Mit dem riesigen Patch 0.5 – Return of the Ancients steht in Path of Exile 2 alles wieder auf Null: neue Liga, neue Wirtschaft, überarbeitetes Endgame und neue Build-Optionen.
Wer zum Release am 29. Mai um 22 Uhr loslegt, muss also früh entscheiden, womit die Kampagne und die ersten Maps bezwungen werden sollen. Auf Reddit, YouTube und im PoE-Forum sammeln sich bereits unzählige Starter-Empfehlungen, Tierlisten und Theorycrafting-Videos. Doch gerade für Einsteiger kann die Auswahl schnell erschlagend werden.
Deshalb machen wir es diesmal etwas anders: Statt euch mit einer langen Meta-Liste voller ähnlicher Builds zu bombardieren, haben wir uns durch die aktuellen Empfehlungen gewühlt und für jeden Spielstil einen passenden Starter herausgesucht.
Egal ob ihr lieber in den Nahkampf springt, aus der Distanz schießt, zaubert, Minions losschickt oder zum ersten Mal überhaupt in Path of Exile 2 startet – hier findet ihr einen Build, der gut zu euch passt.
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- Für Nahkämpfer: Martial Artist Bell Master Monk
- Für Fernkämpfer: Ice Shot Deadeye
- Für Magier: ED/Contagion Lich
- Für Beschwörer: Minion Shaman
- Für komplette Neueinsteiger: Oracle Plants
4:01
Path of Exile 2 bekommt endlich das Endgame, auf das Fans seit Monaten warten
Nahkämpfer: Martial Artist Bell Master Monk
- Sehr hoher Burst-Schaden
- Starkes Mapping
- Aktives, schnelles Kampfgefühl
- Gute Skalierung ins Endgame
- Viele Möglichkeiten für Spieler, die gern optimieren
- Mehr Tasten als viele andere Starter
- Timing und Positionierung sind wichtig
- Für komplette Anfänger etwas stressig
Der Martial Artist Bell Master Monk ist für alle, die in einem Action-RPG auch ordentlich Action wollen. Ihr steht direkt an den Gegnern, springt in Packs, wirbelt mit Whirling Assault durch Gruppen und baut dabei Power Charges auf. Diese Ladungen füttern später Skills wie Flicker Strike oder Falling Thunder, mit denen ihr wichtige Ziele und Bosse sehr hart trefft.
Im Kern geht es also um einen Rhythmus: reingehen, Kombos aufbauen, Ladungen erzeugen, großen Treffer setzen. Gerade im Mapping kann der Build sehr schnell und flashy wirken, weil ihr ständig in Bewegung bleibt und Gegnergruppen direkt zerlegt.
Gegen Bosse spielt ihr stärker auf Burst: Erst Ressourcen aufbauen, dann mit Falling Thunder, Flicker Strike oder Tempest-Bell-Setups den großen Schaden drücken.
Die Kehrseite: Der Monk verlangt Aufmerksamkeit. Ihr müsst Power Charges, Kombo-Aufbau und eure Position im Blick behalten. Wer schnelle Nahkampf-Action mag, bekommt hier aber einen der spannendsten Starter für Patch 0.5.
Fernkämpfer: Ice Shot Deadeye
- Hohes Tempo
- Starker Clear aus sicherer Distanz
- Freeze sorgt für zusätzliche Kontrolle
- Ice Shot kommt erst später online
- Boss-Schaden braucht Setup
Die Ice Shot Deadeye ist der Pick für alle, die Gegner lieber aus der Distanz kontrollieren: Der Build startet allerdings nicht direkt mit Ice Shot. In der Levelphase spielt ihr zuerst Lightning Arrow und Lightning Rod, weil Ice Shot erst ab Level 31 verfügbar wird. Danach wechselt der Build stärker in Richtung Kälte-Schaden und Crowd Control durch Freeze.
Der Build belohnt saubere Positionierung: Wer Distanz hält, Gegner kontrolliert und seine Buffs richtig timt, kommt schnell durch Kampagne und Maps.
Gerade beim Bossing steckt aber mehr Setup drin, als der simple Name vermuten lässt. Ice Shot/Snipe braucht Freeze, Barrage, weitere Buffs und saubere Timing-Fenster. Das macht den Build stark für erfahrenere Spieler, die gern optimieren. Für absolute Anfänger kann genau diese Abfolge stressig wirken.
Magier: ED/Contagion Lich
- Sehr angenehmes Leveling
- Einsteigerfreundliche Grundidee
- Günstiger Start möglich
- Gute Defensive über Energy Shield
- Weniger direkter Burst-Schaden
- Clear hängt davon ab, wie gut sich Contagion verteilt
- wenig spektakulärer Spielstil
Der ED/Contagion Lich spielt sich deutlich ruhiger. Ihr verteilt mit Essence Drain und Contagion Schaden über Zeit, lasst Debuffs auf Gegnergruppen überspringen und ergänzt das Ganze mit Dark Effigy sowie Despair für mehr Clear und Single-Target-Schaden
In der Kampagne fühlt sich das sehr angenehm an: Ihr setzt eure Effekte auf eine Gruppe, die Gegner sterben nach und nach weg, und ihr bewegt euch währenddessen einfach weiter. Gegen Bosse bleibt ihr auf Abstand, haltet eure Debuffs aktiv und nutzt zusätzliche Skills, um den Schaden hochzuhalten. Das spielt sich weniger flashy als Monk oder Deadeye, aber deutlich entspannter.
Der große Reiz liegt im kontrollierten Spieltempo: Ihr müsst nicht permanent perfekt treffen, sondern eure Debuffs aktiv halten und Gegner gut kiten.
Beschwörer: Minion Shaman
- Leicht zu spielen
- Sicheres Spielgefühl durch Begleiter
- Günstiger Einstieg
- Guter Übergang ins Endgame
- Vergleichsweise langsam
- Diener-KI kann nerven, besonders in engen Arealen
Der Minion Shaman ist die Wahl für Totenbeschwörer-Fans, die lieber eine kleine Armee arbeiten lassen. Statt selbst jeden Treffer zu setzen, beschwört und unterstützt ihr Diener und verstärkt diese über passende Support-Gems.
Das Spielgefühl ist entsprechend weniger hektisch: Ihr positioniert euch, schickt eure Minions nach vorn, setzt Buffs oder Utility-Skills ein und haltet euch aus dem gröbsten Chaos heraus. Gerade in der Kampagne kann sich das angenehm sicher anfühlen, weil Gegner oft zuerst mit euren Begleitern beschäftigt sind. In Maps räumt der Build aber eher langsam.
Der größte Nachteil steckt im typischen Minion-Problem: Die KI muss mitspielen! In engen Bereichen können Begleiter schlechter laufen, hängen bleiben oder Ziele ungünstig wählen. Wer maximale Geschwindigkeit sucht, findet bei Deadeye oder Mönch mehr Tempo. Wer lieber sicher vorankommt, bekommt mit Minions aber einen guten Starter.
Für komplette Neueinsteiger: Oracle Plants
- Sehr einfacher Einstieg
- Entangle funktioniert ab Level 1
- Guter Übergang ins Endgame
- Verzeiht viele Fehler
- Kann manahungrig sein
Oracle Plants ist der angenehmste Pick für komplette Einsteiger: Der Build nutzt Entangle, Thrashing Vines, Bonestorm und Thunderstorm-Synergien, um über Pflanzenexplosionen Schaden zu verursachen. Besonders wichtig für neue Spieler: Entangle steht ab Level 1 zur Verfügung und dient direkt für Clear und Single Target. Ihr müsst also nicht erst lange auf den eigentlichen Build warten.
Konkret spielt sich Oracle Plants wie ein sehr zugänglicher Zauber-Build. Ihr setzt Pflanzen-Effekte auf Gegner oder Flächen, lasst die Effekte arbeiten und ergänzt später weitere Skills für mehr Schaden. In Akt 1 nutzt ihr Entangle und Contagion für Gruppen, dazu Volcano und Frost Bomb gegen Bosse, bis Bonestorm dazukommt. Packs mit Pflanzen kontrollieren, Bosse mit Zusatzschaden bearbeiten, weiterlaufen.
Der größte Vorteil liegt im Komfort: Oracle Plants geht früh online, spielt sich smooth durch die Kampagne und wechselt später vergleichsweise sauber ins Endgame. Und wenn ihr nicht gerade gegen Bosse kämpft, reichen zwei Tasten vollkommen aus. Der klare Nachteil: Mana kann zeitweise knapp werden.
Ein wichtiger Tipp zum Schluss
Mit dem neuen Update könnt ihr viele Builds direkt in den neuen Build Planner von Path of Exile 2 importieren. Das ist besonders praktisch, wenn ihr nicht bei jedem verdienten Skillpunkt einen Blick in den Browser werfen möchtet.
So funktioniert es:
- Ladet die .build-Datei auf der jeweiligen Build-Seite herunter.
- Speichert die Datei auf eurem PC in diesem Ordner: Documents\My Games\Path of Exile 2\BuildPlanner\
- Öffnet anschließend im Spiel den Build Planner und wählt dort euren importierten Build aus.
Die Downloads findet ihr, wenn ihr oben auf den jeweiligen Link zum vollständigen Build bei Mobalytics klickt.
Werdet ihr mit dem riesigen Patch wieder in Path of Exile 2 einsteigen, oder seid ihr noch mit dem Diablo 4-Addon Lord of Hatred beschäftigt? Falls ihr in PoE 2 loslegt: Welchen Build wollt ihr spielen? Schreibt es uns in die Kommentare!
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