Elder Scrolls: Oblivion macht in der Unreal Engine 5 eine gute Figur

Ein Modder hat die Kaiserstadt aus TES 4: Oblivion in die Unreal Engine 5 portiert. Dank der neuen Technik erstrahlt Cyrodiils Hauptstadt in neuem Glanz.

von Sören Diedrich,
30.06.2021 18:39 Uhr

Selbst Imperial City wurde mittlerweile in die Unreal Engine 5 übertragen. Selbst Imperial City wurde mittlerweile in die Unreal Engine 5 übertragen.

Update:

Nach umfangreichem Feedback aus der Community haben wir die Überschrift des Artikels so angepasst, dass sie den Inhalt des Artikels und des gezeigten Videomaterials eindeutiger reflektiert und damit auch mit den Grundsätzen aus dem GameStar-Kodex besser harmoniert.

Originalmeldung:

Die Unreal Engine 5 ist derzeit ein heißes Eisen. Spätestens, seit die Entwickler im Early Access selbst Hand anlegen dürfen, vergeht kein Tag ohne eine neue Demo. Und weil ihr hier bei der GameStar seid, entgeht euch natürlich nicht, was die Unreal Engine alles kann!

Zum Beispiel einen echten Rollenspiel-Klassiker erneuern: The Elder Scrolls 4: Oblivion machte seinerzeit mit einer absoluten Spitzengrafik von sich reden. Doch inzwischen ist die Optik einfach nicht mehr zeitgemäß. Da kommt es wie gerufen, dass ein Bastler kurzerhand die kaiserliche Hauptstadt in die Unreal Engine 5 portiert hat.

Hier seht ihr die Arbeit des Entwicklers Greg Coulthard:

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Neue Features werten die Optik deutlich auf

Wer sich beim Betrachten des Videos verwundert die Augen reibt: Ja, auf den ersten Blick sieht man noch nicht viel vom grafischen Fortschritt. Das hat aber auch einen einfachen Grund. Denn der Ersteller hat sämtliche Objekte und Texturen aus dem Original importiert. Mit diesem Wissen im Hinterkopf fallen dann auch die Verbesserungen schneller ins Auge.

Auch in dieser Demo liegt der Fokus wieder auf den UE5-Stars Nanite und Lumen. Die Assets wurden angepasst, damit Nanite ihnen neue geometrische Details hinzufügt. Lumen wiederum sorgt für eine glaubwürdige Ausleuchtung der gepflasterten Straßenzüge. Auch die spärliche Vegetation profitiert von der neuen Engine und wirkt deutlich detaillierter.

Die Verwendung der Original-Ressourcen hat noch einen weiteren Vorteil: Dadurch wirkt die Demo nicht wie eine billige Kopie, sondern fast schon wie ein Remaster des beliebten Bethesda-RPGs. Nur ist es das eben nicht, sondern lediglich die Arbeit eines begabten Dritten.

Wie sehr zukünftige Spiele von der Unreal Engine 5 profitieren werden, haben wir auch im GameStar Podcast besprochen. Hört doch einfach mal rein!

Link zum Podcast-Inhalt

Moderate Hardware-Anforderungen

Auch dieser Abschnitt darf bei keiner Demo der Unreal Engine 5 fehlen: So schick das Gezeigte auch sein mag, wie sieht es aus mit den Anforderungen an meinen Rechner? Auch der Ausflug nach Cyrodiil beweist, dass die UE5 recht genügsam sein sollte.

Der Ersteller der Demo gibt sein System mit folgenden Specs an: Intel Core i7 4770K, 24 GB RAM und eine Geforce GTX 1660 mit 6 GB Videospeicher. Bedenkt man, dass für die Demo zusätzlich noch ein 4K-Texturenpack verwendet wurde, ist das durchaus moderat.

Wer trotz unserer fleißigen Berichterstattung noch nicht genug von Demos der Unreal Engine 5 kriegen kann, bekommt zum Schluss noch ein paar Lesetipps, die auch was fürs Auge zu bieten haben: Etwa eine simple Wohnung, die durch die UE5 fast fotorealistisch wirkt. Auch an die Naturliebhaber unter euch haben wir gedacht, denn dieser Wald könnte glatt aus einem neuen Crysis stammen.

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