Valorant-Cheater fliegt ausgerechnet bei E-Sport-Turnier auf

Ein Profi greift zum Cheat - und zwar auf einem E-Sport-Event. Hier erfahrt ihr, mit welchen Konsequenzen der Cheater jetzt leben muss.

von Christian Just,
27.08.2020 19:20 Uhr

Ein Cheater nutzte im Licht einer E-Sport-Veranstaltung einen Aimbot und bekam dafür direkt die Rote Karte. Ein Cheater nutzte im Licht einer E-Sport-Veranstaltung einen Aimbot und bekam dafür direkt die Rote Karte.

Ein Cheater in Valorant versuchte, ausgerechnet während eines E-Sport-Turniers zu betrügen. Sein Aimbot agierte dabei allerdings so offensichtlich, dass der Spieler aufflog. Im Anschluss folgte ein Ban von Entwickler Riot. Vermutlich wird der Cheater nun auf seinem Rechner kein Valorant mehr spielen können.

Was ist passiert?

Am 22. und 23. August fand das nordamerikanische Turnier TGS Signature Series statt. Im Viertelfinale trat das US-Team Tokyo gegen das kanadische Team Vancouver Elated an. Während des Streams flog der Profi Ryut von Tokyo dann mit seinen Cheats auf, wie Forbes berichtet.

Bildbeweis: Ein Twitch-Clip zeigt deutlich, wie offensichtlich der Aimbot in Valorant zu erkennen ist. Aufgrund eines HTML-Problems konnten wir das Video leider nicht einbetten, aber ihr findet es hier auf Twitch.

Das zeigt die Szene: Ryut schleicht um die Ecke bei den Doppeltüren auf Haven. Als der gegnerische Spieler in seinem Sichtfeld auftaucht, spinnt der Aimlock offenbar kurz und rastet auf dem Kopf des falschen Gegners ein, der allerdings völlig unsichtbar auf der anderen Seite der Türen steht.

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Was passiert jetzt?

Wie ein Nutzer auf Twitter vermeldet, wurde der überführte Cheater anschließend von Riot Games aus Valorant geworfen. Ob das ein händischer oder ein automatischer Ban des Anticheat-Programms Vanguard war, ist unklar.

Link zum Twitter-Inhalt

Der Profi Ryut hat Berichten zufolge nun sein Twitter- und Discord-Konto gelöscht und zu dem Vorfall keine Stellung bezogen.

Indes stellt sich die Frage, ob der Cheater nach dem üblichen HWID-Ban mit einem neuen Rechner zu Valorant zurückkehren kann. Wir haben diesbezüglich bei Riot angefragt, wo wir allerdings mit Hinweis auf Datenschutzgründe keine weiteren Infos erhielten.

Vanguard macht Fehler

Während das Anti-Cheat-System Vanguard, trotz erheblicher Kontroversen, einen guten Job in puncto Cheater-Abwehr zu leisten scheint, ist die Software nicht perfekt. Wie uns Riot beim Studiobesuch erklärte, wird wohl auf ewig ein Wettrüsten zwischen Cheat- und Anticheat-Entwicklern stattfinden.

In diesem Konflikt scheint Riot bislang aber die Oberhand zu behalten. Trotz Zwischenfällen wie diesen bleiben Berichte über Cheater in Valorant eher die Ausnahme. In der riesigen Community auf Reddit dominieren die besten Spielzüge, Fan-Art und Diskussionen über mögliche Balance-Probleme sowie hohe Skin-Preise.

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