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Transference im Test - Ein (fast) geglücktes Experiment

Gruseliges Familiendrama mit Escape-Room-Flair: Das Horror-VR-Spiel Transference aus der Kooperation von Elija Woods Film-Produktionsstudio und Ubisoft Montreal im Test.

von Manuel Fritsch,
23.09.2018 17:05 Uhr

Transference erzeugt eine sehr ungemütliche, gruselige Atmosphäre. Wir erleben die Familiengeschichte der Hays in bruchstückhaften Erinnerungsfetzen.Transference erzeugt eine sehr ungemütliche, gruselige Atmosphäre. Wir erleben die Familiengeschichte der Hays in bruchstückhaften Erinnerungsfetzen.

Raymond Hayes ist Forscher und Mathematiker und hat ein visionäres Ziel. Er möchte der erste Mensch sein, dem es gelingt, ein menschliches Bewusstsein digital zu konservieren. Wäre es nicht fantastisch, in der virtuellen Realität durch die Erinnerungen und Gedanken einer fremden Person zu wandeln? Mit den eigenen Augen wichtige Schlüsselmomente aus ihrer Perspektive zu sehen? Als Teilnehmer eines Experiments lädt uns Hayes genau dazu ein - doch bei der Aufzeichnung des Gedächtnis lief nicht alles rund ...

Was wie die Einleitung zu einer typischen Folge der britischen Science-Fiction-Serie »Black Mirror« klingt, ist gleichzeitig auch die Prämisse des Spiels Transference. Der Titel ist eine Kooperation der VR-Abteilung »Funhouse« bei Ubisoft Montreal und der Filmproduktionsfirma SpectreVision, die von Hollywood-Schauspieler Elijah Wood mitgegründet wurde. Dass sich Spieleentwickler und Filmschaffende für einander und ihre jeweiligen Medien interessieren, ist nicht neu, doch in dieser engen Zusammenarbeit erstaunlicherweise doch noch eher die Ausnahme.

Die gute Nachricht: Transference hat sehr offensichtlich von diesem Austausch profitiert und ist ein echter Atmosphäre-Hit. Es verbindet gekonnt die immersive Interaktion von Videospielen mit der narrativen und audiovisuellen Eindringlichkeit des Films.

Die schlechte Nachricht: Weder spielerisch noch erzählerisch schöpft der Hybrid die Stärken des jeweiligen Mediums voll aus.

Horror trifft auf The Matrix. Fehler in der simulierten, virtuellen Welt innerhalb des Spiels sehen wir als Fehlermeldungen mit Dateinamen und Grafik-Fehlern.Horror trifft auf The Matrix. Fehler in der simulierten, virtuellen Welt innerhalb des Spiels sehen wir als Fehlermeldungen mit Dateinamen und Grafik-Fehlern.

Fehler in der Matrix

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie Hayes und das Experiment, an dem wir als Versuchsobjekt teilnehmen. Die von Hayes entwickelte Technik erlaubt es uns, die mysteriösen Geschehnisse rund um seine Familie virtuell zu begehen. Absolut Meta: Wir tauchen innerhalb dieses VR-Titels auch im Spiel in eine virtuelle Realität ein. Optional lässt sich der VR-Modus übrigens über das Menü jederzeit ein- und ausschalten, damit ist das Spiel auch klassisch auf dem Bildschirm spielbar.

In beiden Fällen betreten wir die simulierte Wohnung der Familie, bzw. sehen eine Visualisierung ihrer sehr persönlich geprägten Erinnerung daran. Beim zehnjährigen Benjamin stehen klar Spielsachen, die Schule und der Familienhund Laika im Vordergrund, während das Leben von Katherine Hayes von ihrer Liebe zur Musik geprägt ist. Instrumente, Konzertkarten und Notenblätter prägen ihre Erinnerungsaufzeichnung.

Besonders gruselig: Die Kritzeleien an Wänden oder Details wie die ausgeschwärzten Augen auf dem Kinderbild.Besonders gruselig: Die Kritzeleien an Wänden oder Details wie die ausgeschwärzten Augen auf dem Kinderbild.

Der visuell verstörend wie faszinierende Clou in Transference: Die Haye'sche Datenaufzeichnung hat nicht zuverlässig funktioniert und so sind riesige Teile der Simulation unvollständig. Einige Objekte flackern oder bestehen nur aus Linien und Polygonen und etliche Texturen sind nicht vollständig oder nur fehlerhaft geladen. Der berühmte »Fehler in der Matrix« ist sogar so deutlich zu erkennen, dass wir teilweise hinter die Kulissen blicken und statt Einrichtungsgegenständen auch mal nur den Dateinamen mit dazugehörigen Laufwerkspfad lesen können.

Diese Surrealität ist die große Stärke von Transference und die Designer setzen dieses Stilmittel gekonnt ein, um uns als Spieler das permanente Gefühl der Unsicherheit spüren zu lassen. Wir können uns schlicht auf nichts in dieser Welt verlassen. Mal führt eine bekannte Tür in ein völlig neues Gebiet oder ein zweistöckiges Treppenhaus wird zu einer unendlichen Spirale, während wir mit gequälten Schreien und Hilferufen gehetzt werden. Ohne zu viel zu verraten: Das Wissen um Naturgesetze kann man zum Start des Spiels getrost zur Seite legen.

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