Dass die physische Version von GTA 6 keine Disc mehr enthält, sondern nur einen Zettel mit einem Download-Code, hat schon bei der Ankündigung für reichlich schlechte Laune gesorgt. In Japan kommt jetzt ein weiteres Ärgernis hinzu: Der Code in der Packung hat ein Ablaufdatum.
Nachzulesen ist das in Rockstars eigener Support-Datenbank: In der FAQ zu Plattformen, Editionen und Versionen listet der Hersteller auf, in welchen Regionen PlayStation-Codes an welche Konto-Länder gebunden sind.
Beim Eintrag für Japan steht ein Satz mehr als bei allen anderen: Produktcodes verfallen dort 170 Tage nach dem Ausstellungsdatum, und dieses Ausstellungsdatum sei der Release-Tag, also der 19. November 2026. Als Grund nennt Rockstar lediglich regionale Bestimmungen.
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Friedhof der GTA-Killer - Jetzt kann nur noch einer GTA besiegen!
Die Frist läuft ab Release
Normalerweise würde man erwarten, dass solch eine Frist mit dem Kauf startet, so wie bei einer Geschenkkarte. Rockstar koppelt sie aber an den Launch-Termin. Rechnet man vom 19. November 2026 die 170 Tage hoch, landet man beim 8. Mai 2027.
Für alle, die sich das Spiel zum Release holen und den Code direkt einlösen, ist das natürlich kein Problem.
Interessant wird es für den langen Rattenschwanz danach: Naheliegend wäre, dass die Händler abgelaufene Packungen rechtzeitig aus dem Sortiment nehmen. Dass das aber immer funktioniert, ist natürlich nicht garantiert. Jeder von euch wird sicher schon mal abgelaufene Lebensmittel im Supermarktregal entdeckt haben.
Auch Sammler, die sich eine noch versiegelte Box in die Vitrine stellen wollen, bekommen ein Produkt, dessen einziger Inhalt ein abgelaufener Download-Code ist.
Betroffen ist ausschließlich die PS5-Fassung. Xbox-Codes sind laut Rockstar nicht regionsgebunden und tauchen in der Aufstellung dementsprechend ohne Frist auf. Und auch für euch hierzulande gilt die Einschränkung selbstverständlich nicht.
Warum ausgerechnet Japan?
Rockstar selbst nennt keine Gründe, wahrscheinlich liegt es aber am japanischen »Zahlungsdienstegesetz«. Dort gelten Prepaid-Gutscheincodes als »Finanzinstrument«, sobald sie länger als sechs Monate gültig sind, was für den Herausgeber Registrierungspflichten, Meldepflichten und Sicherheitsleistungen nach sich zieht. Wer unter dieser Schwelle bleibt, spart sich also zusätzlichen Papierkram.
Japanische Gamer und Gamerinnen sind mit dem Ablaufdatum also bereits vertraut – auch wenn es bislang eher bei DLCs und Store-Guthaben zum Einsatz kam, da Spielen bislang immer eine Disc beilag.
Was sagt ihr dazu: egal, weil ohnehin fast alle direkt am Release-Tag einlösen, oder genau so eine Sache, die zeigt, warum eine Disc eben doch etwas anderes ist als ein Code? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
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