Platz 12: Assassin's Creed Mirage
Release: Oktober 2023 | Plattform: PC, PS5, PS4, Xbox Series X|S, Xbox One | Wertung: 80
Alexander Bernhardt: Mirage will durch und durch das »alte« Assassin’s Creed wieder aufleben lassen. Weg mit den Rollenspiel-Elementen, den vielen Kämpfen, sowie den gigantisch großen Open Worlds. Stattdessen liegt der Fokus auf einer ernsten Assassinen-Geschichte, Schleichen als Gameplay-Fokus und einer überschaubaren, aber dennoch wundervollen Stadt als Setting.
Der Schritt zurück zu den Ursprüngen funktioniert, aber vielleicht auch ein bisschen zu gut. Es gibt zwar keine nervigen Sammelaufgaben mehr, aber der Inhalt ist in Mirage doch etwas arg kurz geraten - ursprünglich war der Titel auch »nur« als DLC für Valhalla gedacht.
Das macht sich auch bei der Technik bemerkbar, die sich besonders in den Kletter-Passagen als recht unpräzise herausstellt - bei den Weiten von Großbritannien ist das in Valhalla auch nicht so wichtig gewesen, in den Gassen von Baghdad jedoch umso mehr.
Dafür bieten die Stealth-Einlagen genau das Assassinen-Gefühl, das in den vergangenen Ablegern immer mehr in den Hintergrund gerückt ist. Baghdad ist als Schauplatz unverbraucht und bietet wunderschöne Orte. Letztlich bietet Mirage dennoch einfach nicht genug Neues, um neben all den Vorgängern herauszustechen, ist aber trotzdem ein richtig gutes Assassin's Creed.
Platz 11: Assassin's Creed 3
Release: Oktober 2012 | Plattform: PC, PS4, PS3, Xbox 360, Xbox One, Switch | Wertung: 89
Dimitry Halley: Eine Schande, dass Assassin's Creed 3 so weit nach unten rutscht. Meine Meinung: Connors Geschichte ist in vielen Punkten das mutigste Assassin's Creed von allen.
Das Spiel verzichtet auf Schwarz-Weiß-Zeichnungen, am Ende der Story fühlt ihr euch trotz mächtiger Assassinen-Fähigkeiten völlig machtlos - und dass ihr die ersten Spielstunden gar nicht als Connor, sondern als dessen Templer-Vater spielt, halte ich bis heute für eine kontroverse, aber wunderbar frische Entscheidung. Außerdem werde ich nicht müde, das amerikanische Grenzland erkunden. Was für ein unverbrauchtes Szenario, was für eine raue Wildnis! Nachdem Ezio in 50 Jahren Lebenszeit nie hinbekommen hat, einen Baum zu erklimmen, bringt Teil 3 hier genau die richtige Neuerung.
Doch all diese Punkte führen eben auch dazu, dass die Fans (und viele in der Redaktion) das Spiel eher ablehnen. Die Wirren des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs bleiben viel zu ... naja ... verwirrend. Ihr wisst nicht, wer Paul Revere ist? Oder Benedict Arnold? Oder Edward Braddock? Tja, dann schaut lieber die Serie Turn: Washington's Spies, bevor ihr loslegt.
Connors Geschichte wirkt belanglos und ungreifbar, und Holzhütten im historischen Boston spielen halt in einer anderen Liga als der Palast von Venedig. Assassin's Creed 3 hatte brillante Ideen, aber keine brillante Ausführung. Das gilt übrigens auch für das kontroverse Remaster.
4:11
Assassin's Creed 3 - Original und Remaster im Grafikvergleich
Platz 10: Assassin's Creed Rogue
Release: März 2015 (PC) | Plattform: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Switch | Wertung: 83
Elena Schulz: Wäre das meine ganz persönliche Liste, hätte ich Assassin's Creed Rogue deutlich weiter oben angesiedelt. Für mich ist der Ableger in vielerlei Hinsicht noch mutiger als Assassin's Creed 3 - zumindest, was seine Geschichte und Prämisse angeht. Immerhin steuern wir mit Shay Patrick Cormac einen Assassinen, der dauerhaft zu den Templern wechselt.
Daraus ergeben sich spannende Spielmechaniken wie beispielsweise Kapuzenträger, die uns heimlich auflauern und wir beginnen genau wie Shay zu hinterfragen, ob die Assassinen wirklich immer nur die Guten sind. Allerdings sehe ich auch ein, dass Rogue erzählerisch letztlich zu wenig aus diesem großen Konflikt-Potenzial macht und Shay als Figur recht blass bleibt.
Außerdem spielt sich Rogue im Prinzip wie Assassin's Creed 4: Black Flag, das mit Assassin's Creed 3 gekreuzt wurde: Amerika trifft hier auf Schiffskämpfe in einem frostigerem Ambiente. Als Fan von Schneelandschaften in Spielen finde ich das cool (haha!), allerdings erfindet das eben das Rad nicht neu.
Platz 9: Assassin's Creed Unity
Release: November 2014 | Plattform: PC, PS4, Xbox One | Wertung: 76
Dimitry Halley: Assassin's Creed Unity löste so einen Shitstorm aus, dass Ubisoft den Story-DLC als Wiedergutmachung verschenken musste. Als erstes Next-Gen-AC der PS4-Ära ruckelte und zuckelte die technische Umsetzung zum Release ganz gehörig. Und allmählich bemängelten die Leute die Ubisoft-Formel: Die Französische Revolution verlor man nämlich schnell aus dem Blick, weil Spieler unsinnig viele Truhen, Collectibles, Briefe und belanglose Mini-Aufträge abklappern mussten.
Doch Assassin's Creed Unity ist auch eine tragische, herzerwärmende Liebesgeschichte. Und technisch noch immer beeindruckend: Derart weiche Parkour-Animationen und Lichtstimmungen hat Ubisoft seitdem nicht mehr hinbekommen. Und wie sagenhaft gut diese Open World selbst 2020 aussieht!
Unity wollte das Assassin's Creed 2 der PS4-Ära werden. In seinen besten Momenten schafft es das sogar, allerdings blieb es vielen Fans eben auch viel zu nahe an der Formel, die dem Vorbild schon Jahre zuvor zum Durchbruch verhalf.

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