Platz 4: Assassin’s Creed Shadows
Release: März 2025 | Plattform: PC, PS5, Xbox Series X/S | Wertung: 87
Jesko Buchs: Mit Assassin’s Creed Shadows erfüllt Ubisoft Fans der Meuchelmörder-Reihe einen langgehegten Traum. Der 14. Teil der Hauptreihe entführt uns erstmals ins feudale Japan - ein Setting, das sich die Community seit vielen Jahren gewünscht hat.
Inmitten der turbulenten Sengoku-Ära zückt ihr hier als Yasuke und Naoe das Katana, beziehungsweise die Versteckte Klinge. Japan ist damals in einem blutigen Bürgerkrieg versunken, in dem mächtige Fürsten um die Herrschaft über das zersplitterte Reich ringen.
Erstmals seit Syndicate gibt es in Shadows wieder zwei Hauptfiguren, zwischen denen ihr frei wechseln könnt. Während Shinobi Naoe eher heimlich agiert, Wurfmesser schleudert und mit ihrem Kletterhaken über Tempeldächer huscht, sucht der hünenhafte Samurai die direkte Konfrontation. Dank Katana und dicker Rüstung hält Yasuke deutlich mehr aus, ist allerdings weitaus weniger wendig.
Die duale Gameplay-Struktur, gepaart mit einer wunderschön-weitläufigen Open World und den Rollenspielelementen modernerer Assassin's Creeds, macht die Erkundung des historischen Japans so abwechslungsreich wie selten zuvor. Einziger Wermutstropfen ist das schwerfällige Parkour-System, das immer noch weit hinter den einstigen Höhepunkten der Reihe zurückbleibt.
29:10
Assassin's Creed Shadows bringt die Open World-Reihe endlich wieder auf Kurs
Platz 3: Assassin's Creed: Origins
Release: Oktober 2017 | Plattform: PC, PS4, Xbox One | Wertung: 88
Dimitry Halley: Assassin's Creed: Origins hat die Marke gerettet. Bayeks Abenteuer Ägypten demonstriert also nicht bloß die Geburtsstunde des Assassinen-Ordens, sondern markiert auch als Spiel die Wiedergeburt von Assassin's Creed. Nachdem sich die Serie mit seiner Ubisoft-Formel in eine Sackgasse manövriert hatte, wies Origins 2017 in eine neue Richtung, die bis heute andauert: Assassin's Creed wird zum Rollenspiel.
Und das beginnt schon bei der Story: Bayeks grausamer Rachetrip durch Ägypten, sein innerer Schmerz über den Verlust seines Sohnes, Ayas und seine Liebe - Ubisoft trifft hier sehr starke Töne, die mich intensiver in seine Rolle ziehen, als es die meisten Assassinen hinbekommen. Falls ihr mir das nicht glaubt, aber keine Spoiler fürchtet, gebt euch dieses Video:
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Gut, epische Trailermusik lässt auch einen Kochkurs wirken wie die Schlacht um Helms Klamm, aber ihr wisst, was ich meine. Origins verbessert auch die Kämpfe drastisch, fügt aktives Ausweichen, aktives Treffen von Schwachstellen hinzu, wo vorher ein simpler Konter ausreichte. Die Nebenmissionen erzählen deutlich bessere Geschichten. Außerdem wartet an den (immer noch) Myriaden von Hotspots der Karte zumindest ein bisschen mehr Abwechslung, weil jeder Schauplatz eine eigene kleine Story erzählt.
Origins ist nicht das Ende der Ubisoft-Formel, aber es transformiert sie in eine frische, neue Spielart. Es gibt den Leuten das bisher beeindruckendste Ägypten-Abenteuer an die Hand, das je entwickelt wurde. Und weil es die Serie gerettet hat, verdient es in meinen Augen so eine hohe Platzierung.
Mehr zu Open Worlds liefert zudem unsere umfangreiche Report-Reihe, die Design, Aufbau und Zweck offener Welten analysiert:
Platz 2: Assassin's Creed 4: Black Flag (Resynced)
Release: November 2013 / Juli 2026 | Plattform: PC, PS4, PS4, Xbox One, Xbox 360, Switch, Wii U / PC, PS 5, Xbox Series X/S | Wertung: 90 / 85
Jesko Buchs: Platz zwei ist genau genommen eine kleine Mogelpackung. Die Silbermedaille in unserem Ranking teilen sich nämlich Assassin's Creed 4: Black Flag und sein Remake Black Flag Resynced aus dem Jahr 2026. Beide haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile; unterm Strich sind damit aber auch beide gleich empfehlenswert. Schon das originale Black Flag war 2013 ein echtes Erlebnis. Das Spiel bricht mit der bis dato etablierten Assassinen-Formal und lässt uns als Piratenkapitän Edward Kenway die Karibik besegeln, Schiffe überfallen, Schätze entdecken, Inseln erkunden. Und ja, auch meucheln.
Mit den Assassinen hat Edward erstmal gar nichts zu tun; er ist nur auf das schnelle Geld aus und stolpert in den Konflikt zwischen Templern und dem antiken Meuchel-Orden eher zufällig hinein. Die langsame Wandlung vom egoistischen Freibeuter zum würdigen Träger der versteckten Klinge macht Edward zu einem nahbaren Charakter; die Geschichte von Black Flag ist dadurch bis heute eine der atmosphärischsten AC-Stroys. Und dann sind da ja auch noch die atemberaubenden Seeschlachten.
Dank traumhafter Strände, Seemanns-Shantys und donnernden Kanonen bot Black Flag schon damals die ultimative Piraten-Fantasie. Doch auch 13 Jahre später hat Edwards Abenteuer nichts von seinem Reiz eingebüßt. Der Gameplay-Mix aus Erkundung, Schiffskämpfen und abwechslungsreichen Assassinen-Missionen spielt sich immer noch genauso hervorragend wie am ersten Tag. Resynced versäumt es zwar, die allzu leichten Land-Kämpfe des Originals zu verbessern - durch die Möglichkeit, überall zu schleichen, strauchelt die Balance jetzt fast noch mehr.
Dafür punktet das Remake jedoch mit einer noch lebendigeren Welt, tollen neuen Missionen und Besatzungsmitgliedern sowie einer erneut unverschämt schönen Open World, die Lust auf einen Ausflug in die Karibik macht. Kurz um: Black Flag ist egal in welcher Version ein fast perfektes Piratenabenteuer, das sich Platz zwei mehr als verdient hat.
21:55
Assassin's Creed Black Flag Resynced ist ein fast perfektes Remake
Platz 1: Assassin's Creed 2
Release: März 2010 (PC) | Plattform: PC, PS3, PS4, Xbox One, Xbox 360 | Wertung: 88
Elena Schulz: Assassin's Creed 2 ist neben GTA und Skyrim eines der wichtigsten Open-World-Spiele der letzten 20 Jahre. Sein Umgang mit großen Spielwelten wurde - im Guten wie im Schlechten - wegweisend für eine ganze Generation an Open-World-Spielen. Und das hat eben seine Gründe.
Denn Assassin's Creed 2 verkörpert einfach für die Redaktion genauso wie für viele Spieler da draußen den absoluten Höhepunkt der Reihe. Ezio gehört für mich zu den Videospielfiguren, mit denen ich eine echte Bindung aufbauen konnte.
Wie viele habe ich mit ihm gelitten, als eine Katastrophe seine Familie auseinanderreißt. Und wie er bin ich auch an meinen Aufgaben gewachsen und vom unbeholfenen Rowdy zum Assassinen geworden, der eine Templerverschwörung aufdecken und seine Opfer eiskalt jagen und aus dem Hinterhalt ermorden kann.
Aber auch spielerisch hat der zweite Teil im Florenz des 15. Jahrhunderts zugelegt und lässt mich als Ezio einer packenden Haupthandlung folgen, die von mir verlangt, dass ich schleiche, klettere, schwimme, Leute bestehle, flirte, kämpfe, töte und mehr - was für eine Vielfalt! Was man sich im ersten Assassin's Creed nur ausmalen konnte, wurde hier zu großen Teilen bereits Realität. Und für Ubisoft einer der größten Erfolge der Studiogeschichte.
PLUS
13:42
»Assassin's Creed 2 war der perfekte Nachfolger« - GameStar-Heft 04/2010 im Rückblick

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