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Seite 3: Arma 2 gegen Operation Flashpoint 2 - Teil 1: Kampagne, Steuerung und Grafik im Vergleich

Grafik, Sound, Physik

Arma 2: Der Entwickler Bohemia Interactive setzt auf Fotorealismus. Das Ergebnis kann meist überzeugen. Die Landschaft und besonders die Vegetation sind sehr detailreich, die Texturen scharf und die Beleuchtung ist bei Tageslicht eine wahre Augenweide. Demgegenüber stehen mäßige Effekte, starre Animationsübergänge eine schwache dynamische Beleuchtung bei Nacht. Zudem fallen die Schadensmodelle sehr rudimentär aus und Bildfehler sowie Performance-Einbrüche sind an der Tagesordnung.

Der Sound liefert ein ähnliches Ergebnis: Aufwendige Umgebungsgeräusche, in Echtzeit berechneter Schall und gute Fahrzeug- und Waffensounds stehen einer miserablen Fetzen-Sprachausgabe und einigen Abmischproblemen gegenüber.

Die wohl gravierendste technische Schwäche leistet sich Arma 2 bei der Physikberechnung. Hier kommt es oft zu hanebüchenen Fehlern. Panzer springen wie Gummibälle über kleine Felsen und Zäune, Flugzeuge und Hubschrauber verheddern sich in Bäumen und hüpfen wild umher. Die Schadens- und Druckwellenberechnung strotzt zusätzlich vor Inkonsequenz. Panzer bleiben beispielsweise an Bäumen hängen, können Häuser oder Hütten nicht plattfahren und Granaten sowie Raketen scheitern an Holzzäunen.

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Operation Flashpoint 2: Codemasters setzt bei Operation Flashpoint: Dragon Rising auf kontrastreiche Farbspiele und Überzeichnung. Das ganze Bild ist stets von einem leichten Pixelrauschen überzogen. Die Optik erinnert an Filme wie Black Hawk Down und wirkt sehr stilsicher. Das kann aber nur bedingt über einige technische Schwächen hinwegtäuschen. So sind viele Texturen matschig und die Objektmodelle wechseln zu früh zu ihren polygonarmen Versionen. Auf weite Entfernungen wirken die Landschaften schnell detailarm. Trotzdem ist der Gesamteindruck durchweg stimmig und die Welt wirkt aus einem Guss, auch weil Rauch, Waffen- und Schadenseffekte gelungen sind und die Animationen butterweich ausfallen. Hinzu kommen zahlreiche Details, die den Spieler ins Geschehen ziehen. So spritzen nahe Einschüsse Dreck auf das Sichtfeld und in der Umgebung von schweren Geschützen wackelt das ganze Bild. Hier wirkt Arma 2 bedeutend statischer.

Beim Sound gibt’s nichts zu meckern. Die Waffen klingen kraftvoll, die Fahrzeuge überzeugend und die Sprachausgabe ist sehr sauber.

Beim Thema Physik beklettert sich Operation Flashpoint 2 ähnlich wie Kollege Arma 2 nicht gerade mit Ruhm. Zwar bleiben Ihnen überzogen groteske Momente wie beim Konkurrenten erspart, doch dafür dürfen wir beim Codemasters Spiel keine Bäume umfahren und die Schadensberechnung der Fahrzeuge ist mangelhaft. Hier kann keine der beiden vermeintlichen Simulationen mit einem angemessen Ergebnis punkten.

Auf Wettereffekte müssen Sie bei Operation Flashpoint: Dragon Rising komplett verzichten. Hier hat Arma 2 die Nase deutlich vorn.

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