Die 5 besten PC-Rollenspiele im Xbox Game Pass

In unserer Bestenliste stellen wir für euch fünf RPGs vor, die unserer Meinung nach jeder Genre-Fan und Game-Pass-Abonnent gespielt haben sollte.

von Géraldine Hohmann,
10.04.2020 16:00 Uhr

Das Rolllenspiel-Genre ist im 2020-Lineup des Xbox Game Pass noch leicht unterrepräsentiert. Bis ihr unsere Empfehlungen durch habt, dürfte das Jahr aber locker vorüber sein und Microsoft nachgeliefert haben. Das Rolllenspiel-Genre ist im 2020-Lineup des Xbox Game Pass noch leicht unterrepräsentiert. Bis ihr unsere Empfehlungen durch habt, dürfte das Jahr aber locker vorüber sein und Microsoft nachgeliefert haben.

Zieht eure Schwerter, Streitäxte, Plasmagewehre und Rollenspielregelwerke! Wir präsentieren euch unsere redaktionelle Auswahl der 5 besten RPGs, die ihr 2020 im Xbox Game Pass für den PC spielen könnt.

Der Xbox Game Pass für PC befindet sich derzeit noch in der Betaphase und kostet aktuell im ersten Monat nur 1 Euro sowie ab dem zweiten 3,99 Euro pro Monat. Enthalten sind derzeit 196 PC-Spiele, die Game-Pass-Abonnenten kostenlos downloaden können.

Da fällt die Wahl des nächsten anzugehenden Spiels durchaus schwer, zumal der RPG-Filter der Game-Pass-Suchfunktion auch mindestens diskussionwürdige »Rollenspiele« wie Phoenix Point oder Mittelerde: Schatten des Krieges auswirft. Aber dafür habt ihr ja uns!

Nach welchen Kriterien haben wir unsere RPG-Empfehlungen ausgewählt?
Alle Titel bis auf unseren Geheimtipp haben bei GameStar mindestens eine Wertung von 80 Punkten bekommen und sprechen vor allem echte Rollenspieler an, weil sie sich auf die Kerntugenden des Genres fokussieren: ein ausgefeiltes Skillsystem, Entscheidungsfreiheit, interessante Charaktere und eine spannende Story.

Für Mittelalter-Fans – Kingdom Come: Deliverance

Das erwartet euch: Dieser Tipp ist was für Menschen, die das Rollenspiel einfach leben. Realistischer wurde das Mittelalter noch nie auf Spiele-Bildschirme gebannt. Tägliche Arbeit, Essen, Schlafen und lange Fußmärsche werden hier an keiner Ecke geschönt und gekürzt, um es dem Spieler einfacher zu machen. Doch genau das macht Kingdom Come: Deliverance zu einer so unheimlich immersiven Erfahrung.

Auch über Abwechslung kann man sich nicht beschweren: Im einen Moment spazieren wir durch das beschauliche Böhmen oder legen uns minutenlang auf die Lauer, um einen Hasen für das Mittagessen zu fangen und im anderen Moment stehen wir inmitten eines taktischen First-Person-Kampfes, der uns keinen Fehler erlaubt.

Die Heldenreise des Protagonisten Henry formen wir ganz nach unseren eigenen Vorstellungen: Brechen wir aus der Rolle des nichtsnutzigen Schmiedesohns aus? Werden wir ein Verbrecher oder ein charismatischer Anführer?

Actionreiche Schlachten Die Schwertkämpfe in Kingdom Come sind schwer und gnadenlos. Hier sollen wir uns gar nicht mächtig fühlen - sondern mittendrin.

Beschauliche Landschaft Im nächsten Moment ist Kingdom Come dann wieder ruhig und wunderschön, wie wir so durch die böhmischen Wälder reiten.

Lebensnahe Story In den Dialogen schreiben wir die Geschichte von Protagonist Heinrich, wie sie uns gefällt: Ist er ein fauler Nichtsnutz oder mausert er sich zum edlen Helden?

Für Freunde komplexer Geschichten – Torment: Tides of Numenera

Das erwartet euch: Eingeschworene Fans von Pen & Paper und guten Büchern aufgepasst - Torment: Tides of Numenera könnte DAS Rollenspiel für euch sein. Denn statt generischer Fantasy-Story und schneller Action setzt das RPG auf gut geschriebene Dialoge und eine der exzentrischsten Geschichten, die je in einem Spiel erzählt wurden.

Die Betonung liegt auf »erzählt«: Vieles, das wir auf unserer Reise erleben, wird uns durch Textboxen beschrieben. Die isometrischen Level sind da oft nur schmückendes Beiwerk. Doch wer gerne liest oder sich in guter alter Pen&Paper-Manier eine wilde Geschichte bis ins kleinste Detail von einem Game Master erzählen lässt, der kann sich leicht im Kopfkino von Torment verlieren.

Mit 30 bis 40 Stunden ist man hier für einen Spieldurchlauf gut dabei, doch Torment lädt durch wirklich gewichtige Entscheidungen und zahlreiche abweichende Handlungsstränge zum erneuten Durchspielen ein.

Science Fantasy Das Setting von Torment: Tides of Numenera ist unverbraucht: Es mixt wild Fantasy, Science Fiction, Dystopie und Mythologie miteinander.

Kuriose Entdeckungen An jeder Ecke lauern interessante Details darauf, von euch entdeckt zu werden. Es lohnt sich, inne zu halten und genauer hinzuschauen.

Parallelwelten Manchmal werdet ihr in Torment: Tides of Numenera ohne Vorwarnung in eine andere Welt gezogen. Die birgt ihre ganz eigenen Geheimnisse.

Für Entscheidungsfreudige – The Outer Worlds

Das erwartet euch: The Outer Worlds ist perfekt für alle, die sich in Open Worlds sowieso nur verlaufen. Das Sci-Fi-RPG bietet eine intensive Rollenspiel-Erfahrung in kompakten 25 bis 35 Stunden und mit halboffenen Leveln, die ihr jeweils mit eurem Raumschiff ansteuert. Humor und Charme werden hier vor allem in den Dialogen groß geschrieben. Der 50er-Jahre-Retro-Sci-Fi und die teils herrlich skurrilen Charakteren bleiben noch lange nach dem Abspann im Gedächtnis. Spielerisch erinnert hingegen vieles ans Obsidian-Meisterwerk Fallout: New Vegas.

Gleiches gilt fürs Action-Kampfsystem, in dem ihr die Zeit verlangsamen und gezielt die Schwachpunkte eures Gegners anvisieren könnt, um ihn etwa zu blenden oder zu verstümmeln. Bemerkenswert ist vor allem die Entscheidungsfreiheit von The Outer Worlds: Die meisten Quests könnt ihr auf unterschiedlichste Weise lösen, je nachdem, wie euer selbsterstellter Charakter gestrickt ist.

Schrille Flora und Fauna Der fremde Planet bietet euren Augen an jeder Ecke etwas neues und buntes. Visuelle Eintönigkeit kann man The Outer Worlds nicht vorwerfen.

Unvergessliche Charaktere Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, quatschen wir uns in Dialogen mal so richtig schön aus. Die sind in Outer Worlds die meiste Zeit extrem humorvoll.

Ein Hauch von Retro Das kommt einem doch bekannt vor: Beim Mix aus 50er-Jahre-Ästhetik und Sci-Fi erinnert Outer Worlds an die Fallout-Reihe.

Für Oldschool-Rollenspieler – Pillars of Eternity

Das erwartet euch: Ein anspruchsvolles und tiefes Party-Rollenspiel wie Baldur's Gate 2: Das hat sich Pillars of Eternity auf die Fahnen geschrieben. Und es bringt zahlreiche Tugenden des Klassikers zurück: starke Dialoge, spannende Begleiter, ein tiefgehendes Regelwerk und düstere Fantasy.

Meistens gibt es zwar zahlreiche Optionen, um Kämpfen aus dem Weg zu gehen, doch wenn wir es dann doch mal nicht vermeiden können (oder wollen, weil wir zum Beispiel einen aggressiven Muskelprotz mit wenig Hirnschmalz spielen), dann wird es mit unzähligen Skills, Zaubern und Gegnertypen angenehm fordernd – vor allem auf den höheren Schwierigkeitsgraden.

Pillars of Eternity ist vor allem eine Empfehlung für Rollenspieler, die sich mal wieder so richtig in ein Regelwerk hineinfuchsen und lange in einer Fantasy-Welt verlieren wollen.

Dark Fantasy Pillars of Eternity hat keine Angst davor, düster zu sein. Finstere Geschichten lauern hier an jeder Ecke.

Rollenspiel-Rätsel Wie in klassischen Pen & Papers erwarten uns auch hier ab und zu anspruchsvolle Rätsel. Die können wir teilweise auf sehr kreative Weise lösen.

Isometrische Level Der Look von Pillars of Eternity erinnert stark an sein großes Vorbild Baldur's Gate. Auch dessen Atmosphäre fängt das Rollenspiel oft gut ein.

Unser Geheimtipp – Death's Gambit

Das erwartet euch: Ja, Soulslike muss man mögen. Aber wenn man einmal Blut geleckt hat, dann lässt einen das Genre nicht so schnell wieder los. Ein besonders spannender 2D-Vertreter des Souls-Genres ist Death's Gambit, das bei Story, Interface und Kampfsystem keinen Hehl aus seinem Vorbild Dark Souls macht.

In anspruchsvollen und epischen Bosskämpfen beweisen wir unser Können, nur um mit noch schwereren Gegnern belohnt zu werden. Dazwischen erkunden wir die düstere Dark-Fantasy-Welt, looten und leveln was das Zeug hält und erleben die Handlung um Rache und Unsterblichkeit.

Dabei spielen wir unseren ganz eigenen Helden, dem wir eine von sieben Klassen verpassen und den wir mit zusätzlichen Talenten beschenken. Dem Tod blicken wir in Death's Gambit häufiger ins Gesicht - ob in Dialogen oder weil wir zum wiederholten Male ins Gras gebissen haben. Aber der Sieg dürfte anschließend umso süßer sein.

  • Ursprünglicher Release: 14. August 2018
  • Plattformen: PC, PS4

Schwarzer Humor Im Gegensatz zu seinem Vorbild Dark Souls gibt es in Death's Gambit mehr Dialoge. Die können auch schon mal von bissiger Ironie geprägt sein.

Stilvolle Pixelgrafik Von wegen, Pixellook kann keine Details - Die Welt von Death's Gambit strotzt vor Atmosphäre.

Große Bosskämpfe Das sieht doch stark nach Dark Souls aus: Auch in Death's Gambit bekämpfen wir Bosse und ihre gigantischen Lebensleisten auf ihren eigenen Stages.

Noch mehr Empfehlungen?

In unserem FAQ findet ihr alle Infos zum Xbox Game Pass für PC und die aktuelle Liste sämtlicher verfügbarer Spiele. Außerdem präsentiert euch Kollege Dimi in seinem Special die 10 besten Rollenspiele für 2019 und 2020 - inklusive zweier Geheimtipps.

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