Bungie - Chinesisches Unternehmen investiert in Destiny-Entwickler, neue Franchises geplant

Bungie ist eine Partnerschaft mit NetEase eingangen, um neue Franchises zu entwickeln. Destiny soll das aber nicht beeinflussen.

von Elena Schulz,
02.06.2018 11:39 Uhr

NetEase hat 100 Millionen Dollar in Bungie investiert. Aus der Partnerschaft sollen neue Franchises unabhängig von Destiny entstehen.NetEase hat 100 Millionen Dollar in Bungie investiert. Aus der Partnerschaft sollen neue Franchises unabhängig von Destiny entstehen.

Bungie kennt man vor allem für Halo oder Destiny. Jetzt will das Unternehmen aber weitere Franchises aufbauen, weshalb man einen Deal mit dem chinesischen Online-Gaming-Unternehmen NetEase eingeht.

Auf Destiny oder die Partnerschaft mit Publisher Activision soll das keinen Einfluss nehmen. Es werden auch weiterhin neue Inhalte für viele Jahre versprochen. Im Vorfeld der E3 2018 sollen bereits ein neues Addon und die Pläne für Jahr 2 genauer vorgestellt werden.

Laut des offiziellen Statements wird innerhalb von Bungie ein zweites Team von NetEase gefördert, das an neuen Marken arbeiten soll. Vorher war der Entwickler vollständig mit Destiny ausgelastet. Wie Gamesindustry.biz berichtet, hat das chinesische Unternehmen ganze 100 Millionen Dollar in Bungie investiert und besitzt damit eine Minderheitsbeteiligung am Entwickler. NetEase fungiert in China als Publisher und vertreibt dort Blizzard-Titel wie Overwatch oder World of Warcraft.

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Trotzdem kein China-Release für Destiny

Einen richtigen Publisher-Deal für Bungies Marken wie Destiny in China schließt die Partnerschaft aber nicht ein. Ob Destiny es nach China schafft, hängt laut NetEase immer noch an Publisher Activision. Laut Bungie CEO Pete Parsons ginge es bei der Kooperation einfach »um die geheimsame Leidenschaft für Spiele und das Erschaffen von Welten, die Freundschaft inspirieren und Communitys entstehen lassen«. Bungies Ziel sei es, »ein globales Multi-Franchise-Entertainment-Studio zu werden«.

Dabei soll die Expertise von NetEase helfen, die sich im Vergleich zu Bungie besser mit dem chinesischen Markt und Mobile auskennen. Auch NetEase' General Manager for Strategic Investments and Partnerships, Simon Zhu, äußert sich positiv über Bungie. Das Studio habe innerhalb von NetEase viele Fans, weil es große, innovative Spiele entwickle. Man würde viele gleiche Werte teilen und Qualität, Innovation, das Verbinden von Spielern und eine globale Ausrichtung groß schreiben.

Man darf gespannt bleiben, wie die neuen Franchises aussehen und ob Bungie sich damit primär den chinesischen Markt oder mobile Plattformen erschließen möchte. Womöglich will sich Bungie auch für die Zeit nach Destiny absichern. Schließlich hat Destiny 2 gerade trotz 10-Jahres-Plan mit Content-Mangel und anderen Problemen zu kämpfen und wird sich in Zukunft Konkurrenten wie Anthem von BioWare stellen müssen. Wenn sich Publisher Activision anderen Projekten zuwendet, hätte Bungie dann noch ein Ass (oder mehrere) im Ärmel.

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