Games as a Service - EA und Activision durch Service-Games offenbar um 79 Milliarden Dollar gewachsen

Laut einer Studie zahlt sich Games as a Service als Finanzierungsmodell im Gaming extrem aus - sowohl für EA, als auch für Activision.

von Dimitry Halley,
21.10.2018 16:20 Uhr

Service-Games wie Fifa 19 boomen - und bescheren den Publishern reichlich Wachstum.Service-Games wie Fifa 19 boomen - und bescheren den Publishern reichlich Wachstum.

Games as a Service bringen den großen Publishern reichlich Profite - und gleichen damit die wahnsinnig hohen Produktionskosten von Videospielen aus. Laut eines Reports der Analysten-Gruppe DFC Intelligence feiern EA und Activision durch den Aufstieg von Service-Spielen seit 2012 ein Wachstum von insgesamt fast 80 Milliarden US-Dollar. Der Wert von Spielen, die als Service-Titel vermarktet werden, wuchs bei Activision von 10 Milliarden auf sagenhafte 60 Milliarden an, bei EA immerhin von 4 auf 33 Milliarden.

Unter Service-Games versteht man Titel wie Fifa 19, die neben ihrem einmaligen Verkaufspreis laufende Angebote wie die Kartenpakete von Ultimate Team bewerben, in die Leute fortwährend Geld investieren. Die Spielumgebungen werden als laufender Dienst verstanden, den Spieler für Hunderte Stunden wahrnehmen. Activision feiert hier ein besonders starkes Aufgebot, denn neben den großen Marken Call of Duty und Destiny gehören alle Blizzard-Titel mit zum Paket - sprich Overwatch, Heroes of the Storm, World of Warcraft, Diablo 3.

Die Zahlen sprechen eine recht eindeutige Sprache: Games as a Service zahlen sich aus und werden als Vermarktungsmodell wahrscheinlich weiter florieren. Jüngst kann man zum Beispiel auch bei Assassin's Creed: Odyssey sehen, wie gezielt Publisher-Gigant Ubisoft eine langlebige Open World erschaffen will. Besonders die Ultimate-Team-Bereiche von EA Sports gehören aus finanzieller Sicht zu den Vorzeigebeispielen funktionierender Service-Dienste. Auch wenn gerade hier viele Spieler besonders laut Kritik an Mikrotransaktionen üben.

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