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Seite 2: Ark: Survival Evolved im Test - Ein launisches Biest

Woher kommen Dino-Babys?

Während die ersten Schritte auch ohne Anleitung funktionieren, stehen wir schnell wie der Rex vorm Berg, weil Ark uns einfach nichts erklärt. Was ist Kibble und wozu dient es? Welche Dinos sollte man zähmen und um welche einen großen Bogen machen? Wie züchtet man Saurier-Babys? Solche Fragen können wir nur durch extrem mühevolles Trial&Error beantworten - oder indem wir gleich zu einem Community-Guide greifen (zum Beispiel dem exzellenten Einsteiger-Guide von Exhumed).

Sind wir zu Spielbeginn froh über eine einfache Zwille, braten wir Feinde später mit Flammenwerfern. Sind wir zu Spielbeginn froh über eine einfache Zwille, braten wir Feinde später mit Flammenwerfern.

Doch auch mit solcher Hilfe stoßen wir bald an unsere Grenzen. Für Normalspieler, die solo unterwegs sind, ist Ark viel zu grindlastig und zeitintensiv. Wollen wir mehr als eine Strohhütte errichten, müssen wir Unmengen an Ressourcen farmen. Noch schlimmer ist das Zähmen von Dinos.

Wer ein Urzeit-Haustier sein Eigen nennen will, muss die Riesenechse seiner Begierde zunächst betäuben und anschließend so lange mit ihrem Lieblingsfutter vollstopfen, bis sie ihn ins Herz geschlossen hat.

Für uns heißt das, wir ernten zunächst in stundenlanger Arbeit Mejo- und Narcoberries. Außerdem wollen Betäubungspfeile gecraftet werden. Mit ein paar gezielten Schüssen legen wir dann unseren schuppigen Freund in spe schlafen und füllen dessen Inventar mit leckeren Beeren. Doch damit nicht genug. Regelmäßig muss der künstliche Tiefschlaf durch das Nachfüttern von Narcoberries verlängert werden. Und weil ein schlafender Dino verlockende Beute ist, halten wir herumstreunende Raubsaurier davon ab, unseren Kumpel anzuknabbern. Bei einem halbwegs stattlichen Dino wie einem Triceratops zieht sich dieses Spielchen locker zwei Stunden. Ihr wollt einen T-Rex? Dann dürft ihr über fünf Stunden Wache stehen.

Gezähmte Tiere begleiten uns. Manche sogar huckepack. Gezähmte Tiere begleiten uns. Manche sogar huckepack.

Selbst ist der Überlebenskünstler

Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, bleiben zwei Möglichkeiten. Entweder ihr schließt euch mit den bis zu 100 anderen Spielern pro Server zu einem Stamm zusammen oder ihr macht euch eure eigenen Regeln.

Die Möglichkeit, Ark an den eigenen Spielstil anzupassen, ist eine der größten Stärken des Spiels. Wir können eigene Server starten, auf denen wir die Spielregeln nahezu nach Belieben verändern. Im Einzelspielermodus zaubern wir uns auf Wunsch durch simple Konsolenbefehle Ressourcen oder sogar Dinos herbei, um dem ewigen Grind zu entgehen.

Am eigentlichen Problem ändert sich dadurch allerdings nur wenig, man weicht ihm nur aus. Die Standardregeln von Ark sind für Einzelspieler schlichtweg zu frustrierend.

Mit zahlreichen Mods, die via Steam Workshop sehr gut ins Spiel integriert sind, lässt sich das Spiel noch weiter aufpeppen. So verwandeln wir Ark mit nur wenigen Klicks in eine Steampunk- oder Piratenwelt, erkunden ganz neue Maps oder entfernen sämtlichen Sci-Fi-Quatsch, um eine puristische Steinzeit-Survival-Erfahrung zu bekommen. Die ehemaligen Mods The Center und Ragnarok wurden mittlerweile sogar zum offiziellen Teil des Spiels erklärt.

Die Spielwelt Ragnarok wurde von Moddern erschaffen und ist nun offizieller Teil des Spiels. Die Spielwelt Ragnarok wurde von Moddern erschaffen und ist nun offizieller Teil des Spiels.

Häuserbau und Großwildjagd

Ob allein oder in der Gruppe, ausdauernden Abenteurern bietet Ark schier endlose Möglichkeiten. Wir errichten aus zahlreichen Bauteilen eine beeindruckende Basis, bauen unsere ganz eigene Variante des Jurassic Park, liefern uns erbitterte Kämpfe mit konkurrierenden Tribes, unternehmen Ausflüge in verschneite Bergregionen, um Yetis zu fangen oder legen uns mit den vier Bossmonstern des Spiels an.

Um die Broodmother, den Megapithecus, den Drachen oder den Overseer zu erlegen, brauchen wir die beste Ausrüstung und viele Dinos zur Unterstützung. Dafür werden wir mit coolen und sehr fordernden Bossfights belohnt. Besonders die Begegnung mit dem Overseer, die das große Finale des Spiels darstellt, ist packend inszeniert - zu viel wollen wir an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

Dumm nur, dass ausgerechnet die Kämpfe am meisten unter den zahlreichen Bugs leiden. Ständig glitchen Saurier, Spieler und Gegner in- und durcheinander. Clever ausgeklügelte Kampftaktiken scheitern des Öfteren an der schwachen Wegfindung, weil unsere Dino-Kumpel an irgendwelchen Ecken hängen bleiben. Auf der anderen Seite gehört das konsequente Ausnutzen solcher Fehler schon fast zum guten Ton, um starke Feinde zu töten.

Der finale Bosskampf stellt selbst Ark-Profis vor eine Herausforderung. Der finale Bosskampf stellt selbst Ark-Profis vor eine Herausforderung.

Bugs? Noch immer nicht ausgestorben!

Überhaupt fühlt sich Ark trotz seiner langen Zeit im Early Access noch immer nicht fertig an. Clipping-Fehler, verspätet nachladende Texturen, fehlerhafte Beleuchtung oder sogar verschwundene Items kommen so häufig vor, dass wir uns schon fast dran gewöhnen und die Bugs gar nicht mehr als so dramatisch wahrnehmen. Objektiv betrachtet ist dieser Release-Zustand für ein 60 Euro teures Spiel jedoch nicht akzeptabel.

Das gilt im übrigen auch für die Performance. Zwar glänzt das Optionsmenü mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, sodass wir das Spiel selbst auf schwachbrüstiger Hardware irgendwie zum Laufen kriegen, doch in den höchsten Grafikeinstellungen bekommt nicht mal eine Geforce GTX 1080 Ti mehr als 50 Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm - und das in Full HD. Alle Details findet ihr in unserem Technik-Check zu Ark.

Ark zeigt also selbst in der Technik zwei Gesichter. Das gesamte Spiel schwankt ständig zwischen Genie und Wahnsinn. Letzten Endes steht es sich aber viel zu häufig selbst im Weg, als dass wir eine allgemeine Kaufempfehlung aussprechen könnten.

Ark: Survival Evolved - Launch-Trailer zum Dino-Multiplayerspiel 1:02 Ark: Survival Evolved - Launch-Trailer zum Dino-Multiplayerspiel

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