Mount & Blade 2 schraubt doch die Physik runter & könnte davon profitieren

Unser Mittelalter-Experte Jochen hat auf der gamescom Mount & Blade 2 gespielt und verrät im Stream, wieso die Entwickler die Physik entschärfen.

von Fabiano Uslenghi,
21.08.2019 16:22 Uhr

Mount & Blade 2 hat eine sehr bewegte und vor allem lange Entwicklungsgeschichte hinter sich. Das bedeutet natürlich auch, dass die Entwickler seit der Ankündigung 2012 viele Features nicht nur geschliffen, sonder sogar vollständig verändert haben. Dazu gehört wohl auch die ausgeklügelte Spielphysik, die bei unserem Besuch vor zwei Jahren noch als wichtige Neuerung angekündigt wurde.

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Auf der gamescom 2019 konnte unser Geschichts-Profi und Mount-&-Blade-Superfan Jochen Redinger erneut in die aktuelle Version von Mount & Blade 2 reinspielen, das vor kurzem sogar endlich einen Release-Termin bekommen hat - zumindest für den Early Access.

Im Stream verriet Jochen auch, weshalb die Entwickler sich wohl entschlossen haben, die physikalischen Auswirkungen nun doch wieder zu entschärfen. Laut ihm sei diese Entscheidung nämlich gar nicht so verkehrt.

Den Stream zu Mount & Blade 2 findet ihr oben verlinkt. Das Interview mit Jochen über die Spielphysik beginnt ab 02:52:15.

Mount & Blade 2: Neues Gameplay aus der Sandbox-Kampagne - Belagern und Erobern im Mid-Game PLUS 12:54 Mount & Blade 2: Neues Gameplay aus der Sandbox-Kampagne - Belagern und Erobern im Mid-Game

Entwickler wollen Spielern nicht die Kontrolle entziehen

Der Gedanke hinter der neuen Physik-Engine für Mount & Blade 2 war recht Simpel. Spieler sollten ein realistischeres Gefühl dafür bekommen, was passiert, wenn während einer Schlacht zwei Ritter in voller Plattenrüstung aufeinanderprallen. Die Antwort: Viele fliegende Reiter und purzelnden Klepper.

Wie ihr aber auch gut in den neuen Gameplay-Szenen sehen könnt, ist das bei Mount & Blade 2 nun nicht mehr unbedingt der Fall. Das Kollisionsverhalten wurde leicht entschärft, was zu weniger rollenden Fußsoldaten und stürzenden Reitern führt.

Das liegt schlicht daran, dass die Entwickler nicht zu viel Energie in Features stecken wollen, die den Spielern die Kontroller über das Geschehen entziehen. Etwa wenn das Pferd plötzlich bockt oder vorn überfällt.

Die Physik soll laut unseren Testers Jochen aber nach wie vor eine größere Rolle spielen als bei Warband. Zumal haben die Entwickler stets zwischen mehreren Features abwägen müssen und in diesem Fall seien die größeren Schlachten wichtiger gewesen, als ein übermäßig kompliziertes Physik-System. Was sich für Jochen beim Anspielen auch wie die richtige Entscheidung anfühlte.

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