Deathloop hat keinen Koop - So spielt ihr trotzdem zusammen und habt mehr Spaß

Der Shooter Deathloop verfügt neben seinem innovativen PvP nicht über einen Koop-Modus. Ihr könnt aber trotzdem gemeinsam spielen und euch so vieles leichter machen.

von Elena Schulz,
22.09.2021 11:54 Uhr

So habt ihr mehr Spaß mit Julianna und Colt im Multiplayer von Deathloop. So habt ihr mehr Spaß mit Julianna und Colt im Multiplayer von Deathloop.

Türcodes, Laserstrahlen, Geschütze, leere Batterien, Kameras oder haufenweise Gegner: Deathloop ist ein Hindernisparkour gespickt mit Fallen, die neugierige Spieler davon abhalten sollen, genau das zu machen, was den Shooter von Arkane eigentlich auszeichnet - das Erkunden und Aufdecken seiner Geheimnisse.

Hilfe braucht unser Held Colt da nicht zu erwarten. Nicht nur, dass sämtliche Bewohner von Blackreef uns feindlich gesinnt sind. Auch andere Spieler können als Attentäterin Julianna in unsere Level eindringen und aktiv Jagd auf uns machen.

Das müssen sie aber nicht. Denn Deathloop schreibt seine enorme Freiheit auch beim Multiplayer groß: Wer will, darf sich in den PvP-Runden verbünden und gemeinsam Herausforderungen meistern. Wir erklären, wie das funktioniert und was für Fallstricke ihr dabei beachten müsst.

Wie funktioniert der Multiplayer?

Ein Euro in die Dark-Souls-Vergleichskasse, aber der Multiplayer von Deathloop funktioniert wie in Dark Souls! Zumindest wie das Invaden im PvP. Als Julianna dringt ihr nämlich in die Zeitschleife anderer Colts ein und wollt ihnen die Tour vermasseln. Das geht, sobald ihr den Tutorial-Loop nach zwei bis drei Stunden beendet habt.

Wählt ihr Julianna dann im Startmenü aus, könnt ihr nach einer kurzen Einführungssequenz anderen Spielern das Leben schwer machen, wenn sie »online« oder »für Freunde« eingestellt haben. Ihr dürft einen Spieler aber nur einmal pro Zeitschleife besuchen und auch nur in Leveln mit Visionären, also den hochrangigen Zielen im Assassinen-Shooter. Wir haben für euch noch mehr zu Julianna gesammelt und weitere nützliche Infos, die wir gerne vorher gewusst hätten:

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Wie spiele ich im Koop?

Um Deathloop im Koop zu spielen, müsst ihr ein bisschen tricksen, weil natürlich keine Einstellung dafür existiert. Tretet einem Freund oder einer Freundin als Julianna bei, der oder die das Spiel nur für Freunde geöffnet hat, oder aktiviert selbst den Online-Modus im Menü und wählt eine Mission aus - am besten eine, bei der ihr gerne Hilfe hättet. Vergesst dabei nicht, dass Julianna nur unter den oben ausgeführten Bedingungen beitreten kann.

Was muss ich dabei beachten?

Julianna muss Colt nicht angreifen. Verzichtet ihr darauf, könnt ihr gemeinsam die Level erkunden. Gerade als die gegnerische Attentäterin habt ihr auch ein paar Vorteile. Sie bringt ein eigenes Arsenal an Waffen und Fähigkeiten mit, das das von Colt geschickt ergänzen kann - nimmt er zum Beispiel Nexus mit, das Gegner verkettet, und seinen Teleport, kann seine Partnerin Feinde noch per Karnesie herumschleudern.

Außerdem attackiert niemand Julianna, solange sie sich nicht aggressiv verhält. In ihrer Rolle ist das Auskundschaften und Gegner ausschalten also kinderleicht. Allerdings gibt es auch ein paar Haken, an die man sich erst gewöhnen muss:

  • Friendly Fire: Weil der Multiplayer als PvP gedacht ist, können Julianna und Colt sich gegenseitig verletzen. Vermeidet also, Fähigkeiten und Waffen gegeneinander anzuwenden.
  • Nur ein Leben: Im Gegensatz zu Colt kann die Angreiferin sich nicht wiederbeleben. Wird sie erledigt, war es das für den Level und sogar für den ganzen Loop. Geht also mit Bedacht vor!
  • Ein Besuch pro Zeitschleife: Euch können theoretisch mehrere Spieler als Julianna in einem Loop heimsuchen. Ein bestimmter Kontrahent darf aber nur einmal beitreten. Ihr könnt also maximal eine Mission pro Loop zusammenspielen.
  • Julianna geht leer aus: Als Gegenspielerin schaltet ihr nur neue Waffen und Fähigkeiten frei, wenn ihr Colt erfolgreich jagt. Wollt ihr die Mission gemeinsam abschließen, muss Colt überleben und Julianna auf ihren Erfolg verzichten.

Wie ihr das Spiel aus Juliannas Augen seht, zeigt unser Testvideo ab Minute 11:28:

Deathloop-Testvideo - Der beste Singleplayer-Shooter des Jahres! 14:17 Deathloop-Testvideo - Der beste Singleplayer-Shooter des Jahres!

Was den ungewollten Koop so cool macht

Also warum sollte man sich überhaupt die Mühe machen und Deathloop zusammen spielen? Die kurze Antwort: Weil es Koop-Stärken mit dem Nervenkitzel des PvP vereint. Das ist etwas, das man sonst selten erlebt. Wir treffen uns zum Beispiel in der Karlsbucht. Colt schleicht, während Julianna die Lage sondiert und Feinde ausschaltet, die Colt zu nahe kommen. Die Gegner wissen gar nicht, wie ihnen geschieht, steht die Attentäterin doch eigentlich auf ihrer Seite.

Im Lagerhallenversteck von Visionärin Harriet angekommen, teleportiert sich Colt durch die Laserschranke, um das Ziel dahinter zu erledigen. Er dreht Julianna den Rücken zu, den sie plötzlich mit Kugeln spickt. Colt stirbt und merkt, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Denn der Koop kann sich jederzeit wieder in ein tödliches Katz-Und-Maus-Spiel verwandeln; wer zu vertrauensseelig ist, verliert im falschen Moment alles.

Julianna erweitert mit jedem Sieg ihr Arsenal, um Colt noch besser jagen und töten zu können - oder aber, um ihm noch effektiver zu helfen, wenn ihr das wollt. Julianna erweitert mit jedem Sieg ihr Arsenal, um Colt noch besser jagen und töten zu können - oder aber, um ihm noch effektiver zu helfen, wenn ihr das wollt.

Ein anderes Mal nutzt Julianna zum Beispiel ihre Verwandlungsfähigkeit und nimmt das Gesicht eines normalen Eternalisten an, während dieser ihr Gesicht trägt. Colt läuft nichtsahnend auf die falsche Julianna zu und findet sich dann plötzlich zwischen ihr und der echten Attentäterin in Verkleidung wieder, die ihn beide aufs Korn nehmen.

Damit erzeugt der Koop eine ähnliche Dynamik wie Among Us und Co: Ihr könnt euren Freunden helfen, sie aber auch hinters Licht führen und ein Mind Game aus dem Multiplayer machen, in dem man sich nie wirklich sicher fühlen kann. Wie das richtig geht, verrät euch ein Psychologe in unserem Report:

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Gehen Julianna und Colt sich in Deathloop sofort an die Gurgel, ist das PvP-Match schnell rum und damit ein wenig ernüchternd. Kaum jemand will sich alle paar Minuten ein neues Spiel suchen, um ein bisschen PvP zu zocken. Erkundet ihr gemeinsam, schaltet Gegner aus und lernt die Level kennen, um euch gegenseitig zum Sieg zu verhelfen oder dem anderen doch noch in letzter Sekunde eine Falle zu stellen, holt ihr viel mehr aus dem Multiplayer raus. Was Deathloop abseits davon bei Gameplay, Story und mehr zu bieten hat, lest ihr im Test.

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