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Iron Harvest DLC-Test: Lohnt sich das Standalone-Addon Operation Eagle?

In der Erweiterung steckt eine neue Kampagne und richtig fette Flieger. Aber wie gut ist das alles? Wir machen den Test.

von Martin Deppe,
27.05.2021 17:00 Uhr

Unser erster Einsatz im neuen Addon von Iron Harvest beginnt suboptimal: Weit verstreut landen unsere amerikanischen Fallschirmjäger im Zielgebiet, wir müssen die Jungs erstmal einsammeln. Hm … irgendwie kommt uns der Kampagnen-Auftakt bekannt vor … irgendwas mit einer Operation in Chicago… Ah! Klar: Sowas ähnliches haben wir vor fast 15 Jahren erlebt, in Company of Heroes! Damals sollten wir in der Mission »Operation Chicago« mit Fallschirmjägern hinter feindlichen deutschen Linien den nahen D-Day vorbereiten.

Im Iron-Harvest-Addon Operation Eagle hingegen bekämpfen wir in Alaska die Rusviets, die sich vor unserer Haustür breitmachen. Denn auch die Erweiterung schreibt die Geschichte munter um: In der neuen Kampagne spielen wir die Fraktion Usonia, die an die USA angelehnt ist. In der alternativen Zeitlinie haben die Amis Alaska nie von Russland gekauft - und prompt prallen dort Kapitalisten und Kommunisten aufeinander.

Übrigens: Falls ihr euch für andere alternative Zeitlinien in Spielen interessiert, nehmen wir euch in unserem passenden Video mit durch eine völlig verdrehte Weltgeschichte!

Kalter Krieg, heiße Flieger

Mit Operation Eagle bekommt Iron Harvest Luftunterstützung. Die neue Usonia-Fraktion, die ihr in der siebenteiligen Kampagne und im Multiplayer-Modus spielt, setzt nämlich vor allem auf ihre Luftwaffe: flotte Flugbikes mit starren MGs, zum Beispiel. Oder Kanonenschiffe mit fettem Geschütz gegen Bodenziele.

Kampf der Giganten: Unser Kommandoschiff ist gleichzeitig eine Heldeneinheit. Hier grillt sie ihr sächsisches Pendant – den Mech »Brunhilde«. Kampf der Giganten: Unser Kommandoschiff ist gleichzeitig eine Heldeneinheit. Hier grillt sie ihr sächsisches Pendant – den Mech »Brunhilde«.

Und Drohnen-Träger, Transportflieger sowie ein leichtes Raketenschiff, das Schwärme ungelenkter Flugkörper auf Luft- und Bodenziele spuckt. Und schließlich hebt auch einer der drei neuen Helden ab: Admiral Mason in seiner gewaltige Fliegenden Festung, die wie ein schwebendes U-Boot aussieht - und mit einer Flammenwerfer-Spezialfähigkeit den Boden großflächig flambiert.

Das Addon spendiert in Multiplayer-Matches drei der neuen Flieger auch den alten Fraktionen: Wenn ein Spieler Operation Eagle besitzt, können die anderen Teilnehmer, die Rusviet, Polonia oder Saxony spielen, auch Flugbikes, Kanonenschiffe und Transportflieger bauen. Wer im Multiplayer-Modus Usonia spielen möchte, braucht aber das Addon. Die alten drei Kampagnen werden durch die Erweiterung aber nicht verändert, Flieger gibt's also nur in der Usonia-Kampagne.

Nur bei Steam als Standalone-Addon!
Achtung: Operation Eagle erscheint zwar auf Steam, GOG und Epic - aber nur die Steam-Version ist alleine lauffähig. Wer das Addon bei GOG oder Epic kauft, braucht also das Hauptspiel.

Starke Kampagne, brachiale Luftschlachten

Und diese Kampagne hat's wieder in sich: Nach dem eher mauen ersten Einsatz dreht Operation Eagle richtig auf. Wir erobern Öl- und Eisenvorkommen, gondeln Infanteristen in Transportfliegern unter schwerem Beschuss über Flüsse, um unseren Bodentruppen Zugbrücken abzusenken. Als wir die dahinterliegende Raffinerie endlich eingenommen haben, kommt prompt der rusvietische Gegenschlag mit Unmengen an Mechs, Fliegern und Infanterie.

Herzschlagmoment: In dieser Arktismission muss die Zugbrücke runter. Unser Infanterietrupp legt den Hebel um – und wird dann umgelegt. Herzschlagmoment: In dieser Arktismission muss die Zugbrücke runter. Unser Infanterietrupp legt den Hebel um – und wird dann umgelegt.

Aber selbst nach dieser heftigen Abwehrschlacht geht die Mission noch weiter! Etwas später tauschen wir die Eis- gegen die Sandwüste, um die »Arabier« gegen die Sachsen zu unterstützen. Auch hier gibt's ständige Wechsel zwischen Infanteriegefechten mit einer Handvoll Einheiten, bei der wirklich jede einzelne zählt, bis hin zu Eroberungen, Basisbau und brachialen Schlachten mit Mechs und den Flugmaschinen.

Dabei sind die Flieger genau so cool-abgedreht animiert wie die Mechs. Vor allem die amerikanische Luftflotte ist der Hammer: eine abenteuerliche Mischung aus Ballons, Propellern, Rotoren, Düsen, Periskopen, Zwillings-MGs, Vierlings-Flaks, Drohnen mit Bomben, fauchenden Raketen! Gerade in den Multiplayer-Schlachten krempeln die Lufteinheiten das Balancing um.

Auch die alten Fraktionen bekommen mit dem Addon drei identische Fliegertypen. Hier zwei Kanonenschiffe im MG-Duell. Auch die alten Fraktionen bekommen mit dem Addon drei identische Fliegertypen. Hier zwei Kanonenschiffe im MG-Duell.

Denn es dauert eine Weile bis man raushat, ob ein Flieger nur Luftziele, nur Bodentruppen oder beides bekämpfen kann - und welche der bisherigen Infanteristen, Mechs und schweren Waffen wiederum Lufteinheiten beharken können.

Wie gut das Balancing letztendlich ist, wird die Zeit zeigen, wir hatten in unseren Testpartien aber einen guten Eindruck: Usonias schwere Lufteinheiten hauen zwar enorm rein, sind aber langsam und anfällig gegen die flinken Flugbikes. Auf einigen der neuen Multiplayerkarten lauern zudem Luftabwehrstellungen, deren Vierlings-MGs auch schwere Einheiten rasant zersägen.

Unser Held William Mason kann sein Exoskelett ausziehen und als Geschützturm einsetzen, während er mit der Pistole feuert. Unser Held William Mason kann sein Exoskelett ausziehen und als Geschützturm einsetzen, während er mit der Pistole feuert.

Schwächere Zwischensequenzen, Spaß zu zweit

Während die Usonia-Kampagne und die Schlachtenatmosphäre das hohe Niveau des Hauptspiels halten (und bei den Animationen sogar toppen), fallen die Zwischensequenzen im Vergleich ab.

Es sind zwar immer noch rund 25 Minuten, aber die Szenen in der Spielgrafik sowie die vorgerenderten Action- und Dialogsequenzen schwächeln technisch.

Iron Harvest: Operation Eagle - Story-Trailer enthüllt neuen Schauplatz & Helden 2:13 Iron Harvest: Operation Eagle - Story-Trailer enthüllt neuen Schauplatz & Helden

Die Stimme eures Haupthelden William Mason passt nicht zu seinem kernigen Charakter. In unserer Testversion sprach eine andere Hauptfigur nur in den Renderszenen, blieb in den Spielszenen aber stumm, obwohl sein Text eingeblendet wurde - das Problem dürfte aber schnell behoben sein. Die gute Nachricht: Auch die vierte Kampagne lässt sich komplett zu zweit im Koop spielen.

Unterm Strich liefert Operation Eagle, was man von einem Addon erwartet. Wir geben deshalb die gleiche Wertung wie beim Hauptspiel. Allerdings keinen Atmosphäre-Award mehr, wegen der schwächeren Zwischensequenzen.

Noch mehr zum Thema: Wir haben bei GameStarTV mit den Entwicklern über Kritik, Erfolg und die Zukunft von Iron Harvest gesprochen - jetzt mit GameStar Plus anschauen!

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