Nach Spende für Notre-Dame - Volle Server bei AC: Unity, Spieler betreiben "positives Review-Bombing"

Nach dem Brand von Notre-Dame spendete Ubisoft Geld für den Wiederaufbau und verschenkt Assassin's Creed: Unity. Das Resultat sind volle Server und positive Wertungen auf Steam.

von Mathias Dietrich,
22.04.2019 10:52 Uhr

Assassin's Creed: Unity ist der neueste Fall von Reviewbombing bei Steam. Zur Abwechslung ist das aber mal positiv.Assassin's Creed: Unity ist der neueste Fall von Reviewbombing bei Steam. Zur Abwechslung ist das aber mal positiv.

Als Reaktion auf die traurige Nachricht, dass Notre-Dame abgebrannt ist, spendete Ubisoft nicht nur Geld für den Wiederaufbau, sondern verschenkt das in Frankreich spielende Assassin's Creed: Unity, in dem ihr das historische Gebäude virtuell erkunden könnt. Als Reaktion folgte ein Reviewbombing auf Steam: Dort hagelt es seitdem positive Bewertungen für das Spiel.

Die Gesamtwertung aller Reviews - derzeit etwas mehr als 19.000 - ist nach wie vor »Ausgeglichen«. Über 12.000 positive Reviews halten sich die Waage mit mehr als 7.000 negativen Stimmen. Seit Ubisoft jedoch seine Gratisaktion startete, stieg die Anzahl der zufriedenen Nutzer stark an.

Wieso hat Unity überhaupt so viele negative Wertungen? Zur Veröffentlichung im Jahr 2014 war mit dem Actionspiel von Ubisoft einiges im Argen. Nicht nur plagten Bugs den Titel, es gab selbst auf damaligen High-End-PCs heftige Performance-Probleme. Erst mit einer Reihe von Patches behob der Entwickler einen Großteil der Fehler. Den schlechten Ruf konnte das Spiel aber nicht wieder loswerden.

Assassin's Creed Unity - Screenshots aus der PC-Version ansehen

Was sagen die Spieler jetzt? Viele der Spieler loben vor allem Ubisofts derzeitige Gratisaktion und die Spende für den Wiederaufbau der berühmten katholischen Kirche. Andere Nutzer nehmen die Ereignisse als Anlass, nochmal einen Blick in den Titel zu werfen und geben ausführliche Reviews ab. Mittlerweile erntet vor allem die Grafik Lob und auch die Parkour-Mechanik wird positiv hervorgehoben. Meldungen über Bugs und ähnliches gibt es in letzter Zeit weniger.

Derzeit ist Unity so beliebt, dass die Server unter Ansturm zusammenbrechen. Beinahe mehr als 3.000 Nutzer spielen den Titel derzeit gleichzeitig. Zuletzt gab es so viele Spieler im Jahr 2017. Und hierbei beziehen wir uns allein auf die Zahlen von Steamcharts. Über UPlay - wo ihr den Titel noch bis zum 24. April gratis bekommen könnt - dürften sich derzeit noch wesentlich mehr Interessierte einloggen. In einem Twitter-Beitrag gab Ubisoft an, dass sie wegen der vielen Spieler gar die Kapazitäten ihrer Server erhöhen mussten.

Steams Anti-Reviewbombing kommt nicht zum Einsatz. Vor kurzem veröffentlichte Valve ein neues Tool um gegen Reviewbombing vorzubeugen. Das soll Wertungen herausfiltern, die keine Auskunft darüber geben, ob einem ein Spiel gefallen könnte oder nicht. Ist es aktiv, wird das in den Reviews vermerkt. Im Falle von Assassin's Creed: Unity ist das nicht der Fall.

Mit der Assassin's-Creed-Serie als solcher geht es schon morgen weiter: Am 23. April erscheint die erste Episode des neuen DLC Das Schicksal von Atlantis. In Abständen von jeweils sechs Wochen sollen die verbleibenden zwei Episoden kommen. Auch an einem Nachfolger scheint Ubisoft bereits zu werkeln. Gerüchten nach zu urteilen wird es dann entweder in das alte Rom oder ein Wikinger-Setting gehen.

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