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CoD Black Ops: Cold War - Das erste Gameplay ist mutig und doch konventionell

Call of Duty 2020 wurde enthüllt und wir haben erstes Gameplay gesehen. Warum Black Ops: Cold War so anders und zugleich so vertraut ist, lest ihr hier.

von Philipp Elsner,
26.08.2020 19:45 Uhr

Call of Duty Black Ops: Cold War im ersten Trailer enthüllt 2:25 Call of Duty Black Ops: Cold War im ersten Trailer enthüllt

CoD 2020 hat endlich einen Namen, heißt nun offiziell Call of Duty Black Ops: Cold War und versteht sich als direktes Sequel zum ersten Black Ops von 2010. Wir konnten bereits Gameplay sehen, mit den Entwicklern sprechen und fassen für euch hier die wichtigsten Infos zu Setting und der Singleplayer-Kampagne zusammen.

Setting: Wann spielt CoD Cold War?

Im Zentrum der Story von Black Ops: Cold War steht wie der Name schon sagt der Kalte Krieg, genauer: die Ära der frühen 1980er. Das nukleare Wettrüsten der Supermächte, die Spannungen zwischen Ost und West, Spionage, der Krieg der Geheimdienste sind die grundlegenden Thematiken. Das betonen die Entwickler im Gespräch mit uns.

Die Einsätze führen uns unter anderem nach Asien, Lateinamerika und in die UdSSR. Die Einsätze führen uns unter anderem nach Asien, Lateinamerika und in die UdSSR.

»Zugleich wollen wir auch die Story-Stärken der Black-Ops-Reihe voll ausspielen: Verdeckte Militäroperationen, Verschwörungen und eine gute Portion Paranoia und verstörende Momente«, erklärt Dan Vondrack, Creative Director bei Raven.

»Die Story ist zwar fiktiv, aber wir bedienen uns bei US-Geheimdienstdokumenten aus dieser Zeit, die erst in den vier bis fünf Jahren freigegeben wurden. Wir waren schockiert über einige Dinge, die wirklich passiert sind - und ich bin sicher, den Spielern wird es genauso gehen«, fügt Story-Autor Murray Kraft hinzu.

Wer entwickelt CoD Cold War?
Eigentlich wäre Sledgehammer (CoD WW2) dieses Jahr an der Reihe gewesen, aber Treyarch kehrt vorzeitig mit der Black-Ops-Reihe zurück - nur zwei Jahre nach Black Ops 4! Wie war es möglich, so schnell einen neuen Teil zu entwickeln? Teil der Antwort ist Raven Software, die man für die Soldier-of-Fortune-Reihe, Quake 4, Wolfenstein 2009 oder Jedi Academy kennt. Das Team war auch an fast allen CoD-Teilen seit 2010 beteiligt . Black Ops: Cold War entsteht als Gemeinschaftsprojekt mit dem Raven-Team, das vor allem Setting, Storytelling und Artdesign verantwortet.

Entsprechend finden wir uns im Verlauf der Story nicht nur hinter feindlichen Linien mit dem Finger am Abzug wieder, sondern auch in zwielichtigen und verrauchten Hinterzimmern an einem Tisch mit US-Präsident Ronald Reagan, hochrangigen Generälen und CIA-Agenten. Wir planen streng illegale Operationen und organisieren die Jagd auf einen russischen Spion mit dem Codenamen Perseus, der im Teaser-Clip bereits namentlich erwähnt wurde. An der Seite des Spielers kehren mit Woods, Mason und Hudson dabei auch einige bekannte Gesichter zurück.

Stimmung: Wie fühlt sich CoD Cold War an?

Wie wichtig den Machern das 80er-Jahre-Feeling ist, merkt man direkt am Soundtrack: Mit den unverwechselbaren Synthesizer-Klängen eines Blue Monday (New Order) oder dem Rock-Sound von Hit Me With Your Best Shot (Pat Benatar) untermalt, wirken die gezeigten Szenen sofort wie aus einer anderen Zeit.

Verkleidet als Offizier infiltrieren wir ein ruassisches Militärgebäude. Verkleidet als Offizier infiltrieren wir ein ruassisches Militärgebäude.

Aber auch bei den Klamotten und der Ausrüstung der Figuren legt das Team großen Wert auf Authentizität: »Von der kultigen Mode über die Fahrzeuge bis hin zur militärischen Ausrüstung dieser Zeit versuchen wir, den späten 70er- und frühen 80er-Jahren bis ins Detail treu zu sein«, erklärt Lead Artist Ryan Butts von Raven Software.

Im Zusammenspiel mit der passenden Beleuchtung (pinkes Neonlicht darf natürlich nicht fehlen) und der Musik, kommt unweigerlich ein 80s-Agententhriller-Flair auf, das an Atomic Blonde und Co. erinnert. Die Entwickler machen aus dem Vergleich übrigens keinen Hehl und fügen im Gespräch gleich noch Filme wie Die drei Tage des Condor oder Serien wie Tschernobyl und Deutschland 83 als Inspirationsquellen hinzu.

Verfolgungsjagden gehören auch in Cold War mit zum Standard-Programm. Bei der Action gibt sich CoD gewohnt linear und oldschool. Verfolgungsjagden gehören auch in Cold War mit zum Standard-Programm. Bei der Action gibt sich CoD gewohnt linear und oldschool.

Auffällig zurückhaltend geben sich die Entwickler übrigens in Sachen Ernsthaftigkeit und Realismus. Hatte man sich für Modern Warfare noch den »Ernst des Krieges« auf die Marketing-Fahnen geschrieben und offensiv mit Kriegsgräuel und kontroversen Szenen geworben (die sich später lediglich als geschmacklose Effekthascherei herausstellten), präsentiert man Cold War etwas ehrlicher und geerdeter.

»Es ist ein Unterhaltungsprodukt mit einer fiktionalen Geschichte. Natürlich sind uns die historischen Hintergründe wichtig«, erklärt Dan Vondrak. »Wir bedienen uns bei Verschwörungstheorien und wahren Ereignissen gleichermaßen - es ist eine Mischung.«

Rollenspiel: Was macht CoD Cold War anders?

Aber genug über Setting und Stimmung - wie spielt sich Black Ops: Cold War denn nun? Um ein Gefühl für das Gameplay zu bekommen, zeigen uns die Entwickler Ausschnitte aus einer Handvoll Missionen und erklären die Neuerungen. Besonders heraus sticht dabei ein Hauch Rollenspiel, der neuerdings durch Call of Duty weht.

Der Eiserne Vorhang spielt im Kalten Krieg eine zentrale Rolle. Die Berliner Mauer ist deshalb als Schauplatz natürlich ein Muss. Der Eiserne Vorhang spielt im Kalten Krieg eine zentrale Rolle. Die Berliner Mauer ist deshalb als Schauplatz natürlich ein Muss.

Das beginnt damit, dass wir erstmals in der Serie keine vorgefertigte Figur spielen, sondern uns per Charakter-Editor zwischen Frau, Mann oder "Geschlecht unbekannt" sowie Hautfarbe, Herkunft und ein paar anderen Parametern entscheiden. Auf das Gameplay wirkt sich die Auswahl jedoch kaum aus: Je nach psychologischem Profil bekommen wir lediglich kleine Boni, etwa mehr Sprint-Ausdauer für den "Einzelgänger", mehr Schaden für den "Brutalo" oder schnelleres Zielen für den "Profi".

Selbst sprechen wird unser erstellter Charakter im Spiel allerdings nie, stattdessen sollen Spieler ihrem Charakter »durch Entscheidungen und Dialog-Optionen im Spiel eine Stimme verleihen«, wie Projektleiter Vondrak es ausdrückt. Konkret heißt das: Call of Duty 2020 hat Multiple-Choice-Dialoge, verschiedene Lösungswege in manchen Missionen und sogar Nebenquests.

Gameplay: Wie spielt sich CoD Cold War?

Die Entwickler zeigen uns eine Szene, in der wir einem Informanten unsanft auf die Pelle rücken und dabei die Wahl haben, ob wir ihn direkt mit dem Tod bedrohen oder lieber versprechen, ihn zu verschonen, wenn er mit uns redet. »Solche Momente gibt es nicht in jeder Mission, aber wir bauen optionale Missionsziele, verschiedene Pfade und Entscheidungen dort ein, wo es für die Stroy sinnvoll ist«, erklärt Dan Vondrack.

Dazu gehören zwei optionale Nebenquests, die man im Laufe der Kampagne durch Hinweise und Beweisstücke freischalten kann. All das soll sich auch auf den Ausgang der Hauptstory auswirken: Die Entwickler bestätigen, dass es in Black Ops: Cold War unterschiedliche Enden geben wird.

CoD Black Ops: Cold War - Erster Trailer verrät den Reveal-Termin 2:02 CoD Black Ops: Cold War - Erster Trailer verrät den Reveal-Termin

Aber wie sieht diese Freiheit im Spiel konkret aus? Die Entwickler zeigen uns eine Mission in Moskau, wo wir als Doppelagent im KGB-Hauptquartier auf der Suche nach Geheiminformationen sind. Wir können uns in dem mehrstöckigen Gebäude frei bewegen und entscheiden, ob wir lieber einen Gefangenen verhören, heimlich Schlüsselkarten stehlen oder hohe Offiziere erpressen, um ans Ziel zu kommen - es gibt keinen streng linearen Pfad, den wir nehmen müssen. Geballer ist hier erstmal Fehl am Platz, stattdessen wird vergiftet, verhandelt oder bestochen. Das erinnert an die Mission im deutschen Hauptquartier von CoD: WW2.

CIA-Agent Adler (rechts im Bild) kennt keine moralischen Grenzen bei der Erfüllung seiner Mission. Die Entwickler nennen ihn "das Monster Amerikas". CIA-Agent Adler (rechts im Bild) kennt keine moralischen Grenzen bei der Erfüllung seiner Mission. Die Entwickler nennen ihn "das Monster Amerikas".

Natürlich wäre es aber kein Call of Duty, wenn nicht am Ende doch wieder das MG ausgepackt und die KGB-Einrichtung zu Kleinholz verarbeitet würde! Ein anderer Auftrag führt uns zusammen mit Frank Woods auf ein Trainingsgelände der russischen Spetsnaz-Sondereinheit in der Ukraine. Doch was als Stealth-Einsatz beginnt, endet auch hier in einer wilden Action-Sequenz, wobei wir im Alleingang dutzende Soldaten und Panzerfahrzeuge zerlegen und alle paar Sekunden irgendetwas explodiert.

CoD bleibt auch 2020 im Kern ganz glasklar CoD: Trotz aller Agenten- und Rollenspiel-Allüren, steht Blockbuster-Action weiter als Hauptgericht auf dem Speiseplan. Hier könnte sich das Spiel selbst im Weg stehen, denn so richtig scheinen die Baller-Sequenzen nicht in das Szenario zu passen, das so sehr von Diskretion und Geheimniskrämerei lebt.

Der Vietnamkrieg ist in Form von Flashback-Missionen ebenfalls Schauplatz von Cold War. Der Vietnamkrieg ist in Form von Flashback-Missionen ebenfalls Schauplatz von Cold War.

Warum erst ein KGB-Büro infiltrieren, wenn wir danach eh alles und jeden darin durchlöchern? Warum einen Charakter basteln, wenn sich meine Wahl später nicht im Spiel auswirkt? Ja, der Rollenspiel-Ansatz hat Potenzial - aber ob CoD das auch ausschöpfen kann, muss es erst noch beweisen. Immerhin: Die Waffen klingen ähnlich satt und wuchtig wie in Modern Warfare und die Shootouts machen schon beim Zusehen richtig Laune.

Fazit: Ist Cold War ein echtes Black Ops?

Und was ist mit dem geleakten Vietnam-Setting? Black Ops: Cold War spielt zwar komplett in den 80ern, führt uns aber in Flashback-Missionen zum Beispiel nach Laos, wo wir als US-Soldat mit einer M16 im Anschlag durch geflutete Reisfelder robben und traumatische Kriegserfahrungen unseres Teams nacherleben.

Woods ist wieder mit von der Partie. Wir spielen ihn allerdings nicht selbst, sondern begleiten ihn auf verschiedenen Einsätzen. Woods ist wieder mit von der Partie. Wir spielen ihn allerdings nicht selbst, sondern begleiten ihn auf verschiedenen Einsätzen.

Neben einer neuen (und sehr brutalen) Exekutions-Animation im Nahkampf, zeigen uns die Entwickler hier auch den paranormalen Anteil des neues Call of Duty: Wie schon im ersten Black Ops, werden in den Paranoia- und Erinnerungs-Sequenzen physikalische Gesetze außer Kraft gesetzt. Dann steht zum Beispiel die Zeit still, der Level verformt sich vor unseren Augen oder Objekte aus den 80ern tauchen auf einmal in Vietnam auf.

Sequel oder Reboot?
Cold War wird von den Entwicklern nicht als Neustart bezeichnet, sondern setzt nach den Ereignissen des ersten Teils an. Aber wenn Cold War ein Sequel zu Black Ops 1 ist, was ist dann mit den anderen Fortsetzungen? Immerhin gibt es schon ein Black Ops 2 und Black Ops 3. Grundsätzlich soll Cold War die recht große zeitliche Lücke vor Black Ops 2 (das im Jahre 2025 spielt) füllen, erklärt Dan Bunting, der Vizechef bei Treyarch. Die Handlung der alten Nachfolger bleibt aber dennoch Kanon innerhalb der Subserie. Die Entwickler betonen, dass man das erste Black Ops nicht gespielt haben muss, um Cold War zu verstehen. Veteranen werden aber viele Figuren wiedererkennen und Anspielungen auf das Original finden.

»Es wäre einfach kein Black Ops ohne zumindest eine Mission, in der es um Gehirnwäsche oder Realitätsverlust geht«, so Dan Vondrak. Ähnlich wie im KGB-Abschnitt haben wir hier außerdem die Wahl, wie wir spielen, indem wir zwischen verschiedenen Erinnerungen wählen: Schnappen wir uns den Granatwerfer und gehen in die Offensive oder bleiben wir als Scharfschütze im Hintergrund?

Viel Macht, wenig Kontrolle: CIA-Agent Adler bekommt vom US-Präsident freie Hand. Doch das geht nicht lange gut. Viel Macht, wenig Kontrolle: CIA-Agent Adler bekommt vom US-Präsident freie Hand. Doch das geht nicht lange gut.

Diese Entscheidungsfreiheit geht nie so weit wie zum Beispiel in Open-World-Spielen. Black Ops: Cold War ist und bleibt ein Ego-Shooter, der aber durch seine ruhigen und non-linearen Abschnitte mehr Abwechslung verspricht, als wir von der Serie bisher gewohnt waren. Ob sich all diese tollen Ideen am Ende gut ins Spiel einfügen, oder eher aufgesetzt wirken, wird sich aber erst beurteilen lassen, wenn wir das neue Call of Duty selbst testen konnten.

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