CoD: Black Ops 4 - Zu wenige PC-Spieler, Treyarch entfernt Spielmodi wie Free For All

Treyarch streicht Spielmodi in Call of Duty: Black Ops 4, um die PC-Community zusammenzuhalten.

von Stefan Köhler,
15.02.2019 19:36 Uhr

CoD: Black Ops 4 hat ein Spielerproblem am PC. Jetzt werden Spielmodi gestrichen und zusammengeführt, damit sich die Community noch findet.CoD: Black Ops 4 hat ein Spielerproblem am PC. Jetzt werden Spielmodi gestrichen und zusammengeführt, damit sich die Community noch findet.

Manche Updates liefern neue Inhalte, manche Updates kürzen Inhalte. Letzteres ist nun bei Call of Duty: Black Ops 4 mit dem neuesten Patch für die PC-Version passiert. Die Entwicklerteams bei Treyarch und Beenox haben mehrere Spielmodi konsolidiert und teilweise ersatzlos gestrichen, die Patch Notes für das PC-Update finden sich auf Reddit.

Bei der Aktion handelt es sich um eine Antwort auf die zurückgehenden Spielerzahlen des Multiplayer-Shooters, zumindest auf dem PC. Während die Konsolen-Versionen weiterhin gesunde Populationen vorweisen können - laut Microsoft ist Black Ops 4 das aktuell 4. beliebteste Spiel auf der Xbox One - kämpft CoD einmal mehr um schwindende Spielerzahlen auf dem PC.

So hat man es zumindest probiert: Mit welchen Maßnahmen man zum Release den CoD-typischen Spielerschwund bekämpfen wollte

Bye bye Kill Confirmed und Free For All

Kahlschlag: Damit sich die übrigen Spieler von CoD: Black Ops 4 noch finden, wurden die Spielmodi reduziert.Kahlschlag: Damit sich die übrigen Spieler von CoD: Black Ops 4 noch finden, wurden die Spielmodi reduziert.

Multiplayer-Modi in Call of Duty werden in drei Listen eingeteilt:

  • Featured - Wechselnde Event-Modi, klassische Modi mit veränderten Spielregeln und Neuzugänge finden sich hier
  • Core - Hier sind alle Spielmodi mit der normalen Spielbalance zu finden
  • Hardcore - Hier finden sich alle Spielmodi mit der Hardcore-Spielbalance

Den großen Kahlschlag gab es für Hardcore-Spieler, nur noch Team Deathmatch und Domination sind in der Hardcore-Variante spielbar. Komplett gestrichen wurden Free For All und Kill Confirmed, beide Modi sind nicht mehr in Core oder Hardcore verfügbar. Kill Confirmed taucht noch in einer temporären Playlist unter Featured auf, und zwar gemeinsam mit Hardpoint, Domination und Team Deathmatch in der "Mercenary Chaos Moshpit"-Playlist. Free For All ist aktuell gar nicht spielbar, auch nicht als zufällige Option in einer Playlist.

In Core finden sich noch als einzelne Spielmodi Team Deathmatch, Hardpoint und Domination und eine einzelne Playlist, die so genannte Objective Moshpit. Hier wurden alle Objective-Spielmodi, also Hardpoint, Control, Domination, Search&Destroy, Heist und Safeguard, zusammengeschoben.

Fans protestieren, Challenges nicht mehr schaffbar

Laut Treyarch habe man die Modi-Übersicht "auf Basis der bei PC-Spielern beliebten Maps und Modi neubalanciert", um die "Zeit bis zum nächsten Match zu reduzieren". Kurz übersetzt: Es gibt nicht genug Spieler, um die verfügbaren Modi zu bevölkern. Activision hatte Rekordverkaufszahlen für die PC-Version gemeldet, offensichtlich kann man die Käufer aber nicht lange halten.

Die Fans nehmen die Kürzungen erwartbar negativ auf. Neben der grundsätzlichen Ablehnung von gestrichenen Modi kritisieren Fans, dass bestimmte Ingame-Challenges jetzt Probleme machen. Die konkreten Kritikpunkte:

  • Herausforderungen werden schwerer: Bestimmte Challenges sind in gewissen Modi einfacher zu schaffen. Wer Modi zusammenkürzt, macht es den Spielern bei der Jagd nach Erfolgen auch schwerer.
  • Weitere Modi werden sterben: Es ist durchaus sinnvoll, extrem unterschiedliche Spielmodi voneinander zu trennen. Die E-Sport-Modi Search&Destroy und Heist, die gegenüber dem klassischen Mehrspielermodi Respawns im laufenden Match deaktivieren, auf eigenen Regelwerken basieren und deswegen näher an der Konkurrenz Counter-Strike sind, gehören beispielsweise von den restlichen Modi getrennt. Jetzt werden sie einfach unter andere Arcade-Spielmodi wie Hardpoint und Domination gemischt. Fans fürchten jetzt, dass die meisten Mitspieler zwischen Matches für die beliebten Arcade-Modi wie eben Hardpoint und Domination stimmen und Search&Destroy wie auch Heists stets ausgestochen werden.
  • Challenges nicht mehr schaffbar: Verschiedene Challenges fordern auf, bestimmte Aufgaben in verschiedenen Modi zu erfüllen. Das wird teilweise schwieriger, wenn bestimmte Modi kaum noch gespielt werden können. Ohne Free For All ist die Siegherausforderung und alle dazugehörigen Herausforderungen einfach nicht mehr schaffbar. Fans fordern deswegen, wenigstens alle an Free For All geknüpften Herausforderungen zu deaktivieren.

Am 19. Februar 2019 startet die nächste Season von Call of Duty: Black Ops 4 mit neuen Event-Inhalten, wie immer allerdings nur für PS4-Spieler. Frische Inhalte erscheinen wegen eines Exklusivdeals zwischen Sony und Activision eine Woche später für PC und Xbox.

Und Treyarch ist übrigens nicht der einzige Entwickler, der wegen fehlenden Spielern Inhalte streicht: Valve hat erst kürzlich zwei Karten aus der Matchmaking-Rotation von Counter-Strike: Global Offensive genommen, weil sie nicht genug gespielt wurden.

Nuketown in Black Ops 4 - So sieht der Karten-Klassiker im 2018er Call of Duty aus (Trailer) 1:34 Nuketown in Black Ops 4 - So sieht der Karten-Klassiker im 2018er Call of Duty aus (Trailer)


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