Kommt Warcraft 2 nun doch? Neuer Kinofilm angeblich in Entwicklung

Der Warcraft-Film von 2016 war ursprünglich auf eine Kino-Trilogie ausgelegt. Zu der kam es jedoch nie. Jetzt gibt es Gerüchte um eine mögliche Fortsetzung beziehungsweise ein Reboot.

von Vali Aschenbrenner,
23.09.2020 13:28 Uhr

Kehrt Warcraft ins Kino zurück? Viele Fans dürften nicht allzu viel dagegen einzuwenden haben. Bildquelle: Universal Kehrt Warcraft ins Kino zurück? Viele Fans dürften nicht allzu viel dagegen einzuwenden haben. Bildquelle: Universal

Ein neuer Kinofilm basierend auf dem Warcraft-Universum - zu dem unter anderem auch die beliebte Videospielreihe World of Warcraft zählt - befindet sich angeblich in Arbeit. Bevor sich Fans zu früh freuen: Offiziell bestätigt wurde das Projekt von Filmstudio Legendary Pictures noch nicht, allerdings gibt es einige Indizien, die stark dafür sprechen würden.

Warcraft 2 oder alles auf Anfang?

Was verrät das Gerücht über einen möglichen Warcraft-Film? Ob es sich bei dem angeblichen Filmprojekt um ein Reboot oder eine Fortsetzung handelt, wird nicht hundertprozentig klar - die aktuellen Indizien weisen aber auf eine Neuausrichtung des Franchise hin.

So ist von einem potentiellen Casting von Chris Pratt (Guardians of the Galaxy, Jurassic World) die Rede, während sich Peter Jackson (Der Herr der Ringe, Der Hobbit) angeblich in Gesprächen für die Regie befindet. Damit würde man sich von Duncan Jones hinter der Kamera verabschieden, der ursprünglich eine komplette Warcraft-Trilogie fürs Kino plante.

Im Juli 2019 verriet Duncan Jones bereits im Gespräch mit Collider, dass zumindest seine Pläne für eine Warcraft-Fortsetzung nicht zustande kommen würden - entgegen seiner persönlichen Bestrebungen und Wünsche. Dass Jones seitdem mit dem Projekt abgeschlossen hat oder gar nicht erst weiter für Legendary Pictures infrage kam, ist nicht auszuschließen.

Damit würde ein potentiell neuer Warcraft-Film wohl kaum die Geschichte um Durotans (Toby Kebell) Son Go'el fortführen, während Fans auch nicht unbedingt auf eine Rückkehr von Travis Fimmel als Lothar, Ben Foster als Medivh oder Paula Patton als Garona hoffen sollten.

In Warcraft: The Beginning trat noch Travis Fimmel (Vikings) als Anduin Lothar auf. Bildquelle: Universal In Warcraft: The Beginning trat noch Travis Fimmel (Vikings) als Anduin Lothar auf. Bildquelle: Universal

Woher kommt das Gerücht? Dass ein neuer Warcraft-Film kommt, ist aktuell nicht offiziell bestätigt. Mit entsprechend großer Vorsicht und Skepsis sollten Fans also diese Meldung genießen.

Urheber des Gerüchts ist der für gewöhnlich recht zuverlässige Medienjournalist Daniel Ritchman, der in der Vergangenheit bezüglich seiner Berichte und Prognosen bereits des Öfteren ins Schwarze getroffen hatte. Zuletzt berichtete Ritchman beispielsweise über das Live-Action-Debüt eines Clone-Wars-Charakters in Staffel 2 von The Mandalorian oder Ben Afflecks Rückkehr als Batman in The Flash.

Wie vertrauenswürdig ist das Gerücht? Wie bereits erwähnt sollte das Gerücht um einen neuen Warcraft-Film mit Vorsicht genossen werden. Spannend ist jedoch, dass Chris Metzen - seines Zeichens ehemaliger Senior Vice President und einer der wichtigsten kreativen Köpfe hinter Warcraft - die Meldung auf sozialen Netzwerken teilte.

Das muss natürlich nicht zwangsläufig etwas bedeuten, verleiht dem Gerücht aber durchaus etwas mehr Substanz. Metzen war beispielsweise schon an der Produktion des ersten Warcraft-Films beteiligt und ist unter anderem für die Romanfassung des Skripts verantwortlich. In einer Deleted Scene wurde Metzen außerdem ein Cameo als Parfümhändler beschert.

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Bemerkenswert ist ebenfalls: Vor allem in China genießt Warcraft große Beliebtheit. 200 Millionen Dollar des weltweiten Einspielergebnisses kamen alleine aus dem Reich der Mitte. Und weil China für den internationalen Filmemarkt immer wichtiger wird, dürfte es niemanden überraschen, sollte Warcraft als Kino-Franchise nie völlig abgeschrieben worden sein.

Außerdem erfreute sich Warcraft bei seinen Videospielfans größter Beliebtheit: Auf Metacritic steht beispielsweise der User-Score 8.2 dem Kritiker-Durchschnitt von 32 Punkten entgegen. Und auch auf Rotten Tomatoes konnten die Zuschauer mit 76 Prozent dem Film wesentlich mehr abgewinnen, als die Presse mit nur 28 Prozent.

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Warcraft: Top oder Flop?

Warum wurde Duncan Jones' Warcraft bis heute nicht fortgesetzt? Nach seinem Kinostart wurde Duncan Jones' Warcraft als Flop abgetan und die ursprünglich geplante Trilogie abgesägt. Ausschlaggebend dafür waren die vernichtenden Kritiken der Presse, aber vor allem das enttäuschende Einspielergebnis.

Mit einem Budget von 160 Millionen US-Dollar hätte Warcraft 450 Millionen einspielen müssen, um für Legendary Pictures profitabel zu sein. In den USA kam Warcraft allerdings nur auf 47,4 Millionen, weltweit sah es dagegen schon besser aus: Dank einem Einspielergebnis in anderen Ländern von 391,7 Millionen kam Warcraft auf insgesamt 439 Millionen US-Dollar.

Paradoxerweise galt Warcraft mit seinem weltweiten Einspielergebnis zwischenzeitlich als erfolgreichste Videospielverfilmung aller Zeiten - zumindest, bis er von Detective Pikachu abgelöst wurde, der sich wiederum Sonic geschlagen geben musste.

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Was wäre in Warcraft 2 und Warcraft 3 passiert? Sollten sich die Gerüchte um einen neuen Warcraft-Film bewahrheiten, wirkt es zumindest nach dem aktuellen Stand der Dinge unwahrscheinlich, dass wir Duncan Jones' ursprüngliche Vision auf der Leinwand zu Gesicht bekommen werden.

Worum es in seinem Warcraft 2 und Warcraft 3 gegangen wäre, verriet der Filmemacher aber bereits vor geraumer Zeit auf Twitter: So hätte sich seine erste Fortsetzung um den Sohn des Ork-Häuptlings Durotar gedreht, der als Sklave in einem Gladiatoren-Camp aufwächst. Dort hätte er Bekanntschaft mit einem Tauren gemacht, der ihm von einem fernen Land im Westen berichtet, wo sich Go'el - auch bekannt als Thrall - Unterstützung und eine neue Heimat für sein Volk zu finden erhofft hätte.

In Warcraft 3 sollte dann Thrall eine Armee um sich geschart, um die Orks im östlichen Königsreich zu befreien. Mit Schiffen wäre er dann nach Kalimdor übergesetzt, um dort die Stadt Orgrimmgar zu gründen. Damit hätte Go'el den Traum seines Vaters Durotar erfüllt, ein neues Zuhause für sein heimatloses Volk zu finden.

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Nicht das ursprüngliche Ende für Warcraft im Kino: Duncan Jones zufolge hätte damit sein Kino-Universum noch nicht den Abschluss gefunden. Nach Warcraft 3 wollte er die Zügel an andere Regisseure übergeben, damit diese zusätzliche Geschichten basierend auf der Videospielreihe erzählen würden.

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