Fans von Mount & Blade 2: Bannerlord sind das Warten gewohnt. Allein die Entwicklung der mittelalterlichen Sandbox nahm inklusive Early Access zehn Jahre in Anspruch. Da sollte es nicht überraschen, dass der neue Patch auf Version 1.3.0 ganze neun Monate auf sich warten ließ.
Immerhin: Das Update, das vorerst nur in einer Beta-Version verfügbar ist, greift dafür tief in die Spielmechaniken von Mount & Blade 2 ein. Die kompletten Patch Notes ab Seite 3 umfassen mehr Zeichen, als wir zählen wollen. Spieler dürfen sich über Veränderungen in der Welt von Calradia, KI-Verbesserungen, ein deutlich aufpoliertes Balancing und eine Menge an neuen Inhalten freuen.
Der Umfang ist nicht ganz zufällig: Patch 1.3.0 legt den Grundstein für das kommende Addon Mount & Blade 2: War Sails, das in Kürze erscheinen soll (Release im Herbst 2025).
Ein Meilenstein für die Diplomatie
Lange Zeit war die Diplomatie in Mount & Blade 2: Bannerlord ein eher stumpfes Werkzeug. Mit der Version 1.3 ändert sich das grundlegend. Kernstück der Überarbeitung sind die neuen Allianzen und Handelsabkommen.
Als König könnt ihr euch jetzt mit anderen Königreichen verbünden. Das stärkt eure Position im Krieg, da Verbündete mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Krieg gegen eure Feinde führen. Auch könnt ihr einen Kriegsaufforderung aussprechen, was aber ordentlich Gold kosten kann. Es gibt aber auch die umgekehrte Situation: Die KI kann euch als Söldner anheuern, um einen Krieg zu führen, und euch dafür bezahlen.
Dazu kommen die Handelsabkommen. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Karawanen des verbündeten Reiches eure Siedlungen besuchen. Das sorgt für einen stabileren Warenfluss und verbessert die Wirtschaft. Doch der vielleicht spannendste neue Mechanismus ist das sogenannte »Parley-System«.
Ihr könnt jetzt Lords oder Siedlungen aus der Ferne über einen Boten ansprechen, müsst also nicht mehr zwangsweise zum entsprechenden Anführer oder der Stadt reiten. Diese Funktion ermöglicht auf Clan-Ebene Verhandlungen, Geiselbefreiungen oder das Anstiften von Verrat, ohne dass ihr direkt anwesend sein müsst.
Unsichtbar wie ein Schatten
Einer der wohl größten Neuerungen ist das komplett überarbeitete Stealth-System, das mit den Missionen in Banditen-Verstecken und Gefängnissen Einzug hält. Ihr könnt euch nun heimlich durch Verstecke schleichen, Feinde leise ausschalten und deren Leichen wegschaffen. Die Erkennung durch Gegner hängt von Licht, Geräuschen und eurer Sichtbarkeit ab.
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Trailer: So wird War Sails, das erste Addon zu Mount & Blade 2
Eine Verdachtsanzeige über ihren Köpfen signalisiert, wie kurz eure Figur vor der Entdeckung stehen. Wer lieber den direkten Kampf sucht, kann das Versteck auch wie gewohnt ausräuchern, sobald ihr die ersten Außenposten ausgeschaltet habt. Das neu implementierte Verkleidungssystem erlaubt es euch zudem, in feindliche Städte einzudringen, ohne direkt erkannt zu werden. Jede auffällige Handlung – sei es Rennen oder das Zücken einer Waffe – erhöht dabei den Argwohn der Wachen.
Eure Roguery-Fähigkeit ist hierbei entscheidend, da sie nicht nur den Schaden bei Überraschungsangriffen, sondern auch eure Bewegungsgeschwindigkeit und Geräuschentwicklung beeinflusst. Dementsprechend wurden viele Missionen, insbesondere Gefängnisausbrüche, an diese Mechanik angepasst.

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