The Witcher - Metro-Autor nennt Andrzej Sapkowski einen undankbaren Trottel

Der Autor der Witcher-Bücher sorgte zuletzt mit neuen Geld-Forderungen an CD Projekt Red für Schlagzeilen. Der Metro-Erfinder hält ihn deswegen einen "alten Narr".

von Maurice Weber,
29.10.2018 12:46 Uhr

Witcher-Autor Andrzej Sapkowski wird vom Metro-Autor für seine jüngsten Forderungen an CD Projekt Red kritisiert. Witcher-Autor Andrzej Sapkowski wird vom Metro-Autor für seine jüngsten Forderungen an CD Projekt Red kritisiert.

Witcher-Autor Andrzej Sapkowski will mehr Geld von CD Projekt Red - und Metro-Erfinder Dmitry Glukhovsky hält ihn deswegen für einen "undankbaren Trottel". Sapkowski hatte die Rechte an seinen Witcher-Büchern seinerzeit für gerade mal 8.000 Euro verkauft und das Angebot der Entwickler ausgeschlagen, statt einer Pauschalsumme einen Teil der Gewinne der Spiele zu erhalten. Nach eigenen Angaben rechnete er den Spielen keine großen Erfolgschancen aus. Aber weil sie eben doch erfolgreich waren, verlangte er kürzlich Nachzahlungen in Höhe von 14 Millionen Euro.

Glukhovsky will in einem russischen Interview wissen, warum Sapkowski nach all der Zeit neue Forderungen stellt: "Seine Frau hält ihm das abends vor, deswegen versucht er jetzt, zurückzurudern." Der Metro-Schreiber hat anders als Sapkowski an der Spielumsetzung seiner Werke mitgewirkt. Er vertrat schon in einem Interview von 2017 die Meinung, dass Autoren davon nur profitieren können.

"Ohne die Spieleserie hätte die Witcher-Reihe niemals diese irrsinnige internationale Leserschaft gefunden. Und es geht nicht nur um die Spieler, sondern auch um die Spielepresse und den Hype, den sie erschafft, und einfach dieses Gefühl, dass etwas massives und beeindruckendes erscheint. Das zieht die Leute an. Ohne all das wäre Sapkowski ein osteuropäisches Phänomen geblieben und hätte niemals den Durchbruch im Westen geschafft. Und das gleiche gilt für meine Metro-Bücher. "

Sapkowski räumte in der Vergangenheit durchaus ein, dass manche Leser ohne die Spiele nie zu seinen Büchern gefunden hatten. Die Spiele seien "sehr gut gemacht" - aber könnten eben nicht an die Bücher heranreichen. "Nur ein Buch kann eine Geschichte beinhalten", so Sapkowski gegenüber Eurogamer. Und sein bekannter Name hätte den Spielen im gleichen Maße geholfen wie die Spiele ihm. Trotzdem sei es "dumm" von ihm gewesen, damals nicht die Gewinnbeteiligung zu nehmen.

Glukhovsky kommentiert dazu: "Er ist nur ein alter Mann und hat seine Chance verpasst, was kann er tun?"

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