Vor Call of Duty Warzone sollten PUBG, Apex & Co. zittern!

Meinung: Ich muss den Warzone-Modus von Modern Warfare noch nicht mal selbst gespielt haben um zu wissen: Das wird das nächste große Battle-Royale-Monster.

von Philipp Elsner,
09.03.2020 12:22 Uhr

Trailer enthüllt Call of Duty Warzone: 150 Spieler & Free2Play 1:28 Trailer enthüllt Call of Duty Warzone: 150 Spieler & Free2Play

Der Battle-Royale-Modus von CoD: Modern Warfare ist geleakt. In dem Gameplay-Video stecken massenhaft neue Infos zu Warzone und ein weiterer Leak spricht sogar bereits von einem morgigen Release. Aber es sind gar nicht die Gameplay-Details, die klarmachen: Warzone wird ein neues Schwergewicht des Genres, ein echter Herausforderer für die Platzhirsche namens PUBG, Apex Legends & Fortnite. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: »Woher willst du das wissen, ohne Warzone überhaupt gespielt zu haben?«

Wo andere gescheitert sind

Und es stimmt, die Battle-Royale-Krone wollten schon andere an sich reißen: Battlefield 5 hat es mit Firestorm versucht und dabei einen unglaublich atmosphärischen (und dank zerstörbarer Umgebung auch extrem dynamischen) Battle Royale auf die Beine gestellt.

Call of Duty selbst hat sich schon daran probiert und mit Blackout die bis dato größte CoD-Map mit Fahrzeugen und 100 Spielern gefüllt. Da legte sogar die Activision-Aktie kurz zu! Doch letztlich sind beide Spiele wieder in der Versenkung verschwunden und auf eine kleine eingeschworene Fanbase zusammengeschrumpft. Call of Duty: Warzone hat nun jedoch ein neues Ass im Ärmel: Free2Play heißt das Zauberwort.

Über den Autor: Mit PUBG stieg Phil 2017 voll ins Battle-Royale-Genre ein. Für ein paar Monate ging's um nichts anderes als Loot-Sammelei auf Erangel und als letzter Überlebender dazustehen. So sehr wie PUBG konnten Phil die etwas schnelleren und bunteren Varianten Apex Legends und Fortnite nie begeistern - dafür verbrachte er umso mehr Zeit in Blackout und Firestorm und musste schließlich zusehen, wie beides in kürzester Zeit zur Randerscheinung verkam. Am Ende führten ihn seine Shooter-Wege wieder zurück in die Arme von Rainbow Six: Siege. Seit der Warzone-Ankündigung liebäugelt Phil aber doch wieder sehr mit einer Rückkehr ins Battle-Royale-Genre.

Mehr Spieler, mehr Aufmerksamkeit

Alle Spieler sollen kostenlos die Möglichkeit haben, den Warzone-Modus zu spielen. Dadurch wird Modern Warfare mit seinem BR-Modus von Haus aus eine vielfach größere Zielgruppe erreichen, als seine kostenpflichtigen Konkurrenten. Wenn ich einfach nur den Download anzuwerfen brauche, muss ich doch nicht lange überlegen!

Diesen Vorteil hatten Blackout und Firestorm nicht: Wer kein Fan von Battlefield oder CoD war und hier einsteigen wollte, musste sich sehr genau überlegen, ob die 60 Euro für einen einzelnen Spielmodus gut investiertes Geld sind. Mit seiner Free2Play-Strategie wird Warzone dagegen eine Community weit über die Grenzen von Call of Duty hinaus erreichen.

Die Barrieren fallen

Denn einen qualitativ hochwertigen Multiplayer-Shooter dauerhaft gratis anzubieten, ist für Warzone nicht nur das Rezept für ein kurzfristiges Spielerzahlen-Hoch, sondern auch für langfristigen Erfolg. Sollte die Qualität des Spiels mithalten, wird sich das wie ein Lauffeuer durch Mundpropaganda verbreiten. Wenn Freunde von der Schule oder der Uni dauernd von Warzone schwärmen - wer wird da nicht weich und versucht es einfach mal selbst?

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Die zweite Chance

In PUBG & Co. wird man gerne mal aus dem Hinterhalt erledigt. Dann hilft keine Gegenwehr, man ist einfach geliefert. Wer viele Battle-Royale-Runden bestritten hat, kann ein Lied davon singen. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als den Kumpels für den Rest der Runde zuzusehen.

Warzone macht aus dieser Not eine Tugend und führt mit dem Gulag eine ganz neue und wahnsinnig spannende Respawn-Mechanik ins Genre ein. Der Clou: Wer stirbt, kann sich in einer 1vs1-Arena mit einem anderen ausgeschiedenen Spieler messen. Der Preis ist ein Rückkehrer-Ticket ins laufende Match. Endlich gibt mir ein Spiel die zweite Chance, wenn ich mal wieder einen dieser blöden Tode gestorben bin!

Crossplay als Krönung

Crossplay setzt dem ganzen letztlich die Krone auf. Ob mein Squad auf der PS4 oder der Xbox One unterwegs ist, spielt keine Rolle - ich kann mich am PC trotzdem mit ihnen in den Kampf stürzen.

Damit fällt dann auch die letzte große Barriere. Wenn Warzone erscheint, hat Battle Royale einen neuen Herausforderer in der Schwergewichtsklasse, davon bin ich überzeugt.

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