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Adventskalender 2019

Making of Counter-Strike - Ein Spiel, das niemals Dust ansetzt

Die einzelnen Runden sind kurz, doch der Kampf währt seit fast 20 Jahren: Counter-Strike ist der unverwüstliche Dauerbrenner unter den Online-Shootern. GameStar sprach mit Erfinder Minh Le über die Entstehung der Mod, den Deal mit Valve und seine Ideen für ein nie vollendetes Counter-Strike 2.

von Heinrich Lenhardt,
27.12.2018 08:00 Uhr

Wir sprechen mit dem Counter-Strike-Erfinder Minh Le (links als Spraylogo) über die Entstehungsgeschichte seines Online-Phänomens. Wir sprechen mit dem Counter-Strike-Erfinder Minh Le (links als Spraylogo) über die Entstehungsgeschichte seines Online-Phänomens.

Irgendwann ist der letzte Level erkundet, der finale Boss entsorgt und der Reiz eines Computerspiels verflogen. Doch manche Titel weigern sich, unsere Gedanken und unsere Festplatten zu verlassen. Sie werden durch Updates und Community genährt, ihre Lebensdauer lässt sich nicht in Monaten oder Jahren, sondern in Jahrzehnten messen. Das Spiel als Lebensaufgabe, als Dauerservice, der seinem Anbieter langfristig schöne Umsätze beschert - diese Aussicht hat enorme Investitionen in Titel wie The Division, Destiny 2 oder Fortnite ausgelöst. Ob diese Enkelgeneration jemals die Langlebigkeit von Counter-Strike erreichen wird?

Counter-Strike: Global Offensive Counter-Strike: Global Offensive
Counter-Strike 1.6 Counter-Strike 1.6

Die allseits beliebte AK-47 damals und heute (rechts): Der spielerische Kern ist bemerkenswert beständig, aber grafisch hat sich Counter-Strike über drei Generationen hinweg fortentwickelt.

Am 19. Juni 1999 erscheint die erste Beta einer Mod für Half-Life, die das noch junge Internet im Sturm erobert. Counter-Strike ist bald beliebter als das Mutterspiel, wird von Valve gekauft, von Sierra in Schachteln gesteckt und von mehreren Spielergenerationen geliebt. 2011 spricht Valve von über 25 Millionen verkauften Einheiten, eine Zahl, die sich nach Schätzungen von SteamSpy durch Counter-Strike: Global Offensive inzwischen verdoppelt haben dürfte. Diese Version wird derzeit von über 700.000 Steam-Usern pro Tag gespielt- auch dank der jüngsten Free2Play-Umstellung samt Battle-Royale-Wagnis.

Beides ist reichlich umstritten, dennoch: Counter-Strike scheint unverwüstlich. Wie kommt's? Welcher Funke steckt in diesem Spiel, den andere nicht haben? Und woher kommt das alles? Nun, ausgelöst wird die andauernde Terroristenjagd von einem Informatikstudenten, der mit C64-Spielen aufwächst, durch Doom die Lust am Modden entdeckt und nach Erscheinen von Half-Life die PC-Spielewelt erobert.

20 Jahre GameStar: Die zehn wichtigsten Spiele (7/10) - Counter-Strike - »Bundeskanzler Schröder wollte es verbieten lassen« PLUS 5:58 20 Jahre GameStar: Die zehn wichtigsten Spiele (7/10) - Counter-Strike - »Bundeskanzler Schröder wollte es verbieten lassen«

Mehr Entstehungsgeschichten
Bei GameStar Plus veröffentlichen wir regelmäßig ausführliche Making-of-Reportagen, für die wir mit den Schöpfern von Spieleklassikern über Erfolge, Fehler und Anekdoten sprechen.

Half-Life - Wie Valve das Shooter-Genre eroberte
Unreal - Ein unwirklicher Erfolg
Cities: Skylines - Städterdämmerung
Jagged Alliance - Taktische Allianz-Arena
Starcraft - Blizzards Craft-Akt
Fallout - Der Anfang der Endzeit
Hexen 2 - Die Hexer von Madison
Knights of the Old Republic - Der Star-Wars-Messias
Dune 2 - Als die Echtzeit-Strategie aus der Wüste kam
Dungeon Keeper - Der Underground-Hit

»Nimm, was immer sie dir bieten«

Counter-Strike ist die Erfindung eines Studenten aus Surrey, einem Vorort der kanadischen Metropole Vancouver. In der Spielerszene ist Minh Le besser unter seinem Pseudonym »Gooseman« bekannt. Wir treffen ihn im zuverlässig verregneten Vancouver. Counter-Strike ist die Erfindung eines Studenten aus Surrey, einem Vorort der kanadischen Metropole Vancouver. In der Spielerszene ist Minh Le besser unter seinem Pseudonym »Gooseman« bekannt. Wir treffen ihn im zuverlässig verregneten Vancouver.

Nein, meint Minh Le lachend, für einen roten Ferrari à la John Carmack habe es leider nicht gereicht. Über genaue Zahlen des Counter-Strike-Deals redet man nicht, aber Le räumt ein, dass er damals - jung und naiv - das erstbeste Angebot von Valve abgenickt hat: »Wenn ich länger verhandelt hätte, wäre sicher ein besserer Deal dabei rausgekommen. Aber zu der Zeit war ich Anfang zwanzig und wusste nichts vom Business. Ich war total ehrfürchtig und wollte nichts riskieren, also sagte ich mir: Nimm, was immer sie dir bieten.«

Im Nachhinein vielleicht nicht die beste Geschäftsentscheidung, denn seit 2000 gehört Counter-Strike mit Haut und Haaren Valve und Minh Le erhält keine Tantiemen. Er will sich nicht beklagen, durch den Deal konnte er damals die Studiengebühren bezahlen und seinen Eltern mit ihrer Hypothek helfen. Aber er kann es sich nicht leisten, in Manier von Minecraft-Notch einen finanziell abgesicherten Vorruhestand zu genießen.

In den letzten Jahren arbeitete Le als freiberuflicher Programmierer und 3D-Modeler am Survival-Actionspiel Rust mit. Seit Anfang 2018 tüftelt er an einem neuen Geheimprojekt von Pearl Abyss, dem südkoreanischen Anbieter des MMOs Black Desert Online. Doch das ist Zukunftsmusik, wir tauchen bei unserem Treffen im zuverlässig regnerischen Vancouver in die Vergangenheit ein. Minh Le erzählt uns die Geschichte von Counter-Strike, an deren Anfang ein Diskettenkasten steht.

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