Die Zukunft von WoW: Was Blizzard noch für und nach Shadowlands geplant hat

Wir haben uns mit dem Game Director Ion Hazzikostas über die Zukunft von WoW unterhalten. Dabei erzählte er, was noch in Shadowlands und darüber hinaus geplant ist.

von Marylin Marx, Dennis Zirkler,
25.02.2021 12:00 Uhr

Die Gnomin Chromie ist die Herrin über die Zeit - sie könnte uns garantiert noch mehr darüber verraten, was Blizzard plant. Die Gnomin Chromie ist die Herrin über die Zeit - sie könnte uns garantiert noch mehr darüber verraten, was Blizzard plant.

WoW Shadowlands ist in vollem Gange und kündigte erst kürzlich auf der Blizzcon 2021 sein erstes großes Inhalts-Update an. Patch 9.1 heißt Chain of Domination und bringt neben einem neuen Raid und Mega-Dungeon noch eine ganze Menge weiterer spannender Inhalte ins Spiel.

Letztes Update: 25. Februar 2021
Neu hinzugefügt: Infos aus den Interviews der Blizzcon 2021

Alle Infos zum neuen Update 9.1 lest ihr in unserer Preview:

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Doch wie geht es nach der Veröffentlichung von Shadowlands Patch 9.1 weiter? Game Director Ion Hazzikostas stand uns mittlerwiele zweimal in Interviews Rede und Antwort. Dabei sprachen wir mit ihm nicht nur über die neuen Inhalte sondern auch über die allgemeine Zukunft von World of Warcraft.

Das soll noch in Shadowlands passieren

Schnellere Aufhol-Systeme: Mit jedem neuen Inhalts-Patch wird World of Warcraft erweitert. Das macht es für neue Spieler erstmal schwerer, bis zum neuesten Update aufzuholen. Aus diesem Grund soll es auch in Shadowlands wieder so etwas wie eine »Überholspur für alte Inhalte« geben. Hazzikostas verriet bisher nur wenig dazu:

"Alle Weltquests und heroische Dungeons werden [mit Patch 9.1] Gegenstände mit höheren Gegenstandsstufen belohnt, sodass frischgebackene Stufe 60-Spieler direkt in die neueren Inhalte springen können. Wir müssen noch genau herausarbeiten, wie die Aufhol-Mechaniken für Ruhmstufen und legendäre Items aussehen werden, aber wir wissen, dass wir dort etwas tun müssen."

Als Beispiel nennt Hazzikostas hier das Aufhol-System, wie es in Battle for Azeroth war. Hier konnten Spieler ihr Herz von Azeroth später einfacher und schneller aufleveln, als es zu Beginn der Erweiterung der Fall war. Etwas ähnliches wird es vermutlich auch für die Ruhmstufen geben, mit denen sich die Pakte verbessern lassen. Aktuell gibt es 40 Ruhmstufen. Mit Patch 9.1 sollen 40 weitere hinzukommen.

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Besseres Loot-System: Aktuell klagen viele Spieler über zu wenig Loot im Spiel. Vor allem in mythisch-plus-Dungeons erfahren viele eine herbe Enttäuschung, wenn sie am Ende des Dungeons in der Loot-Kiste keine sinnvollen Gegenstände finden. Auf die Frage, ob WoW bald wieder mehr Loot bekommen soll, sagte der Game Director:

"Wir haben in Shadowlands unsere ganzen Loot-Systeme auf ihr Grundgerüst heruntergebrochen: Du tötest einen Boss, du bekommst Gegenstände von ihm - das war's. Es gibt keine zufälligen Upgrades und keine komplizierten Mechanismen. Wir wollen vorsichtig und traditionell auf dieses Grundgerüst aufbauen, damit Spieler das Gefühl haben, sie arbeiten auf Ziele hin ohne dem Zufall erlegen zu sein. Wir wollen aber auf jeden Fall nicht mehr zu der Zeit zurück, in der wir Spieler mit so viel Loot überhäuft haben, bis er jegliche Bedeutung verlor."

Den Anfang macht Patch 9.0.5, der die Tapferkeitspunkte wieder zurückbringt, die ihr vielleicht noch aus Cataclysm kennt. Mit diesen Punkten könnt ihr eure Ausrüstung selbstständig aufwerten. Zudem soll der Loot aus dem kommenden Raid, dem Sanktum der Herrschaft, laut Hazzikostas »attraktiver und einzigartiger« sein.

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Dungeons und Raids werden zu Beginn nicht einfacher: Auch in Zukunft werden Raids und Dungeons erstmal sehr anspruchsvoll sein und dann im Nachhinein auf Basis von Community-Feedback entsprechend angepasst werden. Als Grund nennt Hazzikostas, dass man den Top-Gilden ebenso eine Herausforderung bieten will, wie auch dem Rest der WoW Spieler.

Legion & BfA Soloraids erst am Ende von Shadowlands möglich: Gegenüber der chinesischen Website Gamersky sagte Hazzikostas, dass Spieler erst zum Ende der Erweiterung wirklich in der Lage sein werden, die Raids aus den vorherigen zwei Updates im Alleingang zu absolvieren.

Die Schattenlande verändern sich: Gegenüber Warcraft Radio deutete Hazzikostas an, dass Spieler eine »sichtbare Änderung in den Schattenlanden« erkennen werden, wenn sie den neuen Raid Sanktum der Herrschaft abgeschlossen haben.

Keine weiteren Charakter-Anpassungen: Shadowlands brachte zu Beginn der Erweiterung neue Charakter-Anpassungen mit ins Spiel. Weitere sind aber erstmal nicht geplant. Das bestätigte der Art Director Ely Cannon auf der Blizzcon 2021 im Zuge einer Live-Fragestunde. Gegenüber The Lost Codex bestätigte Lead Encounter Designer Morgan Day aber, dass weiterhin individuell anpassbare Schulterteile geplant sind.

Das komplette Fragestunden-Video der Blizzcon 2021 könnt ihr euch hier ansehen:

Link zum YouTube-Inhalt

So geht's nach Shadowlands weiter

Mehr Verbündete Völker: Mit Legion wurden die Verbündeten Völker eingeführt. Diese spielbaren Rassen, die in neun von zehn Fällen nur Varianten von bereits zuvor existierenden Völkern darstellen (etwa Dunkeleisenzwerge/Zwerge oder Hochbergtauren/Tauren), müssen durch das Abschließen von Achievements freigeschaltet werden.

Dass die in Shadowlands auftauchenden Pakte als Verbündete Völker eingeführt werden könnten, schloss der Game Director aus - schließlich handelt es sich hier um außerplanare Wesen, die mit dem Konflikt zwischen Allianz und Horde nichts zu tun haben.

Dennoch können sich Spieler Hoffnung machen, dass in Zukunft weitere Verbündete Völker folgen werden, denn das Team will sich »diese Option weiterhin offenhalten« und »in Erwägung ziehen, wo es Sinn macht«.

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Fraktions-Ungleichgewicht bleibt erstmal bestehen: Das Ungleichgewicht zwischen Horde und Allianz ist zwar ein Thema, was Blizzard auf dem Schirm hat, aktuell sind aber keine Änderungen geplant um das Problem zu beheben. Auch ein Koop zwischen Horde und Allianz ist weiterhin unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar.

Keine neuen Berufe: Worauf man hingegen vorerst nicht hoffen sollte, sind neue Berufe. Aktuell lautet der Plan, dass man sich auf die bereits vorhandenen Berufe konzentrieren möchte und diese erst einmal fürs Endgame relevanter machen möchte - in Shadowlands geschieht dies bereits, indem Handwerker wichtige legendäre Ausrüstungsgegenstände herstellen können.

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Nächste Expansion: Zu guter Letzt bestätigte Hazzikostas, dass Shadowlands nicht die letzte Erweiterung für World of Warcraft sein wird. Details gibt es hierzu natürlich noch keine - schließlich ist Shadowlands noch gar nicht erschienen. Die Planungen für die nächste Expansion laufen aber bereits und womöglich wird sogar schon daran gearbeitet:

"Wir arbeiten am nächsten Raid, am nächsten Patch, am nächsten Update um die Geschichte von Shadowlands weiterzuerzählen. Wir beginnen außerdem, die nächste Erweiterung zu planen, was etwas ist, worüber wir irgendwann später reden werden. (…) Jedes Jahr teilen wir neue Überraschungen und all das wird etwas sein, das wir zu einem anderen Zeitpunkt besprechen."

Noch mehr Infos zu WoW: Shadowlands

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