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Seite 2: NBA 2K20 im Test - Pay2Win im Casino: Aus Basketball wird ein Glücksspiel

Das alte Problem: Mikrotransaktionen und Pay2Win

Nun helfen aber all diese Pluspunkte nicht über den einen gigantischen Minuspunkt hinweg, den die 2K-Serie seit Jahren hinter sich herschleppt: Mikrotransaktionen. Die ziehen sich in Form der virtuellen Währung VC (»Virtual Currency«) auch in 2K20 wieder durch zahlreiche Spielmodi und sorgen für jede Menge Möglichkeiten, in denen zahlungswillige Spieler sich mit Pay2Win unfaire Vorteile erkaufen können.

Sei es im Sammelkartenmodus MyTeam, in dem wir uns für VC neue Kartenpakete kaufen, oder in der Spielerkarriere, in der wir die Attribute unseres Pros mit VC verbessern. Alles benötigt die goldenen Münzchen und die können wir uns entweder mit viel Geduld fair erspielen oder aber wir kaufen sie uns für Echtgeld.

In den Kartenpaketen von MyTeam stecken nicht nur Spieler, sondern auch Schuhe, Trikots und andere Extrakarten. Vorsicht, wenn ihr dafür euer Geld ausgebt. In den Kartenpaketen von MyTeam stecken nicht nur Spieler, sondern auch Schuhe, Trikots und andere Extrakarten. Vorsicht, wenn ihr dafür euer Geld ausgebt.

Für zwei Euro bekommen wir 5.000 VC, davon lässt sich ein Premium-Kartenpaket kaufen, in dem dann (wenn wir Glück haben) ein starker Spieler steckt. Oder wir haben Pech und ziehen nur unnütze Spielerkarten, dafür aber noch ein neues Design für unsere Schuhe oder ein neues Trikot. Denn ja, auch solche rein optischen Verbesserungen stecken in den Lootboxen. Da fühlt es sich umso bitterer an, wenn man dafür extra ins echte Portemonnaie greift.

Ein neues Fünkchen Fairness innerhalb des Pay2Win-Sumpfes von NBA 2K20 haben wir dann aber doch noch entdeckt: In der Karriere lassen sich Verbesserungen nur noch bis zur Stufe 95 mit VC erkaufen. Die letzten vier Level-Ups zum magischen 99er-Rating müssen wir uns dieses Jahr tatsächlich durch spielerische Leistung verdienen. Doch das ist trotzdem nur ein schwacher Trost für alle, die ohne Echtgeld zu investieren zunächst mal Stunden lang bis zur 95 grinden müssen.

15 Punkte Abwertung wegen Pay2Win
In NBA 2K20 ist nicht nur die Ingame-Währung VC, sondern auch Pay2Win allgegenwärtig. Gerade in den prominenten Modi MyTeam und MyCareer kann man sich mit Echtgeld unfaire Vorteile erkaufen. Wer keine Euros investieren möchte, muss zig wenn nicht sogar hunderte Stunden an Spielzeit in Kauf nehmen, um auf ein ähnliches Niveau zu kommen wie zahlende Spieler. Aus diesen Gründen und vor allem, weil sich die Mikrotransaktionen nicht nur auf einen, sondern gleich auf mehrere Modi erstrecken, senken wir die Wertung von NBA 2K20 nach unseren Wertungsrichtlinien um 15 Punkte.

Das neue Problem: Casino-Spielereien in MyTeam

Noch irrsinniger wird der VC-Wahnsinn im MyTeam-Modus, wenn wir durch bestimmte Herausforderungen und Siege die Casino-Minispiele freispielen. Neuerdings entscheiden immer wieder auch Glücksräder, Einarmige Banditen und Ball Drops (dieses Spiel bei dem man oben eine Kugel loslässt und die sucht sich dann durch einen Wald an Holzstäbchen den Weg nach unten) darüber, ob und welche Kartenpakete wir denn nun gewinnen. Die Ball Drops gab es wohlgemerkt schon in 2K19, doch 2K20 wirft da nochmal ein paar Glücksspiel-Körbe hinterher.

MyTeam funktioniert nicht nur wie ein Casino, der Modus wirkt auch optisch wie das Innere eines Luxushotels in Las Vegas mit violetten Neon-Hintergründen, Marmor-Statuen und roten Teppichen. Das reißt regelmäßig aus der Basketball-Atmosphäre raus und gehört einfach nicht in ein Sport-Videospiel. Die USK kann dem Spiel allerdings kein anderes Rating als »freigegeben ab 0 Jahren« geben, denn rechtlich gesehen lässt sich in 2K20 nur »simuliertes Glücksspiel« betreiben, und das ist auch für Kinder nicht verboten.

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NBA 2K(asino)20 beschneidet mit solch unschönen Mechaniken selbst und schadet sich extrem, denn ohne all den Pay2Win- und Las-Vegas-Quatsch wäre es einfach nur ein sehr ordentliches Basketball-Spiel. Das drückt so sehr auf die Atmosphäre und das Gesamtpaket, dass wir 2K20 auch deutlich schlechter bewertet haben als den Vorgänger. Auch wegen dem Mangel an Innovation werten wir insgesamt sechs Punkte schlechter als NBA 2019 (vor der Abwertung).

Und so bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler aus dem extrem negativen Fan-Feedback lernen (nur 14 Prozent aller Steam-Reviews sind positiv) und nächstes Jahr das Casino wieder aus ihrem Sportspiel rausschmeißen.

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