Total War: Warhammer 3 ist mittlerweile drei Jahre alt – und in vielerlei Hinsicht ein besseres Spiel als noch zum Release. Die Entwickler bei Creative Assembly haben mit den DLCs, zahlreichen Balancing-Patches und Komfort-Updates spürbare Verbesserungen geliefert.
Trotzdem hält sich eine zentrale Kritik hartnäckig: die KI auf der Kampagnenkarte, etwa im Riesenmodus Immortal Empires. Wer auf Steam die Reviews durchstöbert, stößt immer wieder auf Beschwerden über berechenbares Verhalten, unlogische Kriegsentscheidungen und das frühe Aussterben vieler kleiner Fraktionen.
Mit einem neuen Beta-Update will Creative Assembly nun genau dieses Problem angehen. Der Fokus liegt auf einem schlaueren Verhalten der Künstlichen Intelligenz – mit dem Ziel, die Spielwelt lebendiger, glaubwürdiger und vor allem langfristig spannender zu gestalten.
»Wir haben laut und deutlich gehört, dass ihr euch wünscht, dass eine Vielzahl kleinerer Fraktionen überlebt und möglicherweise gedeiht.«
Mit diesem Satz bringt das Team im offiziellen Blog auf den Punkt, worum es bei den aktuellen Änderungen geht: Die Welt von Warhammer 3 soll nicht länger nach wenigen Runden von denselben Großmächten dominiert werden. Stattdessen sollen auch kleinere Fraktionen eine echte Chance bekommen – nicht durch künstliche Vorteile, sondern durch besseres KI-Verhalten.
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In Total War: Warhammer 3 regiert mit Omens of Destruction das Chaos
Was ändert sich an der KI?
Creative Assembly testet in einem offenen Beta-Zweig der Version 1.5.2 gleich mehrere Verbesserungen, die das Verhalten von KI-Fraktionen betreffen. Hier die wichtigsten Anpassungen in der AI Beta #2 in komprimierter Übersicht:
Bessere Entscheidungsfindung bei Kriegsführung
- Die KI berücksichtigt jetzt stärker die militärische Stärke potenzieller Gegner.
- Fraktionen erklären nicht mehr so oft unnötig Krieg gegen überlegene oder weit entfernte Gegner.
- Auch Bündnisse mit anderen Fraktionen werden nun taktischer genutzt.
Verbesserte Fraktionsvielfalt
- Kleinere Fraktionen erhalten höhere Überlebenschancen.
- Das Zufallsverhalten beim Siedlungsmanagement wurde angepasst, damit mehr Varianz entsteht.
- Die KI setzt aktiver auf Expansion und Bündnisse, statt frühzeitig zu stagnieren.
Reaktionsfähigeres Verhalten
- Auf Veränderungen im diplomatischen Gefüge (etwa neue Allianzen, abgelehnte Forderungen) reagiert die KI nachvollziehbarer.
- Fraktionen agieren diplomatisch klüger, etwa indem sie gezielter um Frieden oder militärischen Beistand bitten.
Militärische Balance
- Armeen der KI rekrutieren jetzt schlagkräftigere Einheiten statt übermäßig viele billige Truppen.
- Die KI nutzt Heldenfähigkeiten effektiver, was sich insbesondere im späteren Spielverlauf bemerkbar machen soll.
Die meisten dieser Änderungen zielen darauf ab, das »Midgame-Problem« anzugehen – also die Phase, in der die strategische Herausforderung oft stark abnimmt, weil kleinere Fraktionen ausgelöscht und große Blöcke vorhersehbar agieren.
Laut Creative Assembly sollen mit diesen Maßnahmen wieder mehr dynamische Entwicklungen auf der Kampagnenkarte entstehen. Dass kleinere Fraktionen überleben – und sogar mächtiger werden können – soll für mehr Abwechslung und Wiederspielwert sorgen.
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