Landwirtschafts-Simulator 22 Guide: So spielt ihr zusammen im Multiplayer

Erstmals spielt ihr im Landwirtschafts-Simulator plattformübergreifend mit Freunden zusammen. Wir erklären euch, wie ihr einen Dedicated Server aufsetzt, mit Freunden gemeinsam farmt – und was ihr im Koop noch anstellen könnt.

von Florian Franck,
24.11.2021 11:30 Uhr

Im Multiplayermodus von LS22 arbeitet ihr zusammen an gemeinsamen Projekten – und verbringt eine angenehme und stressfreie Zeit. Im Multiplayermodus von LS22 arbeitet ihr zusammen an gemeinsamen Projekten – und verbringt eine angenehme und stressfreie Zeit.

Da wollt ihr einfach mal mit den Kumpels zusammen in die Landwirtschaft eintauchen – und dann hat Pascal eine PS5, Xaver eine Xbox und Petra ihre PS4, während ihr selbst vorm PC sitzt. So ein Mist! Traurig wollt ihr den LS22 abschalten. Doch haltet ein! Da war doch was mit Cross-Plattform-Multiplayer, kurz Crossplay?

Genau: Ihr könnt jetzt einfach mit Pascal, Xaver und Petra ins Heu! Denn PC, Playstation 4 und 5, Xbox One und Series X/S bilden jetzt quasi eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, und jeder kann mit jedem zusammenspielen. Sogar über Stadia. 

Wollt ihr mit bis zu 16 Spielern gemeinsam farmen, gibt es allerdings eine Kleinigkeit zu beachten: Den Unterschied macht der Host des Servers. Hostet ihr das Spiel auf dem PC, sind 16 Spieler möglich. Erstellt ihr hingegen eine Multiplayer-Partie auf der Konsole, dürfen nur sechs Spieler mitackern.

Auch bei gemieteten Server greift diese Regel. Achtet daher beim Mieten eines Dedicated Servers darauf, dass der jeweilige Anbieter einen PC-Server bereitstellt. Dadurch können, unabhängig von den Systemen, insgesamt 16 Spieler zusammenspielen.

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Egal ob langjähriger Hobby-Bauer oder absoluter Neuling: Unsere Guides unterstützen euch beim Einstieg in den Landwirtschafts-Simulator 22. Unsere Agrar-Experten haben ihre hilfreichsten Tipps und Tricks im GameStar Sonderheft für euch zusammengefasst. Einige der Guides findet ihr auch bei GameStar Plus:

Weitere Guides und Tipps findet ihr in unserer Übersicht.

Mods und DLCs im Multiplayer

Wie bereits bei den Vorgängern funktionieren Mods und DLCs auch im Multiplayer. Voraussetzung ist, dass jeder Spieler die gleichen Inhalte installiert hat wie der Server-Host. Das gilt sowohl für Mods, als auch für DLCs. Auf Konsolen und beim Crossplay sind nur Mods nutzbar, die im offiziellen Mod-Hub verfügbar sind. Selber heruntergeladene Mods für PC funktionieren im Crossplay nicht.

Wichtig für Stadia-Spieler: Der Cloudgaming-Dienst von Google unterstützt keinerlei Mods. Falls ihr den LS22 über Stadia spielen wollt, geht das nur in der Basis-Version.

Vor dem Start des Servers könnt ihr die Mods auswählen, die beim Start mitgeladen werden. Vor dem Start des Servers könnt ihr die Mods auswählen, die beim Start mitgeladen werden.

Cross-Progression und Cross-Save

Ein weiterer, wichtiger Aspekt im Multiplayer ist das Übertragen von Savegames auf andere Plattformen. Im LS22 wird der Fortschritt nur beim Host gespeichert. Auf dem PC könnt ihr das Savegame auch im Singleplayer weiterspielen, allerdings wird es nach der ersten Speicherung in ein Singleplayer-Savegame umgewandelt.

Bei der Einrichtung des Multiplayer-Spielstandes wählt ihr verschiedene Optionen aus und könnt auch Crossplay deaktivieren Bei der Einrichtung des Multiplayer-Spielstandes wählt ihr verschiedene Optionen aus und könnt auch Crossplay deaktivieren

Kommunikation ist der Schlüssel

Spielt ihr gemeinsam mit Freunden im Multiplayer, wollt ihr auch miteinander sprechen, logisch. Der Landwirtschafts-Simulator 22 unterstützt plattformübergreifenden Voice- und Text-Chat. Schreiben ist zwar nur auf dem PC möglich, Konsolenspieler können den Text-Chat aber zumindest mitlesen. Anders als etwa bei Shootern (Stichwort Zielen per Maus) gibt es keine unfairen Vorteile auf einzelnen Plattformen.

Falls ihr Crossplay nicht wollt, könnt ihr die Funktion jederzeit in den Optionen deaktivieren. Und damit niemand Fremdes auf euren Server kommt, sichert ihr ihn beim Starten mit einem Passwort.

Den eigenen Server einrichten

Falls ihr euch keinen Dedicated Server aufsetzen oder mieten, aber trotzdem mit Freunden spielen wollt, könnt ihr einen eigenen Server über das Spiel direkt erstellen. Hier liegt die maximale Spieleranzahl auf dem PC bei acht Spielern. Dazu klickt ihr vom Hauptmenü aus auf Multiplayer und wählt Server erstellen aus. Im nächsten Menü sucht ihr euch das passende Savegame aus oder erstellt ein neues.

Gerade wenn ihr Freunden kurz etwas zeigen möchtet oder Unterstützung benötigt, ist das Laden des eigenen Spielstandes eine gute Option. Im Anschluss wählt ihr bereits installierte Mods für den Multiplayer aus. Zur Auswahl stehen euch auf dem PC dabei alle Mods, und ihr könnt euch zusätzlich nur Crossplay-kompatible Mods anzeigen lassen.

Neben Spielname und Passwort ist der Port standardmäßig auf 10823 festgelegt. Andere Spieler sollten dann ohne Probleme dem Spiel beitreten können. Falls das nicht klappt, aktiviert ihr UPnP und versucht es erneut. Im besten Fall könnt ihr dann zusammenspielen – falls nicht, hilft nur ein Blick auf die Portfreigaben in eurem Router oder eurer Firewall.

Mit einem beherzten Klick auf Start wird der Server dann gestartet und nach kurzer Zeit in der Serverliste des Spiels angezeigt – jetzt können eure Freunde dem Server beitreten. Bei unseren Testpartien hat das alles reibungslos geklappt!

Wie sich der neueste Ableger der Simulationsreihe im Vergleich zu seinen Vorgängern schlägt, könnt ihr übrigens in unserem Test zum Landwirtschafts-Simulator 22 nachlesen:

LS22 im Test: Der Landwirtschafts-Simulator 22 ist der Beste seiner Art   41     20

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Mein Hof, dein Hof, unser Hof

Auf einem Dedicated Server wählt ihr den Admin des Servers in den Konfigurationseinstellungen aus. Nur Admins können Höfe bearbeiten, erstellen und Rechte für andere Mitspieler definieren. Admins erkennt ihr an einem extra Symbol im Bereich der Hofverwaltung. Die Hofverwaltung erreicht ihr über das Optionsmenü. Mit einem Klick auf den jeweiligen Namen des Mitspielers können Admins Rechte der Spieler verwalten.

Über den Kauf von Fahrzeugen bis hin zum Landschaftsbau lassen sich Rechte schnell und einfach konfigurieren. Bis zu acht Höfe lassen sich so im Multiplayer erstellen. Als Hofbesitzer könnt ihr anderen Höfen auch den Lohnarbeiter-Status zuweisen, damit sie euch bei der Feldarbeit helfen oder gar selbst eure Felder ernten dürfen.

Über ein eigenes Menü seht ihr die Höfe und ihre jeweiligen Spieler. Hier könnt ihr auch den Hof wech Über ein eigenes Menü seht ihr die Höfe und ihre jeweiligen Spieler. Hier könnt ihr auch den Hof wech

Nach erfolgter Arbeit folgt die Entlohnung automatisch – sofern euer Hof über genügend liquide Mittel verfügt. Admins und Hofbetreiber können auch Geld an andere Höfe überweisen. Die Option findet ihr ebenfalls in der Hofverwaltung. Wählt einfach den Zielhof aus und klickt auf Geld überweisen. Überlegt euch aber gut, wem ihr Geld spendet: Eine Rückbuchung ist nicht möglich, falls euer Nachbar plötzlich expandiert und euch im Wege steht oder sich nicht an getroffene Abmachungen hält.

Jeder Hof kann mit einem Passwort zusätzlich geschützt werden. Diese zusätzliche Vorsichtsmaßnahme ist besonders dann sinnvoll, wenn ihr mit mehreren Spielern spielt, die ihr nicht gut kennt oder bei denen ihr ein schlechtes Gefühl habt, wenn ihr sie unbeaufsichtigt auf eurem Feld arbeiten lasst. Unterschieden werden die Höfe durch den Namen, das Logo und die Farbe. Die Logos sind allerdings vordefiniert und lassen sich nicht mehr ändern. Acht verschiedene Farben stehen zur Wahl – andere sind nicht möglich.

Der Hofname lässt sich hingegen jederzeit ändern. Im Multiplayer stehen euch alle Features in vollem Umfang zur Verfügung. KI-Verkehr, Jahreszeiten und Helferoptionen lassen sich individuell und flexibel auch im laufenden Spiel anpassen.

Als Admin stellt ihr die verschiedenen Rechte der Mitspieler ein. Genauso könnt ihr ihnen aber auch Rechte entziehen. Als Admin stellt ihr die verschiedenen Rechte der Mitspieler ein. Genauso könnt ihr ihnen aber auch Rechte entziehen.

Einem neuen Hof beitreten

Ihr seid allein auf eurem Hof und der Nachbarhof feiert eine ausgelassene Party? Als Spieler wechselt ihr den Hof direkt über das Optionsmenü im Spiel. Klickt dazu den jeweiligen Hof an und wählt Beitreten aus. Sofern er nicht mit einem Passwort geschützt ist, seid ihr direkt Mitspieler des neuen Hofes. Maschinen und Geräte eures alten Hofes bleiben erhalten, selbst wenn der Hof im Anschluss keine aktiven Spieler hat.

Auf einem Dedicated Server wird das Spiel pausiert, wenn keine Spieler auf dem Server sind. Diese Einstellung könnt ihr ändern, dann läuft die Partie auch spielerlos weiter. Aber Achtung: Feldfrüchte wachsen dann weiter und vergammeln irgendwann (wenn ihr das so eingestellt habt), auch eure Tiere gehen auf unfreiwillige Diät.

Bei einem unpausierten Spiel werdet ihr als Kuhzüchter keine zwei Wochen in den Urlaub fliegen können – so wie im realen Leben auch. Es sei denn, ihr findet einen Kuhsitter.

Auch im Multiplayer gibt es abseits des Feldes viel zu organisieren. Bevor ihr als Gruppe loslegt, solltet ihr klären, wer wann wie intensiv spielen will. Mit einem eigenen Hof, den ihr nur einmal die Woche für zwei Stunden besuchen könnt, werdet ihr nicht viel Freude haben, wenn andere Mitspieler mehrere Stunden pro Tag auf ihren Höfen arbeiten, während eure vernachlässigten Felder traurig dahinsiechen.

Multiplayer-Knigge: Was geht – und was nicht?

Bevor wir uns den dedizierten Server für den Landwirtschafts-Simulator 22 widmen, möchten wir euch ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg geben, damit euer Multiplayer-Erlebnis nicht im Streit endet.

  • Die wichtigste Regel zu Beginn: Seid fair zueinander – und wenn ein Mitspieler mal Mist baut (im übertragenen Sinn!), drückt ihr ein Auge zu. Oder beide.

Stimmt euch gut ab und klärt eure Aufgaben auf den jeweiligen Höfen möglichst weit im Voraus. Tierzüchter profitieren von Höfen, die sich der Silage und Graslandtechnik verschrieben haben. Wer Weizen sät, freut sich über Gülle und Mist zur Düngung des Feldes.

Geteilte Arbeit bleibt immer noch Arbeit: Im Multiplayer geht die Arbeit auf dem Feld zügiger vonstatten. Einer drischt das Korn, der andere presst Strohballen. Geteilte Arbeit bleibt immer noch Arbeit: Im Multiplayer geht die Arbeit auf dem Feld zügiger vonstatten. Einer drischt das Korn, der andere presst Strohballen.

Und Forstwirte? Die machen ihr eigenes Ding. Aber auch das geht im Team schneller: Einer sägt und schneidet zu, der andere fährt die Stämme zum Abnehmer. Plant auch die Produktionsketten und ihre Gebäude. Keinem ist geholfen, wenn es zwei Bäckereien gibt, aber keine Mühle, die Getreide zu Mehl verarbeitet.

Und wo wir gerade bei Getreide sind: Bei aktivierter Fruchtzerstörung solltet ihr nicht wie ein Berserker durch die Felder eurer Mitspieler brettern - durch die eigenen natürlich auch nicht. Übernehmt gemeinsam Aufgaben, auch wenn ihr nicht an einem Hof arbeitet. Der Lohnunternehmerstatus eröffnet viele Möglichkeiten, um gemeinsam Spaß im Landwirtschafts-Simulator 22 zu haben.

Acht Bauernregeln für den Multiplayer
Wir haben für euch außerdem acht weitere Regeln zusammengefasst, die euch vielleicht etwas bekannt vorkommen:

  1. Ihr verliert kein Wort über den Multiplayer.
  2. Ihr verliert KEIN WORT über den Multiplayer.
  3. Wenn jemand »Stop« ruft, schlappmacht oder abklopft, ist das Pflügen vorbei.
  4. Es grubbern jeweils nur Zwei.
  5. Nur ein Feld auf einmal.
  6. Keine Hemden, keine Schuhe.
  7. Das Ernten dauert genauso lange, wie es dauern muss.
  8. und letzte Regel: Wer neu ist im Multiplayer, muss die Trecker saubermachen

Gemeinsam ist das Häckseln von Gras wesentlich einfacher zu bewältigen. Sofern euer Mitspieler die Bahn halten kann. Gemeinsam ist das Häckseln von Gras wesentlich einfacher zu bewältigen. Sofern euer Mitspieler die Bahn halten kann.

Dedizierte Server für den LS22

Einen Dedicated Server könnt ihr von einem Anbieter mieten (siehe Tabelle) – oder selbst einen aufsetzen.

Dedicated Server mieten

Je nach Anbieter können die Kosten stark variieren, zumal sie auch von der Anzahl der gemieteten Slots abhängen. Zum Redaktionsschluss des Sonderhefts standen die Preise für die LS22-Mietserver noch nicht fest.

Achtet beim Vergleichen darauf, dass ihr keine unbenötigten Slots, zu viel Mod-Speicherplatz oder einen optionalen Voiceserver (da gibt’s Gratis-Alternativen wie Teamspeak oder Discord) mitbezahlt. Auch die Laufzeit und die Zahlungsart wirken sich auf den Preis erheblich aus.

Überlegt euch also vorher, wie viele Spieler ihr seid und über welchen Zeitraum ihr spielen wollt. Bei jedem der von uns vorgestellten Anbieter lassen sich Mods und DLCs verwalten, die Slotanzahl anpassen und Speicherstände hoch- und runterladen.

Game Server Provider für den LS22

AnbieterWebsite
Gamed!degameserver.gamed.de
Nitradoserver.nitrado.net
GPORTALg-portal.com
4netplayersgameserver.4players.de

Euer eigener Game Server

Ihr wollt selbst einen Dedicated Server aufsetzen? Beim LS22 liegt im Standard-Installationsorder ein pdf-Guide, der genau erklärt, wie ihr einen einrichtet und verwaltet. Bitte beachtet, dass ihr pro Dedicated Server eine Spiellizenz benötigt.

Die detaillierte pdf-Anleitung liegt im Standard-Installationsordner. Die detaillierte pdf-Anleitung liegt im Standard-Installationsordner.

Die Vorteile eines eigenen Servers sind unter anderem:

  • Flexibilität bei der Einrichtung
  • eigene IP, die nicht mit anderen Nutzern geteilt wird
  • Sicherheit und Datenschutz
  • ihr könnt Speicherplatz, Anbindung etc. selbst anpassen
  • meist wesentlich kürzere Ladezeiten
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