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Maneater im Test - Wie viel Spaß macht Open-World-Chaos aus der Hai-Perspektive?

Maneater steckt euch in die Haut eines menschenfressenden Raubfisches, zeigt im Test aber auch, warum ein gutes Action-Adventure mehr braucht als eine spannende Grundidee.

von Sascha Penzhorn,
22.05.2020 13:20 Uhr

Die letzten Augenblicke im Leben von Mama-Hai. Nach dieser Zwischensequenz spielen wir als Baby weiter. Die letzten Augenblicke im Leben von Mama-Hai. Nach dieser Zwischensequenz spielen wir als Baby weiter.

Immerhin geht Maneater recht clever los. Ihr steuert im Tutorial einen ausgewachsenen Bullenhai, und macht euch mit der Steuerung per Maus und Keyboard oder Controller vertraut, während im Hintergrund ein Sprecher zu orchestralen Klängen über die Natur von Haien referiert. Die ersten Minuten haben fast was von einer Art spielbaren Naturdoku.

Spannendes Konzept, aber diese Art Spiel ist Maneater natürlich nicht. Stattdessen verwandelt sich das Teil kurze Zeit später in eine trashige Reality-TV-Sendung zum Nachspielen. Erste Szene: Ihr werdet von einem Haijäger gefangen und gelyncht. Danach fangt ihr ganz unten an - als hilfloses Hai-Baby und euer eigener Nachkomme.

Wie das Leben als Hai funktioniert

Als Haibaby vergreift ihr euch erst mal an kleinen Fischen, Schildkröten und ähnlich harmlosem Getier, damit ihr groß und stark werdet. Entsprechend sehen auch die Quests aus: »Töte 10 Welse.« Kann man mal machen. Dazu hämmert man auf der Angrifftaste rum, so wird gefressen.

Manchmal hält man einen größeren Bissen auch eine Weile fest und wird dann vom Spiel aufgefordert, zu zappeln. Dazu rüttelt ihr am Steuergerät eurer Wahl. Durchs Fressen sammelt ihr Nährstoffe und Erfahrung, steigt im Level auf, wachst dabei immer ein Stück und bekommt etwas mehr Angriff, Verteidigung, Geschwindigkeit und so fort.

Maneater setzt euch auch gerne immer mal ein paar übermächtige Fressfeinde vor. Wenn ihr mit Level 2 in eurem Quest-Gebiet plötzlich von zwei Level-8-Alligatoren angegriffen werdet, seid ihr ganz schnell am Barsch. Das Leben als hilfloser junger Hai ist kein Spaß. Zum Glück gibt's endlose Respawns und Schnellreise.

Ein besseres Verdauungssystem gewährt etwas mehr Gesundheit beim Fressen. Das Erfolgserlebnis beim Freischalten hielt sich in Grenzen. Ein besseres Verdauungssystem gewährt etwas mehr Gesundheit beim Fressen. Das Erfolgserlebnis beim Freischalten hielt sich in Grenzen.

Ein paar Level später werdet ihr zum »Teenager« (die Bezeichnung stammt vom Spiel, nicht von uns). Jetzt seid ihr stark genug, es mit ersten Bossen aufzunehmen, den sogenannten Spitzenprädatoren. Besiegt ihr einen davon, schaltet ihr ein Upgrade für euren Hai frei.

Wir bekommen zum Beispiel Knochenflossen mit mehr Panzerung, Knochenzähne für mehr Schaden gegen Schiffe, sowie Elektrozähne, die Feinde kurzzeitig lähmen können. Außerdem gibt es passive Fähigkeiten wie ein besseres Verdauungssystem, das euch beim Fressen mehr Leben regeneriert, Giftdrüsen, verbesserte Schwanzflossen und einiges mehr.

Maneater - Screenshots des Hai-Rollenspiels ansehen

Womit ihr als Hai zu kämpfen habt

Habt ihr eure erste Evolutionsstufe erreicht, dürft ihr zum ersten Mal Jagd auf Menschen machen. Dazu versenkt ihr Tretboote und schnappt euch die Insassen oder werft euch auch mal an Land und schnappt euch dort ein paar knusprig braune Touristen. Das geht immer nur für einige Augenblicke, bevor ihr zurück ins Wasser müsst.

Sorgt ihr für ordentlich Panik, kommen Jäger angebrettert. Das fängt recht harmlos mit irgendwelchen Amateuren auf Jetskis an, dann kommen Jagdboote und Feinde mit Gewehren. Nehmen die euch aufs Korn, müsst ihr eine Ausweichrolle tätigen, um nicht getroffen zu werden. Das wiederholt ihr gefühlt alle zwei Sekunden.

Andernfalls segnet ihr rasch das Zeitliche oder sucht euer Hail in der Flucht. Werdet ihr erst mal zum ausgewachsenen Hai, macht ihr mit diesen Gestalten kurzen Prozess, worauf sie nachrüsten und auf Dynamit umsteigen. Der Kreislauf des Lebens.

Wir haben Jäger-Boss Schnuckel Paul verärgert und müssen ihn nun bekämpfen. Die deutsche Übersetzung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wir haben Jäger-Boss Schnuckel Paul verärgert und müssen ihn nun bekämpfen. Die deutsche Übersetzung ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Vernichtet ihr genug Jäger, macht ihr über kurz oder lang spezielle Boss-Jäger auf euch aufmerksam, die mit einer kurzen Zwischensequenz auftauchen und euch weitere Upgrades gewähren, wenn ihr sie ausschaltet.

Und so kämpft ihr abwechselnd gegen Bossfische und Bossjäger, pfeift euch zwischendurch ein Dutzend Makrelen rein und stolpert unterwegs auch mal über die eine oder andere versteckte Sehenswürdigkeit, wie ein abgesoffenes Liebespaar oder eine Cthulhu-Statue. Wie romantisch!

Nach rund acht Stunden ist die Rachegeschichte durch. Für einen Action-Titel ohne Multiplayer eine gerade noch passable Spielzeit. Das Problem ist allerdings: Nach spätestens zwei Stunden habt ihr bereits alles gesehen, was Maneater zu bieten hat.

Hat uns ein Jäger im Visier, müssen wir ihn durch eine Ausweichrolle abschütteln, sonst fangen wir uns eine Kugel ein. Wirklich fordernd oder spielerisch spannend ist das allerdings nicht. Hat uns ein Jäger im Visier, müssen wir ihn durch eine Ausweichrolle abschütteln, sonst fangen wir uns eine Kugel ein. Wirklich fordernd oder spielerisch spannend ist das allerdings nicht.

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