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Fazit: Mass Effect: Andromeda im Test - Hält die PC-Version, was BioWare versprochen hat?

Fazit der Redaktion


Elena Schulz
@Ellie_Libelle

Ich bin von Anfang an mit gemischten Gefühlen an Mass Effect: Andromeda herangegangen. Der Abschied von der alten Trilogie fand meiner Meinung nach zum richtigen Zeitpunkt statt, Shepards Geschichte war erzählt und es war Zeit, weiterzuziehen. Trotzdem kam ich nicht umhin, mich zu Spielbeginn ständig zurückzuerinnern und alles miteinander zu vergleichen. War die Geschichte früher nicht spannender? Die Charaktere interessanter?

Dabei wollte BioWare genau das vermeiden. Erst, als ich angefangen habe, Andromeda wirklich wie einen Neuanfang zu behandeln, wurde ich richtig mit dem Spiel warm. Ich habe erkannt, dass ich die Fremde bin, die einer neuen Galaxie erst skeptisch gegenübersteht, aber trotzdem Hoffnung hat - so gesehen sind Ryder und ich in dem Moment gar nicht so verschieden. Andromeda erzählt genau die Geschichte, die ich mit dem Abschied von meinem alten Mass Effect in diesem Moment auch selbst erlebe.

Und ja, auch in dieser Geschichte ist nicht alles perfekt: Es ärgert mich, dass die Planetenerkundung für mich im Vergleich zu Mass Effect 1 nicht spannender geworden ist, dass es so viele »Lückenbüßer-Missionen« gibt, um die Spielzeit zu strecken oder die Animationen die Figuren ins Lächerliche ziehen. Auch als Spieler muss ich mich auf der Suche nach einem neuen »spielerischen Zuhause« mit zahlreichen Widrigkeiten herumschlagen. Trotzdem bin ich mittlerweile überzeugt: Andromeda ist der Start in ein neues Abenteuer, das genauso großartig werden könnte, wie die alte Mass-Effect-Saga und die Momente, in denen das durchblitzt, sind mir die mühevolle Suche danach wert. Das ist aber nur der erste Schritt: Ob ich mich in Andromeda irgendwann wirklich zuhause fühle, entscheidet, wie BioWare die Geschichte nun weiterspinnt.


Rae Grimm
@freakingmuse

Mass Effect: Andromeda ist ein gigantisches Spiel, das sein ebenso beträchtliches Potenzial leider nicht so auskostet, wie ich es mir gewünscht hätte. Macht es das aber gleich zu einem schlechten Spiel? Absolut nicht! Andromeda ist ein durchweg sehr gutes Action-RPG, in dessen Welten ihr euch über viele Stunden hinweg verlieren könnt. Trotz seiner überwältigenden Größe und Questzahl hatte ich während meiner Zeit in Andromeda nur selten das Gefühl, dass das neue Mass Effect meine Zeit nicht respektiert und mich mit Füllmaterial bombardiert. Bioware gelingt es hervorragend, die Stimmung des Aufbruchs in eine neue Galaxie einzufangen und in eine unterhaltsame Geschichte voller Rätsel rund um den Überlebenskampf um eine neue Heimat zu verpacken.

Obwohl Mass Effect: Andromeda für sich allein steht und problemlos ohne Vorwissen gespielt werden kann, werden Fans der Original-Trilogie natürlich Vergleiche ziehen und die Spiele gegeneinander abwägen. Mir persönlich haben die emotionalen Höhepunkte der ersten Spiele gefehlt, die Shepards Abenteuer für mich zu einem so unvergesslichen Erlebnis machen, zu dem ich auch Jahre später noch gern zurückkehre. Missionen wie Virmire und Ilos in Mass Effect 1 oder Priorität Rannoch aus Teil 3 sind mir bis heute in Erinnerung geblieben und an solchen Momenten mangelt es Andromeda.

Dennoch ist Mass Effect: Andromeda ein gelungener Neuanfang und eine sinnvolle Evolution der Reihe, die zeigt, dass Bioware aus Mass Effect 3 und Dragon Age: Inquisition gelernt hat. Zu einem perfekten Spiel macht es den vierten Teil der Reihe zwar nicht und viele der getroffenen Kompromisse werden die Fangemeinde spalten. Dennoch erreicht das Spiel für mich genau das, was es erreichen will: Es weckt den Wunsch nach Entdeckung und Abenteuer in einer fremden Galaxie und Andromeda tut viel, um ihn mir zu erfüllen.


Heiko Klinge
@HeikosKlinge

Mass Effect: Andromeda mag kein perfektes Rollenspiel sein, aber eine Sache macht es meiner Meinung nach besser als die meisten Genre-Kollegen: Es gibt mir von Anfang an eine Mission, für die ich mich brennend interessiere. Es liegt in meiner Hand, für 20.000 Menschen ein neues Zuhause zu finden, und das fühlt sich verdammt gut an! Das ist erzählerisch vielleicht nicht sonderlich subtil, hat mich von Anfang an aber ungemein motiviert. Und so scanne ich selbst die 375. außerirdische Technologie noch mit dem gleichen Feuereifer wie die erste. Ich habe schließlich eine Verantwortung!

Hinzu kommt, dass BioWare bei Andromeda sämtliche Elemente deutlich cleverer verzahnt als in Dragon Age: Inquisition oder auch in den Serienvorgängern. Der Wiederaufbau der Nexus-Station, die Entdeckung und Erschließung neuer Welten, die Quests sowie das Beziehungsgeflecht zu meinen Mitstreitern gehen in Andromeda derart fließend ineinander über, dass ich selbst bei spielerisch eigentlich monotonen Aufgaben motiviert am Ball bleibe. Das gelingt meines Erachtens sogar besser als in den ersten beiden Mass Effects, viele scheinen offenbar die öden Mako-Erkundungsmissionen von Teil 1 oder das noch ödere Planetenscannen in Teil 2 vergessen zu haben.

Die Schwächen bei Gegner-KI und -Abwechslung stören mich ebenfalls weniger als die Kollegen. Möglicherweise wegen meiner … ähem … überschaubaren Shooter-Skills. Möglicherweise aber auch, weil das flexible Charaktersystem erstaunlich viel Raum zum Experimentieren gibt, sodass zumindest mir die Gefechte nie langweilig wurden. Ich kann jeden Serienfan verstehen, der mit Andromeda nicht warm wird, weil er sich coolere Charaktere (wie in Teil 1), eine dramatischere Handlung (Teil 2) oder spannendere Kämpfe (Teil 3) erhofft hat. Wer jedoch seine Erwartungen beiseiteschiebt, wird mit einem ebenso gigantischen wie motivierendem Science-Fiction-Rollenspiel belohnt, in das man sich wochenlang verlieren kann.


Julius Busch
@HeartshotMusic

Ich will hier erstmal ein paar Sachen aus dem Weg räumen, um dann mit einem riesigen Aber zu kontern: Ja, Mass Effect: Andromeda fühlt sich trotz früherer Aussagen der Entwickler sehr stark wie ein Dragon Age Inquisition im Weltall an. Und ja, die Animationen der Charaktere sehen in vielen Situationen gefühlt noch genauso hölzern aus wie in den Vorgängern (auch wenn ich die sicher besser in Erinnerung habe, als sie tatsächlich waren). Aber Mass Effect: Andromeda liefert uns trotz allem das, was dick auf der Verpackung stand. Ein episches Weltraum-Abenteuer in einer gigantischen und oft wunderschönen Spielwelt.

Wenn ich durch mein Schiff spaziere und mit meinen Kameraden quatsche, dann kommt da wieder dieses Mass Effect-Gefühl auf. Auch während der Missionen höre ich gerne den Gesprächen meines Squads zu, in denen ich ständig mehr über sie erfahre. Und auch wenn mich der Anfang emotional kälter gelassen hat als er sollte, so nimmt die emotionale Bindung zu einzelnen Charakteren im späteren Story-Verlauf deutlich zu. Enorm gewonnen hat das Spiel durch das deutlich dynamischere Kampfsystem. Wir kleben nun nicht mehr per Knopdruck an unserer Deckung fest und sind dank Jetpack sehr mobil unterwegs. Das macht richtig Spaß!

Gerät die Story durch das viele Erkunden und Abarbeiten von Nebenaufgaben oft ins Hintertreffen? Ja, schon. Aber die entscheidenden Punkte der Geschichte liefern dann wieder genügend Fleisch, um mich bei der Stange zu halten. Und das freie Erkunden hat sicherlich auch seinen ganz eigenen Reiz, auch wenn es vielleicht nicht das Erste ist, was man von einem Mass Effect-Spiel erwartet. Mass Effect: Andromeda versucht den Spagat zwischen freier Erkundung und emotionaler Erzählung - und macht dabei sicherlich nicht alles richtig, aber genug, um mich noch für viele Stunden zu fesseln.

4 von 5

zur Wertung



Kommentare(498)

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