Mafia-Erfinder macht sich über Remake lustig, löscht sein Posting danach wieder

Daniel Vavra hat seinerzeit Mafia als Director verantwortet, mit dem Remake allerdings nichts zu tun. Das stößt ihm offenbar sauer auf.

von Christian Just,
27.07.2020 11:30 Uhr

Der Erfinder der Marke ist offenbar über Mafia: Definitive nicht sonderlich erfreut. Der Erfinder der Marke ist offenbar über Mafia: Definitive nicht sonderlich erfreut.

Der Director und Schreiber hinter dem ersten Mafia, Daniel Vavra, zeigte sich bereits im Mai genervt über Fragen, inwieweit er beim Remake Mafia: Definitive Edition beteiligt ist. So erklärte er auf Twitter, dass er weder um seine Meinung noch seine Mitarbeit gebeten wurde und absolut nichts mit dem Remake zu tun hat.

Jetzt hatte Vavra ein Bild auf Facebook geteilt, das sich über das Remake lustig machte - wie die tschechische Eurogamer-Website berichtet.

Das Bild war wie ein Meme aufgebaut und zeigte einen erfundenen Vergleich zwischen »Current Gen« und »Next Gen«, mit dem einzigen Unterschied, dass der Charakter Paulie mit einem grünen Anstrich versehen wurde - wohl in Anlehnung an Shrek. Einen Screenshot des geposteten Bilds könnt ihr euch nach wie vor bei indan-tv.cz ansehen.

Öffentlicher Angriff auf Entwickler & Presse

Das Bild ist nicht das einzige Zeugnis eines wütenden Daniel Vavra. In den Kommentaren ließ der Entwickler noch einen sarkastischen Wutausbruch folgen, der sich so übersetzen lässt:

"Sicher gibt es rote, explodierende Fässer, ein Deckungssystem und physisches Schadensmodell wie in GTA 5 und fünf mal mehr Feinde. Es ist einfach in allen Belangen besser! Ich bin neidisch, dass ich es damals selbst nicht so machen konnte. Dass mir die explodierenden Fässer damals nicht in den Sinn kamen! Und dann noch die Autos, die wir nicht für Kinder gemacht haben, sondern stattdessen ein dummes Physik-System entwickelten, was einfach jeden gestört hat. Es hätte einfach so viel besser werden können."

Laut Eurogamer nahm Entwickler Hangar 13 diese Vorwürfe jedoch mit Fassung: Der Entwickler von Mafia 3 sieht es als »Kompliment«, dass Vavra lediglich an den Gameplay-Details Kritik übt und anscheinend am Großen und Ganzen nichts auszusetzen hat. Vavra nahm zusätzlich auch den Autoren des Eurogamer-Artikel auf Facebook ins Visier, bezeichnete ihn als »Hobby-Psychoanalytiker« und setzt den Journalismus der Website in Anführungszeichen.

Vavras harte Worte trafen in den Kommentaren seines eigenen Posts jedoch nicht nur auf positive Resonanz: Stattdessen kritisieren ihn einige User, dass Vavras letztes Videospiel Kingdom Come: Deliverance von sehr viel größeren Problemen geplagt wurde als denen, die er nun dem Mafia-Remake vorwirft.

Nachträgliche Entschuldigung gegenüber Eurogamer

Mittlerweile hat Vavra seinen Post mit dem Shrek-Paulie wieder entfernt und gegenüber Eurogamer.cz eine Stellungnahme abgegeben. Darin entschuldigte sich für seine Äußerungen und das vom ihm veröffentlichte Bild.

Er gibt zu, gegenüber seinen ehemaligen Kollegen unsensibel gewesen zu sein und einen Schauspieler beleidigt zu haben, der mit den für das Mafia-Remake getroffenen Entscheidungen nichts zu tun hatte. Seine Vorwürfe gegen Eurogamer.cz bleiben aber weiterhin auf Facebook bestehen.

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