß ein netter, kleiner 3D-Platformer ... der mal eben über 500.000 Euro kostete. Jetzt klärt der Entwickler die Verwirrung mit einem Geschenk.

Missgeschicke passieren uns allen. Mal rollt der Flaschendeckel versehentlich unters Bett, mal niesen wir beim Zähneputzen und mal bieten wir versehentlich unser Steam-Spiel für eine halbe Million Euro an. Oopsie. So geschehen bei Megajump, einem netten, kleinen 3D-Platformer, der eigentlich bereits seit 2020 auf Steam für sehr kleines Geld (4 Euro) verkauft wird. Naja, bis dann im Januar die Preiskurve plötzlich so aussah:

Hier seht ihr den Preisverlauf von Megajump über die Monate. Hier seht ihr den Preisverlauf von Megajump über die Monate.

Mit einem Verkaufspreis von über 500.000 Euro wurde Megajump über Nacht zum teuersten Spiel auf ganz Steam. Diesen Rekord hielt vorher übrigens die ziemlich schrottige Visual Novel The Hidden and Unknown mit einem ernst gemeinten Preis von knapp 2.000 Euro. Bei Megajump verhält es sich anders: Die ganze Aktion war bloß ein Fehler.

Was ist da passiert?

Nach eigenen Aussagen wollte Ein-Personen-Entwickler Laptop gaming ein bisschen damit experimentieren, welche Preisgrenze Valve nach oben hin erlaubt für ein einzelnes Spiel. Und das Ergebnis des Experiments ließ Megajump auf über 500.000 Euro springen. Problem an der Sache: Steam erlaubt nur alle 30 Tage eine Änderung am Preis - die horrende Summe blieb also stehen.

Für den Dev war die ganze Aktion gar nicht so angenehm: Nach eigenen Aussagen wurde ihm Geldwäsche vorgeworfen und er kontert nur mit Ich wünschte, ich hätte genügend Geld, um mir Gedanken um sowas wie Geldwäsche machen zu müssen. Eigentlich wollte er den Preis - so sein Steam Blog - bloß anpassen, um auf neuen Content im Hüpfspiel hinzuweisen.

Mittlerweile sind die 30 Tage vergangen und als Entschuldigung verschenkt Laptop gaming sein Spiel jetzt - ihr könnt Megajump also jederzeit herunterladen und selbst spielen. Und zumindest die paar Handvoll Steam-Reviews äußern sich ziemlich positiv zu der kurzweiligen Erfahrung.

Tja, und falls ihr zu den Unglückspilzen gehört, die versehentlich eine halbe Million Euro für einen 3D-Platformer ausgegeben haben, dann a) Glückwunsch zu eurem bisherigen Lebensweg und b) könnt ihr dem Dev ja schreiben. Vielleicht gibt's eine Geld-Zurück-Garantie.

zu den Kommentaren (6)

Kommentare(6)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.