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Vater schenkt seiner Tochter ihren ersten Gaming-PC - und die Community liefert sofort klare Warnungen und wichtige Ratschläge

Ein Vater will seiner Tochter beim Gaming vertrauen, doch er sorgt sich um ihre Sicherheit im Internet.

Beim Heranführen der eigenen Kinder ans Gaming gibt es einiges zu beachten. Beim Heranführen der eigenen Kinder ans Gaming gibt es einiges zu beachten.

Videospiele sind längst kein Hobby mehr, das nur Kinder betrifft - das wissen wir und ihr am besten. Viele von uns spielen schon, seit sie kleine Stöpsel waren, und haben irgendwie nie damit aufgehört.

Mittlerweile haben viele Gamer selbst Kinder oder vielleicht sogar Enkel. Da liegt es nahe, die eigene Brut auch irgendwann mal an dieses Hobby heranzuführen. Das ist beim Thema Internet aber gar nicht so einfach, denn hier lauern viele Gefahren.

Ein Vater scheint mit dieser Verantwortung gerade etwas überfordert zu sein und hat die Community auf Reddit nach Rat gefragt.

Vater bekommt hunderte Warnungen

User Traviality meldet sich im PCGaming-Subreddit mit dem Anliegen: »Meine Tochter hat einen Einsteiger-PC zum Spielen… wie viel Kontrolle muss ich ausüben?« Im Beitrag wird er konkreter:

Vor einiger Zeit habe ich meinen noch recht guten PC meiner Tochter gegeben [...]. Eine Zeit lang spielte sie die üblichen Kinderspiele wie Fortnite, Minecraft und ich glaube auch Roblox. Vor Kurzem bat sie mich jedoch, ihr bei der Einrichtung eines Steam-Accounts zu helfen. Das habe ich dann auch getan. Abgesehen davon, dass ich darauf geachtet habe, dass offensichtliche Inhalte wie Spiele für Erwachsene nicht im Steam-Shop auftauchen, habe ich die meisten Kindersicherungsfunktionen deaktiviert. [...]

Den Leuten, die ich gelegentlich durch ihr Headset höre, traue ich allerdings nicht. Eine Zeit lang waren es hauptsächlich die Stimmen einiger ihrer Freunde, die ich kenne und wiedererkenne. In letzter Zeit habe ich jedoch ein paar ältere Stimmen gehört, die ich nicht kannte, und mindestens eine davon klang viel zu alt, um mit Grundschülern zu spielen. Ihre Mutter und ich sind beide ziemlich liberal, und wie gesagt, ich vertraue ihr vollkommen … aber all das ist dahin, sobald ich höre, wie sich Jungs aus der Oberstufe mit meiner Tochter unterhalten.

Ich weiß nicht, ob es eher am Spielen oder an der Erziehung liegt, aber ich suche in jedem Fall nach Rat. Vielleicht gibt es ja irgendeine unauffällige Technik oder Software, die ich noch nicht kenne und die irgendwie helfen könnte. Oder muss ich einfach in den sauren Apfel beißen und ihr sagen, dass sie vorerst nur mit ihren Freunden spielen darf?

Video starten PLUS 12:02 »Mama, ich bin auf Fortnite« - Wie sollten Eltern mit dem Spielverhalten der Kinder umgehen?

Vielleicht geht es euch beim Lesen dieses Beitrags ähnlich wie den etlichen Kommentatoren darunter. Einige Antworten sprechen den Vater auf seine bisherige Handhabe an. Zum einen sei Roblox eine sehr kritische Plattform, zum anderen sollte er seiner Tochter im Umgang mit dem Internet nicht einfach so vertrauen.

  • ChristopherKlay schreibt: »Roblox, das du als ›normales Kinderspiel bezeichnest‹, ist seit Jahren das problematischste Spiel dieser Art. Allein in Großbritannien wurden 1500 Straftaten gemeldet, 120 Klagen eingereicht, und Hindenburg Research bezeichnete es als ›pädophile Hölle ab 18‹. Das ganze ›Wir vertrauen ihr‹-Gerede hilft ihr nicht, wenn die Probleme von jemand anderem ausgehen.«
  • Oangusa schreibt: »›Grundschulalter‹ und ›Ich vertraue ihr‹ passen in diesem Fall nicht zusammen. PC-Spiele sind eine völlig neue Welt für sie, und sie hat nicht genug Erfahrung, um richtig einschätzen zu können, ob das, was sie tut (egal mit wem sie spricht, ob sie versehentlich Informationen weitergibt oder auf Links oder Downloads aus Steam-Nachrichten von Fremden klickt), richtig ist oder nicht. Sie braucht erst einmal eine Grundlage.«

Roblox steht tatsächlich schon lange in der Kritik, zu wenig für Cybersicherheit zu unternehmen. Auf der Plattform sind monatlich mehrere hundert Millionen Nutzerinnen und Nutzer unterwegs, von denen etwa 40 Prozent unter 13 Jahre alt sind. Damit zieht Roblox fortwährend Pädokriminelle an. Verständlich also, dass die User im Reddit-Thread hier zu mehr Aufmerksamkeit aufrufen.

Der Top-Kommentar von Trick-Company-2157 rät außerdem dazu, die Tochter im Grundschulalter ausschließlich mit Freunden in Voicechats reden zu lassen. Dazu könne man beispielsweise einen eigenen Discord-Server aufsetzen, zu dem nur die Freundesgruppe Zugang hat und der von den Eltern beaufsichtigt wird.

Wie sollte man Kinder ans Gaming heranführen?

Falls eure Kinder auch so langsam in ein Alter kommen, bei dem man mit dem Zocken anfangen könnte, haben wir auch ein paar Tipps. Wir waren dazu schon einmal im Gespräch mit den Medienpädagogen Dr. Iren Schulz und Franz Philipp Dubberke. Den kompletten Artikel dazu findet ihr in der obigen Box. Wir geben euch hier aber einen kleine Zusammenfassung.

  • Grenzt die Zeit für Videospiele unbedingt ein. Als Faustregel gilt: Je jünger euer Kind, desto weniger sollte es am Bildschirm hängen. Bis 5 Jahre empfehlen die Pädagogen etwa eine halbe Stunde am Tag, bis 9 kann das zu einer Stunde werden. Danach könnt ihr das Kontingent erweitern.
  • Lasst eure Kinder bei ihren ersten Erfahrungen im Internet nicht allein. Sprecht mit ihnen über die Gefahren, die dort lauern, und lasst sie nur mit Freunden spielen. Schaut euch zudem die Spiele an, die sie zocken, und agiert als Verwalter für ihre Spielaccounts.
  • Behaltet versteckte Kostenfallen im Auge. Lootboxen und Mikrotransaktionen sind besonders gefährlich. Sprecht mit euren Kinder darüber und verwaltet das Budget für Skins und Co. selbst.
  • Verzichtet darauf, Spiele als Belohnung oder Strafe zu nutzen. Oft haben sie nämlich gar nichts mit dem falschen oder richtigen Verhalten eurer Kinder zu tun. Redet lieber offen und direkt mit ihnen über ihren Medienkonsum und seine Regulierung.

Wenn ihr ein paar Inspirationen für geeignete Videospiele braucht, dann schaut unbedingt in der obigen Linkbox vorbei. Dort findet ihr einen Artikel, der sich nicht nur mit konkreten Titeln beschäftigt, sondern euch auch einen Fahrplan an die Hand gibt, worauf ihr achten könnt.

Wenn ihr euch konkret Sorgen über Cybergrooming macht - also das gezielte Ausnutzen von Vertrauen im Internet, um Kinder oder Jugendliche emotional oder sexuell zu manipulieren - findet ihr oben auch dazu einen aufschlussreichen Artikel.

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