Dragon Age 4: Was wir bisher über das Bioware-Rollenspiel wissen

Der Nachfolger von Inquisition befindet sich zur Zeit in Entwicklung. Wir sammeln alle Infos zu Story, Setting und Release.

von Stephanie Schlottag,
04.07.2021 15:11 Uhr

Dragon Age 4 setzt die Geschichte der düsteren Fantasy-Rollenspiele fort. Dragon Age 4 setzt die Geschichte der düsteren Fantasy-Rollenspiele fort.

Letztes Update: 4. Juli 2021
Neu: Neues Artwork, Infos zu Krähen von Antiva ergänzt

Seit sechs Jahren warten Dragon-Age-Fans sehnsüchtig auf eine Fortsetzung der legendären Rollenspiel-Reihe. Und allem Anschein nach müssen wir uns noch eine Weile länger gedulden, Bioware gab bekannt, dass 2021 keine Vorstellung für Dragon Age 4 geplant ist - auch bei der nächsten EA Play zeigt das Entwicklerstudio nichts.

Damit ihr immer auf dem aktuellen Stand seid, fassen wir in diesem Artikel zusammen, was wir zum Setting, der Story, dem Release und mehr wissen. Wir werden die Meldung laufend updaten, ihr findet hier also stets alle Infos zum neuen Bioware-Rollenspiel.

Hier könnt ihr direkt zu den Absätzen springen, die euch interessieren:

Was ist über Dragon Age 4 schon bekannt?

Wie heißt das neue Dragon Age?

Der offizielle Titel ist noch nicht bekannt, wir nennen es der Einfachheit halber Dragon Age 4. Der erste Teaser wurde unter dem Tag »The Dread Wolf Rises« veröffentlicht, denkbar wäre auch da ein Zusammenhang zum neuen Namen. Immerhin hieß auch der Vorgänger nicht Dragon Age 3, sondern Dragon Age: Inquisition.

Gibt es schon Trailer zu Dragon Age 4?

Auf den Game Awards 2020 wurde der erste richtige Trailer zu Dragon Age 4 gezeigt, in dem auch alte Bekannte auftraten: Varric ist erneut der Erzähler, Solas taucht am Ende auf und schaut finster in die Kamera. Außerdem erfahren wir, dass wir wieder einen neuen Helden verkörpern werden. Spielszenen gab es allerdings noch nicht zu sehen.

Dragon Age 4: Der erste Cinematic-Trailer 1:12 Dragon Age 4: Der erste Cinematic-Trailer

Auf der gamescom 2020 gestattete Bioware einen Blick hinter die Kulissen. In dem Video wird wenig Konkretes verraten, aber ihr seht zumindest ein paar Artworks und das Entwickler-Team hinter Dragon Age 4:

Dragon Age 4: Entwickler-Video mit viel Concept Art 4:10 Dragon Age 4: Entwickler-Video mit viel Concept Art

2018 wurde das nächste Dragon Age erstmals mit einem kurzen Teaser angekündigt, in dem allerdings keine Spielszenen auftauchen. Das Video seht ihr hier:

Dragon Age: The Dread Wolf Rises - Teaser stellt Fortsetzung von Inquisition vor 1:06 Dragon Age: The Dread Wolf Rises - Teaser stellt Fortsetzung von Inquisition vor

Bisher gibt es noch keine anderen offiziellen Videos zum Rollenspiel. Wir ergänzen hier natürlich neue Trailer, wenn sie veröffentlicht werden.

Welches Setting hat Dragon Age 4?

Es geht erstmals ins Imperium von Tevinter. In diesem Reich sind die Magier an der Macht, finstere Künste wie Blutmagie sind nicht so verrufen wie im Rest der Welt. Lange Zeit trat Tevinter in der Dragon-Age-Lore nur als mysteriöser Gegenspieler auf, im Nachfolger von Inquisition besuchen wir das Land endlich selbst.

Die Bestätigung erfolgte durch das offizielle Buch zum 25. Geburtstag des Entwicklerstudios Bioware. Tom Phillips von Eurogamer teilte auf Twitter ein Bild seines Exemplars, auf dem ein kurzer Text zu Dragon Age 4 steht.

Link zum Twitter-Inhalt

"Habe endlich das BioWare-Buch in die Hand genommen und hey, ich glaube, das ist die erste »offizielle« Bestätigung, dass Dragon Age 4 in Tevinter spielt (ich weiß, das haben wir uns eh schon alle gedacht)"

Möglicherweise gibt es auch andere Schauplätze, bestätigt ist dazu aber noch nichts.

Worum geht es in der Story von Dragon Age 4?

Der Lead Writer Patrick Weekes verriet, dass die Geschichte sich um die Fragen dreht: »Was passiert, wenn du keine Macht hast? Und was, wenn die Leute, die das Sagen haben, sich weigern, Probleme anzugehen?«. Was hinter diesen ziemlich kryptischen Hinweisen steckt, lässt sich schwer sagen. Immerhin folgende Eckpunkte sind schon bekannt:

Neuer Held und alte Bekannte: Wie der Game-Awards-Trailer verriet, spielen wir dieses Mal wieder eine ganz neue Figur, der Inquisitor kommt also nicht zurück, zumindest nicht als Hauptfigur. Offenbar sind wir diesmal ein echter Niemand, kein vom Schicksal Auserwählter. Doch auf alte Gesichter müssen wir bestimmt nicht ganz verzichten - wenn man Varrics Aussagen Glauben schenken darf, dann wird er wohl erneut als Begleiter dabei sein. Vielleicht tauchen ja auch andere Weggefährten aus früheren Teilen wieder auf? Wegen des angekündigten Tevinter-Settings würde sich zum Beispiel der Magier Dorian anbieten.

Dragon Age 4 setzt die Story von Inquisition fort und wir treffen auf einen altbekannten Gegenspieler. Wer sich hinter dem »Schreckenswolf« verbirgt, wisst ihr natürlich, wenn ihr Inquisition durchgespielt habt. Für diejenigen, die das noch nachholen wollen, verstecken wir die Info hinter einer Spoilerwarnung:

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

Der Elf Solas, der euch in Inquisition zuerst begleitete und im Trespasser-DLC hinterging, wird wohl auch in Dragon Age 4 ein Gegenspieler sein. Im ersten Teaser ist seine Stimme zu hören.

In Teasern tauchte zudem rotes Lyrium auf. Was hat es damit nochmal auf sich? Lyrium ist eine kristalline, magische Substanz, die Magier und Templer verwenden, um ihre besonderen Fähigkeiten zu stärken. Es ist aber kein harmloses Zeug, sondern kann gefährliche Nebenwirkungen haben. Im Fall von rotem Lyrium sind die besonders schwer: Es verleiht dem Anwender große Macht, korrumpiert aber seinen Verstand.

Rotes Lyrium bricht aus dem Boden - ein ziemlich schlechtes Zeichen. Rotes Lyrium bricht aus dem Boden - ein ziemlich schlechtes Zeichen.

Was verrät Concept Art jetzt schon?

Producer Christian Dailey teilt bei Twitter offizielle Artworks: Er entschuldigt sich bei den Fans, die schon lange auf richtige Neuigkeiten zum Spiel warten. Obwohl man 2021 nichts bei der EA Play zu zeigen habe, mache das Team große Fortschritte. Man werde mehr teilen, sobald die Zeit reif sei.

Als kleines Trostpflaster gab's ein weiteres Concept Artwork, das mehr von Tevinter zeigt. Darauf sind Krähen von Antiva zu sehen, eine mächtige Spionage-Organisation, die bisher in den Spielen nur am Rande erwähnt wurde.

Eindeutig zu erkennen sind sie an den schnittigen schwarzen Rüstungen, den Schnabelhelmen und dem Wappen rechts unten im Bild. Mehr über die Fraktion lest ihr im nächsten Absatz (Was verraten die Kurzgeschichten?). Die Stadt im Hintergrund dürfte Minrathous sein, die Hauptstadt des dekadenten Imperiums.

Link zum Twitter-Inhalt

Auf einem anderen Bild von Dailey balanciert eine Figur in ungewöhnlicher Kleidung auf einem großen, schwebenden Felsen und trägt einen sehr ausgefallenen (magischen?) Bogen. Der Hintergrund zeigt eine Szene, die der Schwerkraft zu trotzen scheint: Felsen schweben vor den Klippen umher, die den Hintergrund schmücken. Während Dragon Age natürlich eine Fantasy-Rollenspielreihe ist, sah die Spielwelt bisher meistens geerdeter aus als das, was hier gezeigt wird.

Link zum Twitter-Inhalt

Die Grauen Wächter tauchen offenbar wieder auf, was ein Hinweis auf eine Bedrohung durch Dunkle Brut sein könnte. Vielleicht verfolgt der gebeutelte Orden aber diesmal auch politische Ziele, in Inquisition habt ihr ja eine wichtige Entscheidung dazu getroffen. Ein weiteres Artwork von Executive Producer Christian Dailey zeigt einen Warden in voller Kampfmontur:

Link zum Twitter-Inhalt

Ein paar weitere Info-Häppchen zur Story verstecken sich schon in den vier Kurzgeschichten, die am Dragon-Age-Tag 2020 veröffentlicht wurden.

Was verraten die offiziellen Kurzgeschichten?

Am 4. Dezember 2020, dem Dragon-Age-Tag, veröffentlichte Publisher EA vier (sehr) kurze Storys mitsamt passender Artworks. Falls ihr sie selber lesen wollt, haben wir euch hier die offizielle deutsche Webseite verlinkt. Wir fassen das Wichtigste zusammen:

  • Das finstere Imperium von Tevinter spielt eine zentrale Rolle, diesmal besucht ihr es zum ersten Mal selbst. Die Venatori, eine machtgierige Gruppe, mit der ihr euch schon in Inquisition angelegt habt, treten erneut auf.
  • Graue Wächter existieren immer noch. Sie waren besonders in Dragon Age: Origins wichtig. Der Orden hat inzwischen aber viel Macht und Ansehen eingebüßt.
  • Alte Magie sorgt für unerklärliche Phänomene in Thedas.

Der Nächste Hier stellt sich ein Grauer Wächter einer Bestie der Tiefen Wege entgegen.

Die Totenwache Diese Geschichte spielt in einem Kasino, das der Elfe Teia gehört.

Ruinen der Realität Hier trifft ein Elf auf sein Ebenbild. Offenbar spielt die Magie im Arlathan-Wald verrückt.

Die Schatten von Minrathous Minrathous ist die Hauptstadt des Tevinter-Imperiums und die größte Stadt von ganz Thedas.

In den Storys treten Figuren auf, die bisher nur am Rande erwähnt wurden: Tarquin, der knapp einen Angriff der Dunklen Brut überlebte und nur in einem Kodexeintrag in Inquisition genannt wurde. Andarateia Cantori, eine Anführerin der »Krähen von Antiva«, die für ihre Meuchler, Diebe und Spione berüchtigt ist. Der Meister-Assassine Illario, ebenfalls Mitglied der Krähen und eine Figur aus dem offiziellen Roman »Tevinter Nights«.

Wer sind die Krähen von Antiva? Eine auch als »Haus der Krähen« bekannte Organisation von Assassinen und Spionen, die früher einmal Teil der Kirche war. Sie scheuen sich nicht davor, versteckte Messer und heimtückische Gifte einzusetzen, folgen aber trotzdem einem strengen Ehrenkodex: Vereinbarungen müssen unbedingt eingehalten werden.

Die bekannteste Krähe ist wohl Zevran aus Origins. In Inquisition seid ihr unter Umständen einem Mitglied begegnet, das es auf Josephine abgesehen hatte. Bisher haben wir nur wenige Mitglieder getroffen und noch nie direkt mit der Organisation Kontakt gehabt, obwohl sie einer der mächtigsten Mitspieler im Ringen um die Macht in Thedas ist.

Dass wir diesen Charakteren auch im Spiel begegnen, wird immer wahrscheinlicher, immerhin sind Krähen auf offizieller Concept Art zu sehen. Die geheimnisvolle Fraktion wird diesmal wohl eine wichtige Rolle spielen - ob als Feind oder Verbündeter bleibt abzuwarten.

Wer entwickelt Dragon Age 4?

Hinter der Entwicklung stehen erneut Publisher Electronic Arts und das Entwickler-Studio Bioware, die auch die drei Vorgänger verantworteten. Allerdings hat sich das Team in der Zwischenzeit stark verändert, nachdem viele Veteranen Bioware verlassen haben. Zuletzt gaben auch General Manager Casey Hudson und Creative Director Mark Darrah ihren Weggang bekannt.

Mit Dragon Age 4 braucht der angeschlagene Entwickler Bioware dringend wieder einen Erfolg. Ist Live Service die Lösung? Das fragt sich Redakteur Peter in seiner Kolumne.

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Was ist zum Gameplay von Dragon Age 4 bekannt?

Ursprünglich sollte Dragon Age 4 einen starken Fokus auf Live-Service und Mehrspieler-Elemente setzen. Doch nach dem Ende von Anthem 2.0 ruderte Publisher EA zurück und gab bekannt, dass der nächste Teil der Reihe wieder eine reine Singleplayer-Erfahrung wird.

Ob es sich dafür eher am klassischen Rollenspiel Origins oder am actionreicheren Inquisition orientiert, ist bisher noch nicht bekannt.

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Offenbar kehren die drei klassischen Rollen wieder zurück:

  • Krieger
  • Schurke
  • Magier

Passend dazu wurden bereits offizielle Artworks veröffentlicht, die auch gleich den Stil von Dragon Age 4 zeigen:

Magier Eine Magierin in Minrathous, der dekadenten Hauptstadt von Tevinter.

Schurke Dieser Schurke ist offensichtlich mit einem magischen Bogen ausgestattet - vielleicht sehen wir sogar eine neue Sub-Klasse?

Wann erscheint Dragon Age 4?

Bisher ist kein offizielles Releasedatum bekannt. Laut EA erscheint das nächste Dragon Age aber nicht vor dem zweiten Quartal 2022. Die Entwicklung könnte sich zusätzlich durch die Corona-Beschränkungen verzögern, wir halten deswegen eine Veröffentlichung ab 2023 für realistisch.

Warum ihr die Wartezeit nutzen solltet, um genau jetzt nochmal in das umstrittene Dragon Age 2 reinzuspielen, erklärt euch Elena in ihrer Kolumne:

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Für welche Plattformen erscheint Dragon Age 4?

Eine offizielle Ansage, auf welchen Plattformen ihr Dragon Age 4 spielen könnt, steht noch aus. Allerdings ist ein Release auf PC, PlayStation 5 sowie Xbox Series X zu erwarten. Ob Xbox One und PS4 zum Release noch eine Version bekommen, bleibt abzuwarten. Da das nächste Dragon Age erneut von EA gepublisht wird, erscheint es höchstwahrscheinlich bei EA Play Pro, dem Spiele-Abo, das früher Origin Access hieß. Da EAs Spiele den Weg zurück auf Steam gefunden haben, ist auch mit einem Release dort zu rechnen.

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