Nach Blizzard-Kontroverse: Aktivisten demonstrieren am Blizzcon-Eingang

Vor Beginn der Blizzcon 2019 verteilen Pro-Hong-Kong-Aktivisten thematische T-Shirts an die Besucher und setzen damit den Protest fort.

von Christian Just,
01.11.2019 21:25 Uhr

Vor der Blizzcon 2019 in Anaheim ereigneten sich Pro-Hong-Kong-Proteste. Vor der Blizzcon 2019 in Anaheim ereigneten sich Pro-Hong-Kong-Proteste.

Die Kontroverse um den Hearthstone-Profi Blitzchung verfolgt Blizzard bis vor die Tore der Community-Veranstaltung Blizzcon 2019. Dort sammelten sich Gruppen von Aktivisten, um Pro-Hong-Kong-Shirts an Besucher der Messe zu verteilen, wie unser Vor-Ort-Reporter Maurice Weber live miterleben konnte.

Damit setzten die Aktivisten den Protest fort, der unter dem Hashtag #BoycotBlizz zuvor zu großen Teilen im Internet an Fahrt gewonnen hatte.

Was war geschehen?

Der Hong Konger Hearthstone-Profi Chung »Blitzchung« Ng Wai zeigte sich in einem Interview nach einem Sieg bei den Asia Pacific Hearthstone Grandmasters mit Skibrille und Gasmaske - Schutzausrüstung, die auf Demos in Hong Kong zum bekannten Bild gehören. Er äußerte acht chinesische Wörter, um seine Solidarität mit der Protestbewegung in seiner Heimat Hong Kong kundzutun.

Blizzard erkannte Blitzchung daraufhin das Preisgeld ab und sperrte ihn für ein Jahr von allen offiziellen Turnieren - mit Verweis auf die Turnierregeln, die Aktionismus mit Potenzial, die Veranstaltung zu stören, verbieten. Später milderte Blizzard die Sperre auf sechs Monate und gab Blitzchung das Preisgeld zurück. Bis dahin hatte sich im Internet aber bereits ein massiver Shitstorm manifestiert.

Kritiker werfen dem Publisher und Entwickler Blizzard vor, den chinesischen Geschäftspartnern nicht auf die Füße treten zu wollen. Blizzard hatte dagegen erklärt, dass die Reaktion unabhängig von der politischen Botschaft und nur auf Basis der Turnierregeln erfolgt sei.

Zur Eröffnung der Blizzcon 2019 ergriff Blizzard-Chef J. Allen Brack auf der Bühne persönlich zu diesem Thema das Wort und gestand Fehler ein. Blizzard habe mit der Reaktion »die eigenen Standards missachtet«, was ihn persönlich schmerze.

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