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Seite 2: Mass Effect: Andromeda im Test - Hält die PC-Version, was BioWare versprochen hat?

Grafik hui, Animationen pfui

Während die PC-Umsetzungen von Mass Effect 1-3 technisch eher mau ausfielen, macht Andromeda auf dem PC nämlich vieles richtig. Das hat das Spiel auch der Frostbite Engine von DICE zu verdanken, die unter anderem für die sehr ansehnliche Grafik in Spielen wie Star Wars: Battlefront oder Battlefield 1 verantwortlich ist. Das optische Niveau dieser Titel erreicht Andromeda zwar nicht ganz, da es vermutlich auf einer etwas älteren Version der Frostbite-Engine basiert, insgesamt stimmt die Grafik aber.

Die Gesichtsanimationen in Mass Effect: Andromeda sind leider oft Grund zur Belustigung - oder zum Fremdschämen.Die Gesichtsanimationen in Mass Effect: Andromeda sind leider oft Grund zur Belustigung - oder zum Fremdschämen.

Die Texturen sind größtenteils sehr scharf, die Beleuchtung wirkt samt passender Schatten realistisch und die Reflexionen sind hoch aufgelöst. HDR unterstützt Mass Effect ebenfalls, mangels eines passenden Bildschirms konnten wir das bislang aber nicht testen. Für die Kantenglättung stehen wie inzwischen so oft nur die Post-Processing-Verfahren FXAA und TAA zur Wahl, grade TAA macht seine Sache bei niedrigem Leistungshunger aber gut.

Weniger überzeugend sind die oft zu flach und unecht wirkenden Haare sowie die Animationen der Spielfiguren, vor allem in Bezug auf das Gesicht. Sie sehen teils etwas leblos, nicht mehr ganz zeitgemäß und unfreiwillig komisch aus, was Mass Effect bereits jede Menge Spott eingebracht hat. Das ist besonders ärgerlich, wenn man bedenkt, dass gerade das bei der ursprünglichen Trilogie sehr gelobt wurde – und das trotz veralteter Grafik.

Technisch eine runde Sache

Die Performance von Mass Effect: Andromeda stimmt dagegen bereits in unserer Test-Version. Das Spiel ist zwar vor allem auf den höheren Qualitätsstufen und in Bezug auf die Grafikkarte sehr anspruchsvoll, störende Ruckler, Bugs oder Abstürze sind uns bislang aber nicht aufgefallen. Nur in den (schicken) Zwischensequenzen sinken die fps teils ungewöhnlich stark, das stellt spielerisch aber kein nennenswertes Problem dar. Wenn das Tool Corsair Utility Engine installiert ist, startet Andromeda außerdem laut Erfahrungsberichten in Foren nicht, in diesem Fall hilft nur die Deinstallation des Tools.

Mit einer Geforce GTX 1070 und einem Core i7 7700K haben wir in Full HD auf der Stufe Ultra etwa 77 fps erreicht. Setzen wir außerdem noch die Umgebungsverdeckung und die Beleuchtungsqualität auf das Maximum, sind es zehn fps weniger. So ganz klappt es außerdem nicht mit BioWares angekündigtem 4K-Versprechen: Wir kommen bei Ultra-Details und einem sehr flotten Prozessor trotz GTX 1080 Ti nur auf etwa 45 fps und nicht auf die versprochenen 60 und mehr.

Erfahrungswerte mit anderer (und vor allem langsamerer) Hardware folgen voraussichtlich noch in einem separaten Technik-Check. In Sachen VRAM-Bedarf schlägt Andromeda dabei Frostbite-Engine-typisch nicht über die Stränge: In Full HD reichen selbst auf der maximalen Detailstufe 4,0 GByte VRAM aus, in WQHD (2560x1440) wird diese Grenze nur knapp mit etwa 4,5 Gbyte überschritten.

Spielen in 21:9 Mass Effect: Andromeda unterstützt von Haus aus 21:9-Auflösungen, bei den Zwischensequenzen und den Ladebildschirmen tauchen aber leider links und rechts schwarze Balken auf.

Spielen in 16:9 Im weiter verbreiteten 16:9-Format ist seitlich deutlich weniger von der Spielwelt zu sehen, durch die geringere Pixelzahl sinkt aber auch der Hardware-Anspruch etwas.

Beachten Sie, dass bei der Auswahl bestimmter Grafik-Presets die intern berechnete Auflösung des Spiels gesenkt wird (Up-Sampling). Das erhöht einerseits die fps, andererseits verliert das Bild dadurch sichtbar an Schärfe. Auf Wunsch lässt sich die Auflösungs-Skalierung aber manuell wieder deaktivieren, außerdem ist auch das interne Berechnen in einer höheren Auflösung für bessere Bildqualität (bei niedrigeren fps) möglich (Down-Sampling).

Das Grafikmenü fällt insgesamt sehr umfangreich aus, neben einzelnen Reglern für verschiedene Bereiche wie die Qualität der Texturen, der Schatten oder der Effekte lassen sich erfreulicherweise auch die Filmkörnung und die chromatische Abberation auf Wunsch deaktivieren. 21:9-Auflösungen werden ebenfalls unterstützt, allerdings nicht bei den Zwischensequenzen und den Ladebildschirmen - hier sind links und rechts jeweils störende schwarze Balken zu sehen. Unterm Strich spricht damit aus technischer Sicht nichts gegen den Kauf der PC-Version von Mass Effect: Andromeda.

Aber kann der neue Teil auch spielerisch überzeugen? Das hängt entscheidend davon ab, wie sehr Sie sich mit einer Rolle als Forscher und Entdecker identifizieren können. So spannend deren große Mission ist, so öde kann kann immer mal wieder das Tagesgeschäft werden.

Mass Effect: Andromeda - Alle Detailstufen mit Bildrate und VRAM-Auslastung im Grafik-Vergleich 3:38 Mass Effect: Andromeda - Alle Detailstufen mit Bildrate und VRAM-Auslastung im Grafik-Vergleich

Die besten Begleitermissionen der Seriengeschichte

Sobald wir unseren Fuß auf einen neuen Planeten setzen, tauchen haufenweise Symbole auf der Karte auf. Das überarbeitete Quest-Design von Mass Effect: Andromeda ist ein weiterer Punkt, an dem sich die Geister scheiden werden.

Denn obwohl quasi jede einzelne der unzähligen Missionen ihren Platz im Gesamtgefüge der Kernidee hat, heißt das noch lange nicht, dass jede von ihnen Spaß macht - ja, auch Andromeda füllt seine Spielzeit mit einigen Fleißaufgaben nach schlechtem Inquisition-Vorbild. Der große Unterschied zum letzten BioWare-Spiel: Jede Quest kann sich völlig anders entwickeln, als es zunächst den Anschein hat, und das ist wirklich großartig!

Nebenquests setzen sich oft aus verschiedenen Dingen zusammen: Mal müssen wir Objekte scannen, mal kämpfen, mal ein bestimmtes Gebiet erkunden.Nebenquests setzen sich oft aus verschiedenen Dingen zusammen: Mal müssen wir Objekte scannen, mal kämpfen, mal ein bestimmtes Gebiet erkunden.

So kann sich eine simple Sammel-Quest plötzlich zu einem dramatischen Mini-Thriller samt überraschenden Wendungen entwickeln. Was mit dem stupiden Scannen eines Planeten anfängt, entpuppt sich später als wichtiger Schritt zur Lösung des Rätsels um eine der verschwundenen Archen oder gar wird zu einer der Charakter-bezogenen Loyalitätsmissionen.

Letztere kennen Fans bereits aus Mass Effect 2, in Andromeda erreichen sie allerdings neue Höhen, weil sie sich viel weniger erzwungen anfühlen. Wer lebt oder stirbt, hängt nicht davon ab, ob er vorher mit seinen Vaterkomplexen konfrontiert wird. Anstatt nach einem immer gleichen Schema zu verlaufen, entwickeln sich diese Missionen in Etappen, hängen zusammen oder verändern sich je nach Beziehungsstatus mit einem Charakter.

So bekommt die eigentlich schon abgeschlossene Quest von Ex-Cop Liam unerwartet weitere Szenen, wenn Ryder auch die seines Freundes Jaal beginnt.Die Loyalitätsmissionen der Crew gehören in Mass Effect: Andromeda zu den absoluten Highlights des Spiels. Sie legen nicht nur ihren Fokus auf Ryders Begleiter und geben ihnen mehr Tiefe, sondern bieten außerdem oft eine größere spielerische Abwechslung als die Hauptmission selbst.

Mass Effect: Andromeda - Deutsche gegen englische Synchronisation: Welche Version klingt besser? 2:39 Mass Effect: Andromeda - Deutsche gegen englische Synchronisation: Welche Version klingt besser?

Noch gigantischer als Inquisition

Bioware hat Mass Effect: Andromeda mehrfach als enorm umfangreiches Spiel angepriesen. Die Untertreibung des Jahres! Wer zügig die Hauptquest absolviert, muss allein dafür schon mindestens 40 Stunden einplanen. Man kann aber auch problemlos das Doppelte oder Dreifache an Zeit investieren. Denn die Unmenge an Missionen jeder Größe, die sich auf den verschiedenen Planeten versteckt, ist nicht weniger als überwältigend. Andromeda ist quasi eine Quest-Hydra: Mit jedem abgeschlagenen Kopf tauchen ein Dutzend weitere auf. So viel Auswahl! Das Logbuch lässt sich dabei bequem mit der Maus durchklicken was bei der verwinkelten Ordnerstruktur definitiv ein Pluspunkt auf dem PC ist.

Zudem sind alle Missionen in der Grundidee des Überlebenskampfs in einer neuen Galaxie verankert, in der es an allem mangelt - sei es an Trinkwasser, Katzen oder bewohnbaren Planeten. Es ergibt Sinn, dass jeder etwas braucht, schließlich ist die Neubesiedlung von Planeten auch ohne all die Probleme der Andromeda Initiative kein Zuckerschlecken.

Trotzdem kann es ermüdend sein, wenn man zum fünften Mal mit dem Nomad über eine Planetenoberfläche brettert, immer auf der Suche nach dem ein oder anderen Stein/Gewächs/Menschen, um jemanden glücklich zu machen und die Besiedlung voranzutreiben oder doch noch die ein oder andere Ressource für das neue Lieblingsgewehr zu sammeln.

Entscheidung 1 Je nachdem, wie wir uns in Situationen entscheiden, kann der Spielverlauf drastisch anders verlaufen.

Entscheidung 2 Sind wir nett zu Sloane Kelly, öffnen sich uns neue Türen.

Entscheidung 3 Wenn wir es auf Steit anlegen, kann die Situation leicht exkalieren – dafür können sich später neue Optionen auftun.

Dass der Nomad uns den ein oder anderen Fluch entlockt, liegt aber nicht nur daran. Tatsächlich steuert sich das Landfahrzeug ähnlich mühsam mit Maus und Tastatur wie es schon beim Mako in Mass Effect 1 der Fall war. So lässt sich die Sensibilität zwar herunterstellen, das Fahrzeug bricht aber trotzdem schnell aus und ist mit aktivierter Schubfunktion kaum noch kontrollierbar. Der Allradantrieb soll uns eigentlich auch Berge hinaufbefördern, oft genug rutscht der Nomad aber trotzdem ab - da nützt auch die sonst praktische Sprungfunktion nichts mehr.

Das sorgt zwischendurch für unnötigen Frust beim Erkunden der Planeten. Vor allem, da sonst ein wirklich schöner Fluss zwischen Handlung und Nebenquests entsteht: Wie sehr beides Hand in Hand geht, wird vor allem bei dem Versuch deutlich , einen unbewohnbaren Planeten in einen Kolonie zu verwandeln. Hier zeigt sich, wie viele Mechaniken Andromedas ineinander greifen und wie verhältnismäßig komplex es im Vergleich zu den ersten drei Teilen ist.

Der Nomad ist agiler als der Mako und unverzichtbar auf den weitläufigen Planeten. Leider spielt die Steuerung nicht ganz mit.Der Nomad ist agiler als der Mako und unverzichtbar auf den weitläufigen Planeten. Leider spielt die Steuerung nicht ganz mit.

Selbst das Crafting-System fühlt sich deutlich besser ein, als noch bei Dragon Age: Inquisition. Um Waffen, Rüstungen oder Verbesserungen herzustellen, müssen Materialien und Entwürfe gesammelt oder gekauft werden. Keines von beiden ist sonderlich schwierig, da es Ressourcen dank eines großzügigen Lootsystems und eines Inventars, das nur selten an seine Grenzen kommt, im Überfluss. Falls es doch einmal knapp im Inventar wird, lassen sich überflüssige Waffen leicht zerlegen, was neue Materialien zum Craften bringt. Ansonsten lässt sich auch quasi alles einfach bei Händlern auf den verschiedenen Planeten zu verkaufen, sodass niemand wirklich gezwungen ist, das Crafting-System zu nutzen - außer er möchte seinem kroganischen Hammer unbedingt einen Namen geben oder einen der selteneren Gegenstände erhalten.

Was mit einer einfachen Scan-Aufgabe beginnt, kann schnell zu etwas viel Größerem führen - sogar zu einem Bosskampf.Was mit einer einfachen Scan-Aufgabe beginnt, kann schnell zu etwas viel Größerem führen - sogar zu einem Bosskampf.

Um auf einer Welt eine Siedlung errichten zu können, reicht es nämlich nicht, dass Ryder eine von den mysteriösen (und angriffslustigen) Remnant hinterlassene Technologie zum Terraforming aktivieren. Zudem müssen Andromeda Viability Points (AVP) gesammelt werden, die zum einen die Lebensfähigkeit auf einem Planeten erhöhen, zum anderen aber auch dafür sorgen, dass sich der Zustand der Nexus-Station verbessert und mehr Kolonisten aus dem Kryoschlaf geweckt werden können.

Das geschieht einmal durch die Reparatur der zerstörten Umwelt, aber auch durch das Erfüllen von Quests, durch die Ryder neue Verbündete gewinnt. Denn nur weil das Wasser auf Kadara nicht mehr toxisch ist, heißt es schließlich nicht, dass dessen Bewohner einen nicht mehr töten wollen, wenn man sich daneben benimmt. Und töten wollen Ryder einige, aber leider nicht genug.

Mass Effect: Andromeda - Briefing zu den bewohnbaren Planeten 3:47 Mass Effect: Andromeda - Briefing zu den bewohnbaren Planeten

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