Pünktlich zu den Feiertagen gibt es auch für Fans der guten alten Strategiespiele etwas zu feiern. Denn es scheint, als habe Entwickler Creative Assembly ihr Rufen erhört. Die Tochterfirma des japanischen Publishers SEGA wurde mit der beliebten Total-War-Reihe weltbekannt. Deren Markenzeichen: die Kombination von rundenbasierter Landesverwaltung mit Taktikschlachten in Echtzeit.
Doch die Serienteile der letzten Jahre konnten nicht an den Erfolg älterer Titel wie Medieval 2, Rome 2 oder Shogun 2 anknüpfen. Der jüngste Serienteil, Pharaoh, kommt auf Steam nur auf gemischte Reviews und fiel bei vielen Fans wegen mangelnder inhaltlicher Vielfalt und ausbleibenden Innovationen durch.
Bemängelt wurde wie auch schon bei Total War: Warhammer 3 zudem die Update-Politik. Denn obwohl es sich bei den Basisspielen bereits um Vollpreistitel handelte, wurden einige Inhalte wie neue weitere Fraktionen exklusiv an Vorbesteller verteilt. Auch dass die Darstellung von Blut in Spiel nur per kostenpflichtigem DLC zu erwerben war, sorgte für Unmut.
Doch damit soll jetzt Schluss sein. Wie Roger Collum, der Vizepräsident des Total War Franchises bei Creative Assembly in seiner Weihnachtsbotschaft ankündigte, soll es ab dem Jahr 2025 - dem zugleich 25. Jubiläum der Total-War-Reihe - einige wichtige Änderungen bei neuen Serienteilen geben. Diese umfassen:
- Keine kostenpflichtige Blood Packs mehr: Die Darstellung von Blut soll nun von Anfang an Teil des Gesamtpakets sein, auch wenn die Altersbeschränkung des neuen Total War dadurch steigt
- Keine Fraktionen für Vorbesteller: Exklusive Völker und Einheiten als Anreiz für Vorbesteller soll es nicht mehr geben. Stattdessen werden die Spiele nach ihrem Release durch reguläre DLCs um Inhalte und Fraktionen erweitert. Für Vorbesteller soll es stattdessen Boni wie Rabatte geben.
- Wegfall des Total War Launchers: Der für viele Fans nervige Launcher soll verschwinden, stattdessen sollt ihr die Spiele direkt von Steam aus starten können. Bevor diese Änderung in Kraft tritt, will Creative Assembly allerdings sicherstellen, ein hauseigenes Tool für Mod-Support an den Start zu bringen.
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Maurice spricht über den tiefen Fall von Total War
Der bereits 2023 erschienene Warhammer-3-DLC Shadows of Change soll zudem individuelle Kaufoptionen für seine Inhalte bekommen, ähnlich wie beim diesjährigen DLC Thrones of Decay. Shadows of Change war von Fans mehrfach als überteuert kritisiert worden.
Der Kurswechsel bei Total War hatte sich bereits Ende letzten Jahres angekündigt. Nach Konflikten rund um die Preispolitik zwischen Entwicklern und Community hatte Creative Assembly den Kaufpreis von Pharaoh rückwirkend auf 40 Euro gesenkt und Fans das überschüssig gezahlte Geld zurückerstattet. Der Warhammer-3-DLC Thrones of Decay wurde für eine inhaltliche Vergrößerung auf April 2024 verschoben.
Ob die nun versprochenen Maßnahmen seitens der Entwickler reichen werden, um die verstimmte Total-War-Community wieder auf ihre Seite zu ziehen, bleibt abzuwarten. Der aktuellste Warhammer-3-DLC Omens of Destruction
(Release am 12.12.2024) kommt auf Steam bislang ebenfalls nur auf ausgeglichene Reviews.
Was haltet ihr von den angekündigten Änderungen bei Total War? Nur in Tropfen auf den heißen Stein oder ein Schritt in die richtige Richtung? Schreibt es uns in die Kommentare!

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