CoD Cold War: Ein Bug entfernt das größte Problem der Cartel-Map

Ein Glitch lässt die Büsche auf der Multiplayer-Map Cartel von Call of Duty Black Ops: Cold War verschwinden. In der Community ist die Begeisterung groß.

von Stephanie Schlottag,
25.11.2020 11:40 Uhr

Call of Duty Black Ops: Cold War kämpft gerade mit vielen nervigen Bugs. Doch ein Glitch sorgt für helle Begeisterung unter den Spielern: Er zückt die virtuellen Heckenschere und räumt auf der Multiplayer-Karte Cartel auf. Das dichte Gestrüpp vor dem Hangar verschwindet und zum Vorschein kommt eine erstaunlich coole Map.

Warum der radikale Kahlschlag so gut ankommt und was das für kommende Maps in Cold War bedeutet, erklären wir im Folgenden.

So sieht die Map mit dem Bug aus

Normalerweise ist ein Teil der Cartel-Map von Gestrüpp und hohem Gras überwuchert, wie zum Beispiel in diesem Clip zu sehen ist:

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Mit dem Glitch wird das anders. Bei Reddit teilte der User CapAustria zwei Screenshots, die zeigen, wie Cartel ohne Gestrüpp aussieht:

Obwohl man vermuten könnte, dass der Bug für viel zu wenig Deckung sorgt, zeigt sich: Auch ohne die hohen Pflanzen gibt es genug Verstecke. Scharfschützen haben trotzdem kein freies Schussfeld, Cartel wird dadurch also nicht zum Camper-Paradies. Im Gegenteil, dank des Bugs kann sich niemand mehr in den Büschen auf die Lauer legen, wo er quasi unsichtbar wird.

Was steckt hinter dem Fehler? Vermutlich wurden die Texturen einfach nicht korrekt geladen, laut dem Kommentaren trat der Bug auch schon bei einigen anderen Spielern auf. Allerdings hält der Glitch nur für ein Match an, danach tauchen die Büsche wieder auf. Und das finden viele schade.

Wieso kommt der Bug so gut an?

Die Cartel-Map sorgt bereits seit der Beta für Diskussionen, weil das dichte Gestrüpp vor der Halle oft Frust auslöst. Es bietet keinen Schutz, tarnt Spieler aber sehr effektiv. Was grundsätzlich nach einem interessanten Feature klingt, empfinden viele als unfair: Die Übersicht geht im bewachsenen Bereich völlig verloren, das einzige Gegenmittel sind Granaten oder Scorestreaks wie Napalm-Bomben.

Die Grundidee hinter dem Gestrüpp finden die meisten Spieler gut, aber viele wünschen sich, dass der Bereich verkleinert oder weniger dicht bepflanzt wird. Das würde das taktische Element nicht zerstören, könnte aber für besseres Balancing sorgen.

Was heißt das für zukünftige Maps? Cold War eignet sich wegen seinen verwinkelten Karten nicht gut fürs Camping, was viele loben. Aber dabei scheinen die Entwickler manchmal übers Ziel hinauszuschießen: Die schlechte Gegner-Sichtbarkeit ist einer der größten Kritikpunkte von Cold-War-Spielern, ebenso das Layout einiger Maps. Treyarch sollte sich bei neuen Maps an diesem Feedback orientieren und für mehr Übersicht sorgen - natürlich in einem sinnvollen Rahmen, damit die Karten nicht zur Spielwiese für Camper werden.

Einige Spieler wünschen sich sogar, dass Cold War sich etwas von Far Cry abschaut: Sie hätten gerne die Möglichkeit, das Gestrüpp mit Molotows abzufackeln.

Redakteur Peter ist der Meinung, dass die eigentliche Stärke von Cold War der Singleplayer ist - der aber viel Potenzial verschenkt. Er wünscht sich die Kampagne als eigenes Spiel:

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