Manche Dinge sind im Leben so sicher wie das Amen in der Kirche: Dazu gehören die Steuer, der Tod und der Fakt, dass jedes Jahr ein neues Call of Duty erscheint. Und so beständig wie der Veröffentlichungsrhythmus von Activisions populärer Ego-Shooter-Reihe ist seit einigen Jahren auch die Kritik der Community an der Cosmetic-Auswahl in CoD.
Denn viele der Skins, die die Entwickler in den Seasons nach Release in den Multiplayer bringen, werden von den Fans als wenig authentisch wahrgenommen. Was bringt einem ein Shooter mit geerdetem Modern-Military-Setting, wenn man im Multiplayer plötzlich Spielern mit Beavis and Butt-Head- oder American Dad-Skins gegenübersteht?
Jahr für Jahr bemängeln Fans daher, dass diese Art von Cosmetics die Immersion von Call of Duty zerstöre. Und bereits mehrfach haben die Entwickler in den letzten Jahren angekündigt, auf die Fans zu hören und nur noch Skins zu implementieren, die auch wirklich zum Setting passen - nur um dieses Versprechen dann später zu brechen. Schließlich kann man mit Skins und Marken-Kollaborationen eben hervorragenden Umsatz machen.
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»Kein Clown-Kram« - CoD MW4 zeigt seine ersten Skins und macht eine überraschend deutliche Ansage
Für das diesjährige Call of Duty soll jedoch alles anders werden: Für Modern Warfare 4, das am 23. Oktober 2026 erscheinen soll, versprechen die Entwickler hoch und heilig, das Skin-Unsinn ein Ende hat. Auf Twitter schrieb das zuständige Studio Infinity Ward:
Jeder Aspekt von Modern Warfare 4 ist in der Erzählung des Spiels verankert. Jede Funktion, jede Entscheidung muss authentisch wirken für das, was Modern Warfare ausmacht, und das schließt Kosmetika und Kollaborationen ein. Wir sind entschlossen, es geerdet und transparent zu halten, und wir wollen von euch hören, was ihr in unserem Spiel sehen möchtet.
Die Ankündigung konnte jedoch offensichtlich nicht jeden überzeugen, wie die nachstehend eingebundenen Tweets belegen. Ein User schreibt etwa: »Macht einen Screenshot davon und haltet ihnen den vor, wenn sie entscheiden, Lady Gaga, Omni-Man oder andere unsinnige Kollaborationen ins Spiel zu schmeißen.«
Die Entwickler sahen sich daher zu einer Klarstellung genötigt. Ebenfalls auf Twitter schrieben sie: »Wir haben das Feedback erhalten. Kein Bullshit. Es geht hier nur darum, Modern Warfare treu zu bleiben. Keine ulkigen Skins zum Launch und in den Seasons danach. [...] Das bedeutet: Keine Lady Gaga. Kein Omni-Man. Keine Teletubbies. Kein SpongeBob. Bewahrt den Screenshot ruhig als Beweis auf.«
Damit nimmt das CoD-Team den Mund ziemlich voll. Denn in den letzten Jahren haben sich solche Ankündigungen meist recht schnell als Luftnummern bewiesen, die offenbar nur dazu gedacht waren, sich vor dem Launch die Gewogenheit der Community zu sichern.
Sollten es die Entwickler hingegen ernst meinen, hätte Modern Warfare 4 das Zeug zu einem guten Start. Zum einen kommt Activision in diesem Jahr kein neues Battlefield in die Quere, zum anderen bringt MW4 mit einem neu entflammten Korea-Krieg endlich wieder ein richtig spannendes Modern-Military-Setting mit und trifft damit genau den Ton, den die Fans sich von einem Modern Warfare wünschen. Und bunte Skins passen da eben nicht dazu. Mehr zum neuen Call of Duty erfahrt ihr in der obigen Linkbox.
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