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Seite 2: Anthem bietet grandiose Action - Aber sonst?

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So spaßig das Schießen auch ist, so uninspiriert fällt die Waffenauswahl aus. Es gibt außer einigen wenigen legendären Items im Lategame nur Standardware bei den Schießeisen. Sturmgewehre, LMGs, Snipergewehre, schwere Pistolen: Unsere Auswahl ist eigentlich egal, weil wir uns einfach nur nach dem höchsten Schadenswert richten müssen. Es gibt aktuell noch keine Waffenmodifikationen in Anthem und so lässt Bioware hier haufenweise Potenzial liegen, das andere Shooter wie Division deutlich besser nutzen.

Anthem versus Warframe
Gerade bei den Punkten Waffenauswahl und Abwechlung in den Missionen bietet der Free2Play-Loot-Shooter Warframe aktuell noch sehr viel mehr als Anthem. In Warframe gibt es nicht nur 21 verschiedene Missionsarten, sondern auch Unmengen an Waffen mit Modifikationen und etlichen Spezialisierungen. Ganz nebenbei bietet Warframe zudem insgesamt 38 Kampfanzüge, Anthem zurzeit nur vier Javelins. Auf den ersten Blick gewinnt der kostenlose Shooter also in einigen Bereichen gegen EAs 60-Euro-teures Spiel. Mehr dazu in unserem großen GameStar-Plus-Vergleich zwischen Anthem und Warframe.

Das Missionsdesign ist zudem furchtbar eintönig und repetitiv. Ausnahmslos jeden Auftrag müssen wir aus Fort Tarsis beginnen, um in die offene Spielwelt zu starten. Sind wir dort gespawnt, folgen wir bunt aufploppenden Wegweisern zu vorbestimmten Orten, wo wir entweder alle Gegner beseitigen oder irgendwelche Fundstücke einsammeln müssen. Abwechslung oder größere Herausforderungen sucht man in den Missionen von Anthem vergebens.

The Division glänzt zwar ebenfalls nicht gerade mit Missionsvielfalt, nutzt aber zumindest seine Open World besser, da wir im verschneiten New York tatsächlich Auftraggeber treffen und wiedererkennbare Schauplätze wie die Grand Central Station erkunden dürfen. In Anthem beginnt und endet hingegen jeder Auftrag in Fort Tarsis, und die Welt selbst sieht zwar atemberaubend gut aus, setzt sich aber einfach aus etlichen Dschungelgebieten und Ruinen ohne Wiedererkennungswert zusammen. Aus dieser schönen Kulisse hätte Bioware mehr herausholen können - mal sehen, ob die Anthem-Entwickler sie mit den nächsten Content-Updates noch ausbauen.

Bioware schöpft die guten Ideen nicht

Besonders schlimm sind außerdem einzelne Missionen, in denen wir zum stumpfen Abhaken von Checklisten gezwungen werden. Eine große Hauptquest dreht sich zum Beispiel um vier Grabstätten, zu denen wir nur Zutritt erhalten, wenn wir zuvor 50 Nahkampfkills, 15 Schatztruhen, drei Tötungsserien und noch zig weitere, stumpfe Sammelaufgaben abschließen. Das ist einfach langweiliges und uninspiriertes Missions-Design.

Die langen Ladezeiten von Anthem (siehe unsere Anthem Ladezeitmessungen mit SSD vs. HDD und min/max Grafikdetails) stören zudem insbesondere deshalb, weil wir nach jeder Mission vier davon aushalten müssen, ehe wir ins nächste Gefecht einsteigen dürfen. Eine Ladezeit nach Ende der Mission, eine nach dem Ausschütten der Erfahrungspunkte, dann eine, um im Fort Tarsis wieder in meinen Javlin zu steigen und dann noch eine beim Laden der nächsten Mission.

In solchen Ladebildschirmen verbringen wir regelmäßig mehrere Minuten. Das stört den Fluss der Action gewaltig. In solchen Ladebildschirmen verbringen wir regelmäßig mehrere Minuten. Das stört den Fluss der Action gewaltig.

Anthem lässt uns nämlich nicht einfach einen Auftrag nach dem anderen angehen, sondern zwingt uns Pausen auf. Warum dürfen wir nicht einfach sofort und ohne Umschweife in den nächsten Einsatz starten, sondern müssen zwingend daheim vorbeischauen und - sei's auch nur für ein paar Sekunden - aus dem Javelin aussteigen?

Solche Probleme reißen uns immer wieder aus dem Spielfluss der an sich gelungenen Action-Passagen heraus. Anthem bietet theoretisch großes Potenzial, ein wirklich guter Shooter zu sein, allerdings nutzen die Entwickler von Bioware ihre guten Ideen einfach nicht ausreichend aus. Statt uns und unsere starken Javelin-Kampfanzüge in den Kampf gegen kolossale und abwechslungsreiche Monster sowie auf spannende Missionen zu schicken, liefern sie nur repetetive Sammelaufträge und Haufen an Fußsoldaten.

Nur Gameplay-Kritik? Was ist mit dem Rest des Spiels?
Dies ist nur der erste Teil unserer Artikel-Reihe rund um Anthem. Bis wir pünktlich zum Release am 22. Februar unseren Test mit Wertung veröffentlichen, liefern wir euch in den nächsten Tagen noch weitere Artikel zu den folgenden Themen:
- Dienstag, 19.02.: Story - Warum Bioware sein Versprechen nicht erfüllt
- Mittwoch, 20.02.: : Singleplayer oder Multiplayer? Anthem verschenkt bei beidem Potenzial
- Donnerstag, 21.02.: Technik-Check von Anthem
- Donnerstag, 21.02.: Test und Wertung von Anthem
- Freitag, 22.02.: Endgame - Was bietet Anthem nach Abschluss der Kampagne?

Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Artikel zum Thema »Wo bleibt der GameStar-Test von Anthem?«.

Video starten 9:08 Die Javelins von Anthem - Fähigkeiten, Kombo-Angriffe und Besonderheiten der Exosuits im Video erklärt

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