Ehemaliger Blizzard-Chef geht endgültig - Mike Morhaime verlässt das Studio, das er 1991 gründete

Mit einem Kredit seiner Großmutter gründete Mike Morhaime 1991 Blizzard, jetzt verabschiedet sich die Entwickler-Ikone endgültig. Im April verlässt er das Studio.

von Robin Rüther,
11.01.2019 12:35 Uhr

Der ehemalige Blizzard-Chef Mike Morhaime verlässt das Studio im April endgültig.Der ehemalige Blizzard-Chef Mike Morhaime verlässt das Studio im April endgültig.

Traurige Nachrichten für Blizzard-Fans: Der Studiomitbegründer und langjähriger Blizzardchef Mike Morhaime verlässt die beliebte Spieleschmiede am 7. April 2019. Das geht aus einem öffentlichen Dokument von Activision Blizzard hervor.

Bereits im Oktober trat Mike Morhaime nach 27 Jahren von seinem Posten als Blizzard-Präsident zurück, arbeitet aber weiterhin noch als strategischer Berater beim Unternehmen. Bald zieht sich der beliebte Entwickler jedoch entgültig zurück.

Wer ist Mike Morhaime?

1991 gründete Morhaime gemeinsam mit Allen Adham und Frank Pearce das Spielestudio Silicon & Synapse, das später zu Blizzard Entertainment umbenannt wurde. Hinter der Gründung steckt eine kuriose Geschichte: Das Startkapital für die Firma - 15.000 US-Dollar - lieh sich Morhaime nämlich von seiner Großmutter. Heute ist das Kreditdokument ein Ausstellungsstück im Blizzard-Archiv.

Morhaime arbeitete als Entwickler an Warcraft: Orcs & Humans sowie Diablo und war Produzent bei Warcraft 3: Reign of Chaos, Warcraft 2: Tides of Darkness, World of Warcraft, Diablo 2, Starcraft, Starcraft 2 und Overwatch.

Er setzte sich außerdem immer wieder für die Fans und Gaming-Community im Allgemeinen ein. Beispielsweise verurteilte er Mobbing im Internet und sexistische Diskriminierung in der Eröffnungrede der BlizzCon 2014.

Das Dokument mit dem Kredit seiner Großmutter hat Mike Morhaime bis heute aufgehoben. (Quelle: pcgamer.com)Das Dokument mit dem Kredit seiner Großmutter hat Mike Morhaime bis heute aufgehoben. (Quelle: pcgamer.com)

Unruhe bei Activision-Blizzard

Der Weggang von Morhaime ist momentan nicht der einzige Umschwung bei Activision-Blizzard. Vor wenigen Tagen verließen sowohl Activisions Finanzchef Spencer Neumann als auch Blizzards Finanzchefin Amrita Ahuja die Unternehmen.

Nun hat sich Activision-Blizzard auch von Destiny-Entwickler Bungie getrennt, die Rechte gingen dabei komplett an Bungie über, die Aktie von Activision brach ein. Destiny 2 wird aber auch in Zukunft noch über Battle.net verfügbar sein.

Auf der vergangenen BlizzCon musste Blizzard viel Kritik für Diablo Immortal einstecken, ein Mobile-Ableger des beliebten Action-Rollenspiels. Fans hatten auf einen vollwertigen Nachfolger gehofft und reagierten entsprechend mit Wut und Häme.

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