GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Einfach online kündbar

Seite 2: Was wir von Starcraft 2 erwarten

Grafik und Rassen

Das grandiose Warcraft 3 ist immer noch unsere Strategie-Referenz. Das grandiose Warcraft 3 ist immer noch unsere Strategie-Referenz.

Am 19. Mai lädt Blizzard die Weltpresse ins südkoreanische Seoul, um auf dem Worldwide Invitational Event sein nächstes Projekt zu enthüllen. Eine südkoreanische Website mutmaßte bereits vorab, es handle sich dabei um Starcraft 2, das mit (Überraschung!) 3D-Grafik aufwarten und eine neue Rasse bieten solle. Durchaus logische Schlüsse. Erstens ist der 2D-Pixelbrei des ersten Teils längst nicht mehr zeitgemäß. Zweitens trafen die Starcraft-Spieler bereits in einer versteckten Bonusmission der Erweiterung Brood War auf die ersten Zöglinge einer Mischrasse aus Zerg und Protoss. Sowie auf den Ex-Geheimagenten Samir Duran, der sich als Diener einer »viel größeren Macht« vorstellt. Wir tippen auf die Xel'Naga, das Schöpfervolk, das einst die Zerg und die Protoss schuf und nun zurückkehrt, um beide zur perfekten Spezies zu verschmelzen. Diese Superrasse war von Anfang an das Ziel der Xel'Naga gewesen. Und würde als vierte Fraktion prima zu Terranern, Protoss und Zerg passen.

Neben optischen Fortschritten und dem nächsten Handlungskapitel erwarten wir von Starcraft 2 allerdings auch spielerische Neuerungen. Denn seitdem das erste Starcraft 1998 erschien, ist die Zeit im Echtzeit-Genre nicht stehengeblieben. Titel wie Age of Empires 2 (1999), C&C Generäle (2003), Supreme Commander (2007) und natürlich das Blizzard-eigene Warcraft 3 (2003) haben neue Maßstäbe gesetzt. Um den grandiosen Erfolg seines Vorgängers zu wiederholen, muss Starcraft 2 diese Spiele übertreffen. Das kann nur gelingen, wenn Blizzard die alten Starcraft-Tugenden nicht nur bewahrt, sondern zeitgemäß modernisiert.

Kampagne und Missionen

In Spellforce 2 bekam der Spieler massig Nebenquests -- und sogar eine eigene Insel. In Spellforce 2 bekam der Spieler massig Nebenquests -- und sogar eine eigene Insel.

Die Kampagne von Starcraft zählt bis heute zu den besten der Echtzeit-Historie, weil sie packende Einsätze mit einer wendungsreichen Handlung verknüpfte. Letztere profitierte ungemein von den lebendigen Charakteren wie der Zerg-Königin Kerrigan (lebendig) und dem Templer Tassadar (tot). Um die Qualität der Handlung machen wir uns daher keine Sorgen, schließlich hat Blizzard auch danach mit Warcraft 3 bewiesen, dass Strategiespiele unterhaltsame Geschichten erzählen können. Auch wenn die Handlung des Fantasy-Strategiespiels etwas flacher war als die von Starcraft.

Beim Missionsdesign muss Starcraft 2 allerdings dazulernen. So gab's in den Aufträgen des ersten Teils zwar bereits mehrere Ziele sowie spannende Skriptsequenzen -- unvergessen bleibt etwa jener Auftrag, in dem die Menschen zunächst die Protoss vernichteten, nur um danach von den Zerg überrannt zu werden. Sekundärziele und Nebenquests fehlten aber. Wie es heutzutage richtig geht, kann sich Blizzard unter anderem vom deutschen Spellforce 2 (2006) abschauen: Der Strategie-Rollenspiel-Mischling bietet nicht nur spannende Haupteinsätze, sondern auch unzählige Nebenquests und -ziele, die Belohnungen wie Rohstoffe oder Gegenstände bringen.

So bekommen Spellforce2-Spieler sogar eine Insel geschenkt, die sie nach jedem Kampagneneinsatz besuchen und weiter ausbauen können. Dort warten auch stets frische Aufgaben, zum Beispiel werden die Bürger von Dämonen bedroht oder sammeln Ressourcen für ein Denkmal des Spielers. Eine solche Belohnung motiviert ungemein, und wäre auch in Starcraft 2 denkbar. Natürlich nicht in Form einer eigenen Insel, sondern etwa als eigener Planet. Fern solcher Gimmicks würden Starcraft 2 jedoch auch bereits »normale« Nebenquests à la Warcraft 3 gut zu Gesicht stehen. Ohne Nebenaufträge wirken Missionskarten heutzutage eben immer ein bisschen leer.

2 von 5

nächste Seite


zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.