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"Kein Film kann mit Death Stranding mithalten": Ghost in the Shell-Regisseur Mamoru Oshii lobt Hideo Kojima

Der Regisseur eines der vielleicht einflussreichsten Animes überhaupt hat über Hideo Kojima nur große Worte zu verlieren. Laut Mamoru Oshii kann kein Film mit Death Stranding konkurrieren.

von Valentin Aschenbrenner,
19.11.2019 16:03 Uhr

Death Stranding ist auch irgendwo ein Spiel für Film-Fans: Neben Norman Reedus, Mads Mikkelsen, Leya Seydoux, Guillermo del Toro und Nicolas Winding-Refn tritt zum Beispiel auch Margaret Qualley aus Quentin Tarantinos Once Upon A Time In Hollywood auf. Death Stranding ist auch irgendwo ein Spiel für Film-Fans: Neben Norman Reedus, Mads Mikkelsen, Leya Seydoux, Guillermo del Toro und Nicolas Winding-Refn tritt zum Beispiel auch Margaret Qualley aus Quentin Tarantinos Once Upon A Time In Hollywood auf.

Hideo Kojima sollte jedem Videospieler ein Begriff sein: Der Metal-Gear-Schöpfer und Mitbegründer des Stealth-Genres hat sich mit seinen Spielen über die Jahre hinweg in die Herzen unzähliger Gaming-Fans entwickelt.

Dabei hatte Kojima schon immer einen Hang zum Cineastischen und vor allem die Zwischensequenzen seiner Spiele besonders kinoreif inszeniert. Das merkt man deutlich, wenn eine halbstündige Cutscene aus der Metal-Gear-Reihe über den eigenen Bildschirm flimmert.

Death Stranding kommt mit Hollywood-Talenten & begeistert Filmemacher

Mit Death Stranding trieb die Entwickler-Legende dieses Prinzip bis dato auf die Spitze: Für sein aktuellstes Spiel rekrutierte er mit Norman Reedus (The Walking Dead), Mads Mikkelsen (James Bond 007 - Casino Royale), Guillermo del Toro (Shape of Water) oder Margaret Qualley (Once Upon A Time In Hollywood) bekannte und renommierte Schauspieler aus Film und Fernsehen.

Entsprechend sollte es niemanden verwundern, dass Hideo Kojima erst kürzlich bekannt gab, in Zukunft auch Filme und nicht nur Videospiele machen zu wollen. Durch seine engen Kontakte zu Schauspielern, Regisseuren und Produzenten wird er wohl auch in dieser Branche mit offenen Armen empfangen.

So hat Mamoru Oshii, Regisseur des Ghost-in-the-Shell-Anime aus dem Jahr 1995, im Interview mit IGN auch nur lobende Worte über Hideo Kojima zu verlieren. Seiner Meinung nach »könnte kein Film mit Death Stranding mithalten«:

"Ich denke, es liegt in der Natur seiner Spiele, uns so viel über sein eigenes Weltbild zu erzählen. Das ist etwas, was ein Film alleine nicht bewerkstelligen könnte. Alles[, was er uns zeigt,] benötigt ein emotionales Gewicht und es geht nicht nur darum, wie etwas aussieht. Das ganze Gewicht seiner Welt, kann nicht nur Teilen oder bruchstückhaft offenbart werden.

[Death Stranding] enthüllt diese Dinge durch seine immense Immersion, sodass sich die Atmosphäre dieser überwältigenden Welt wie echt anfühlt, was nur mit dem Medium Videospiel funktionieren kann. […] Natürlich steckt auch eine Menge dahinter und ich dachte mir von Anfang an, dass [Death Stranding] brillant und etwas Unglaubliches werden würde. Wenn ich jetzt [Death Stranding] sehe, denke ich, dass dem kein Film gerecht werden könnte."

Dass Death Stranding Kritiker wie Spieler begeistert, spiegelt sich in den zahlreichen positiven Reviews der Presse und Usern wieder. Dennoch sind Hideo Kojima und dessen Spiele natürlich nicht frei von Kritik. Christian Schiffer erklärt zum Beispiel in seinem GameStar-Plus-Report, warum er Death Stranding für ein seltsames Spiel hält und es Zeit wird, Hideo Kojima etwas nüchterner zu betrachten: Für ihn ist die Entwickler-Legende nicht der Jesus der Videospiel-Branche.

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Death Stranding ist seit dem 8. November 2019 für Playstation 4 erhältlich. Im Sommer 2020 wird das erste Spiel des neuen Entwicklerstudios Kojima Productions auch für PC erscheinen.


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