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Was wir gegen Sexismus tun können und wie sich die Spielebranche ändern muss

Sexismus am Arbeitsplatz kennt viele Gesichter. Aber wie sollte man sich im Fall der Fälle verhalten? Und wie muss sich die Spieleindustrie ändern?

von Nora Beyer,
16.12.2021 08:00 Uhr

Frauen stoßen in der Spieleindustrie immer wieder auf Sexismus und Diskriminierung. Experten erklären, was Betroffene tun können. Frauen stoßen in der Spieleindustrie immer wieder auf Sexismus und Diskriminierung. Experten erklären, was Betroffene tun können.

Frauen in der Spielebranche sind immer noch eine Minderheit. Eine, die Diskriminierung, Marginalisierung und Belästigung am Arbeitsplatz ausgesetzt ist. Mit den Klagen gegen Activision Blizzard und andere große Spieleunternehmen kommt jetzt an die Öffentlichkeit, was in der Branche selbst schon lange ein offenes Geheimnis ist. Zeit für eine Bilanz.

Wir haben mit Betroffenen, Spieleentwicklerinnen und Rechtswissenschaftlerinnen gesprochen. Im ersten Teil unseres Reports haben betroffene Frauen von ihren Erfahrungen berichtet. Im zweiten Teil erklären Experten, wie wir uns im Fall der Fälle verhalten sollten, und lassen Frauen aus der Spielebranche aus den USA, Frankreich, Spanien und Deutschland zu Wort kommen, wie sich ihrer Meinung nach die Branche ändern muss.

Wichtige Links und Telefonnummern zum Thema

  • Für Arbeitgeber: Hinweise & Downloads der Antidiskriminierungsstelle
  • Für Betroffene: Ein Hilfetelefon für Betroffene gibt es etwa bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unter (030) 18555 – 1855, beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (08000 116 016) oder bei den bundesweiten Beratungsstellen.

Listenweise Widerwärtigkeiten

Die Anklageschrift, die die kalifornische Behörde Department of Fair Emplyoment and Housing (DFEH) nach zweijähriger Untersuchung gegen Activision Blizzard eingereicht hat, liest sich wie ein Who is Who sexistisch motivierter Übergriffe. Die lassen sich aber längst nicht nur dort finden. Ähnliches macht die Runde auch bei anderen Spieleunternehmen wie Riot Games und Ubisoft. 

Die Anklageschrift der kalifornischen Behörde Department of Fair Emplyoment and Housing (DFEH) gegen ActivisionBlizzard liest sich wie ein Who is Who sexistisch motivierter Übergriffe. Die Anklageschrift der kalifornischen Behörde Department of Fair Emplyoment and Housing (DFEH) gegen Activision/Blizzard liest sich wie ein Who is Who sexistisch motivierter Übergriffe.

Weibliche Beschäftigte werden in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Vergütung, Beförderung und Kündigung diskriminiert. Aufstiegschancen werden verweigert, Frauen nach optischem Gefallen eingestellt – oder abgelehnt. Die »Frat Bro« Kultur – in der toxisches Verhalten von Männern geduldet wird – macht den weiblichen Angestellten das Arbeitsleben zur Hölle. In sogenannten »Cube Crawls« betrinken sich Männer, ziehen durch die Büros und belästigen ihre Kolleginnen. Es gibt Berichte über Scherze über sexuelle Begegnungen, objektifizierende Bewertungen der Körper weiblicher Kolleginnen, Witze über Vergewaltigungen bei Activision Blizzard, Schläge auf den Hintern, ungewünschte Berührungen auf Partys bis hin zu Vergewaltigungen bei Riot Games

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