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Seite 2: Total War: Attila im Test - Europa wird brennen!

Auf Seiten der Barbaren: weniger Verwaltungsaufwand

Für eine etwas überschaubarere und damit auch einsteigerfreundlichere Startposition empfehlen sich die spielbaren Barbarenkönigreiche der Franken und Sachsen, die im Norden Europas mit bescheidenen Besitztümern beginnen und davon profitieren, dass Roms langer Arm nicht mehr stark genug ist, um die barbarischen Expansionspläne aufzuhalten.

Im Schwierigkeitsgrad irgendwo dazwischen liegen die teilnomadischen Völker der Ostgoten, Westgoten, Alanen und Vandalen, die sich - eingekeilt zwischen dem aufziehenden Hunnensturm und dem oströmischen Reich - zu Partiebeginn vor allem auf ihr diplomatisches Geschick verlassen müssen. Am meisten strategischen Spaß haben uns aber die hunnischen Reiterhorden bereitet, vor allem weil sie sich spielerisch so signifikant von den anderen Völkern unterscheiden. Die Herren der Steppe scheren sich nämlich einen Dreck um den Aufbau von Städten und sind ganz darauf ausgelegt, zu plündern und zu brandschatzen.

Selbstzerstörung Der Stamm der Franken hält es in Nordgermanien nicht länger aus und fackelt seine beiden Siedlungen Tulifurdum und Flevum kurzerhand ab.

Flächenbrand Dadurch gerät die gesamte Provinz in Brand, und die Städte liegen in Schutt und Asche. Alle Gebäudeausbauten sind verloren.

Weiterziehen Traurig stehen Frankenkönig Faramund und sein Heer vor den Ruinen der ehemaligen Hauptstadt. Dafür ist der Stamm jetzt mobil und kann hinziehen, wo die meiste Beute lockt.

Wer die Hunnen spielt, sollte sich aber nicht darauf verlassen, sofort einen endlosen Strom von berittenen Bogenschützen zur Verfügung zu haben. So richtig zahlenmäßig überlegen sind die Steppenhorden zu Beginn des Spiels noch nicht, und jeder einzelne Reiterkrieger zählt. Attila selbst taucht erst später in der Kampagne auf - erst 400 nach Christus bekommen wir überhaupt eine Meldung, dass er geboren wurde. Sobald er das nötige Alter erreicht hat, um als Heerführer eingesetzt zu werden, erhalten wir den berühmten Hunnenkönig als Spielfigur und können ihn zum General einer unserer Horden machen. Bevor es soweit ist, sind die Hunnen noch nicht die allumfassende Bedrohung, die die Römer in ihren Chroniken beschrieben - das müssen wir uns selbst erst hart erarbeiten.

Die Horden und das liebe Geld

Mobilität ist nicht nur bei den Hunnen Trumpf: Im vierten Jahrhundert waren ganze Völker auf Wanderschaft. Auf der Flucht vor Reitervölkern aus dem Osten, auf der Suche nach saftigeren Weiden, angenehmerem Klima und vor allem gierig nach Kriegsbeute tingelten Goten, Vandalen, Sueben und viele andere Stämme mit all ihren Habseligkeiten mehr oder weniger friedlich durch Europa. In Total War: Attila haben alle barbarischen Fraktionen (also alle außer den Römern) die Möglichkeit, ihren nicht-transportablen Besitz aufzugeben und als Nomaden in den Horde-Modus zu wechseln.

Aus dieser Perspektive haben wir in den Total-War-Schlachten den besten Überblick – die feinen Details, die Kampfanimationen und überhaupt einzelne Krieger schrumpfen dabei leider auf Ameisengröße. Aus dieser Perspektive haben wir in den Total-War-Schlachten den besten Überblick – die feinen Details, die Kampfanimationen und überhaupt einzelne Krieger schrumpfen dabei leider auf Ameisengröße.

Um zu einer Horde zu werden, muss ein Stamm seine letzte Siedlung entweder verlieren oder freiwillig verwüsten. Eine Horde-Fraktion besteht nur noch aus den Kriegern des Stammes, denen ihre Familien mit dem Zeltlager folgen. Sie sind genauso mobil wie reguläre Armeen. Da sie keinen festen Wohnsitz haben, können Horden aber kein Territorium besetzen und halten wie sesshafte Fraktionen. Trotzdem errichten sie unterwegs Gebäude und heben Truppen aus - das funktioniert nur ein wenig anders als bei Stadtbewohnern.

My home is my Zelt

Mit dem Befehl »Lager aufschlagen« stellt eine Horde ihre Jurten (mittelalterliche Rundzelte) auf und rastet. Damit gibt sie ihre Bewegungsmöglichkeit auf, dafür lassen sich so neue Kämpfer rekrutieren, dezimierte Einheiten wieder verstärken und vor allem Horden-Gebäude errichten oder aufrüsten. Eine Horde verfügt, auch wenn sie keinen Immobilienbesitz hat, über Infrastruktur - doch die ist transportabel. Zusätzliche Ziegenhirten, eine große Versammlungsjurte für den Clan-Chef oder mitreisende Handwerker sorgen einerseits für mehr Einkommen für den Stamm und ermöglichen andererseits die Rekrutierung besserer Einheiten.

Atmosphärisch: Je länger eine Belagerung andauert, desto mitgenommener sieht die Stadt bei der Echtzeit-Erstürmung aus. Atmosphärisch: Je länger eine Belagerung andauert, desto mitgenommener sieht die Stadt bei der Echtzeit-Erstürmung aus.

Da auch die zähen Barbarenkrieger im Winter bibbern und Männer durch Kälte und Desertion verlieren, verfallen wir als Horde-Fraktion beinahe automatisch in einen Jahreszeitenrhythmus. In den kalten Monaten wird gerastet, geschont und gebaut, während der Sommer für Plünderungszüge da ist. Das ist nämlich das Hauptproblem der Horden und gleichzeitig eine interessante Spielmechanik: Die Zeltlager-Ökonomie wirft lange nicht so viel Geld ab wie gut ausgebaute Städte mit soliden Handelsbeziehungen. Ihren Lohn wollen unsere Stammeskrieger aber trotzdem in harten Solidi (so heißt die Währung in Total War: Attila) ausbezahlt haben. Daher sind wir als Horden-Anführer gezwungen, plündernd und brandschatzend durch die Provinzen anderer Völker zu ziehen, um einen Staatsbankrott zu verhindern.

Erobert eine Horde-Fraktion eine Stadt und übernimmt sie anstatt sie nur auszuplündern, wird diese Siedlung zum neuen stationären Zentrum des Volkes und alle Armeen verlieren ihren Horde-Status wieder. Das klappt mit allen Nomaden außer den Hunnen, die zu sehr an ihrem Nomadendasein hängen und ausschließlich als Horde existieren möchten.

Die hunnische Spezialtaktik in Aktion: vorwärts reiten und dabei nach hinten einen Pfeilhagel abfeuern. Mit dieser Manövrierfähigkeit und Feuerkraft waren die traditionellen Armeen Roms überfordert. Die hunnische Spezialtaktik in Aktion: vorwärts reiten und dabei nach hinten einen Pfeilhagel abfeuern. Mit dieser Manövrierfähigkeit und Feuerkraft waren die traditionellen Armeen Roms überfordert.

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