Elex 2: Was viele für eine Schwäche halten, ist für mich die größte Stärke

Vor Release hatte Peter Angst, dass er beim Fliegen durch Elex 2 zu viele Geheimnisse der Spielwelt verpasst. Inzwischen weiß er: Das Design der Open World verhindert das.

von Peter Bathge,
12.03.2022 05:00 Uhr

Die Open World von Elex 2 bringt Peter dazu, mit einer Tradition zu brechen. Die Open World von Elex 2 bringt Peter dazu, mit einer Tradition zu brechen.

Meine größte Sorge vor dem Release von Elex 2 war, dass ich ständig etwas verpassen würde.

Aus luftiger Höhe eine Open World erkunden, wie sollte das funktionieren? Wo doch die Rollenspiele von Piranha Bytes bislang immer darauf ausgelegt waren, dass man wirklich jeden Stein umdreht, im Busch nach Heilpflanzen sucht oder hinter einem Wasserfall auf eine versteckte Schatzkiste stößt?

Meine Befürchtung: Wer nur am Himmel rumdüst, stolpert im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr über solche Geheimnisse und dementsprechend muss Elex 2 sein Open-World-Design radikal verändern. Und was soll ich sagen: Genauso ist es gekommen.

Nur ist das überhaupt nicht so schlimm, wie ich es mir in meinen dunkelsten Albträumen ausgemalt habe. Im Gegenteil: Das Fliegen mit dem Jetpack lässt mich die Open World in Elex 2 auf ganz neue, spaßige Weise erleben! Eben weil sich seit den Gothic-Tagen so einiges verändert hat. Kein Wunder, dass ich beim Test von Elex 2 sogar noch mehr Spaß hatte als im Vorgänger.

Der Autor
Peter Bathge schaut noch heute in jedem Rollenspiel hinter jeden einzelnen Wasserfall in der Hoffnung, dort eine versteckte Höhle zu finden, auch wenn er sich und seine Zwangsstörung gleichzeitig dafür hasst. Als Redakteur spielt Peter seit 15 Jahren beruflich, davor 12 Jahre rein privat. Und er erinnert sich noch heute gerne daran, wie er Mud in Gothic das erste Mal volles Pfund aufs Maul gegeben hat.

Dank Flugfunktion kann ich die Welt von Elex 2 aus einer Perspektive betrachten, die mir nicht viele Spiele gewähren. Dank Flugfunktion kann ich die Welt von Elex 2 aus einer Perspektive betrachten, die mir nicht viele Spiele gewähren.

In Elex 2 muss ich mich komplett umstellen

Die erste Stunde von Elex 2 ist nicht eben ein Highlight des Spiels. Das hat mit dem Story-Setup und den Rendersequenzen zu Beginn zu tun, aber auch damit, dass man sich als Veteran aus 20 Jahren Gothic, Risen und Elex erst einmal umgewöhnen muss. Denn die alte Open-World-Routine, die auch ich mir angewöhnt habe, funktioniert hier nicht mehr.

Es ist doch stets das Gleiche in einem neuen Spiel mit frei begehbarer Spielwelt, speziell in jenen Titeln aus dem Hause Piranha Bytes: Vom Startpunkt aus schlage ich mich sofort ins Gebüsch, verpöhne die Hauptstraßen und erforsche stets zuerst alle Trittpfade abseits des Weges. Nebenquests werden grundsätzlich vor dem nächsten Story-Fortschritt angegangen und wichtige Entscheidungen wie die Wahl einer Fraktion so lange wie möglich hinausgezögert.

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