Red Dead Online schwächt einfachste Möglichkeit zum Gold verdienen drastisch ab

In Red Dead Online versiegt eine der einfachsten Einnahmequellen für Gold. Das stößt bei vielen Spielern des Multiplayer-Modus auf Kritik, aber auch Verständnis.

von Vali Aschenbrenner,
30.11.2020 12:35 Uhr

Rockstar Games macht das Verdienen von Gold in Red Dead Online schwieriger. Und das kommt nicht bei jedem gut an. Rockstar Games macht das Verdienen von Gold in Red Dead Online schwieriger. Und das kommt nicht bei jedem gut an.

Zum Launch der Standalone-Version wird Red Dead Online einer gravierenden Änderung unterzogen: Eine Umstellung der täglichen Herausforderungen sorgt dafür, dass eine der einfachsten und lukrativsten Einnahmequellen der Premium-Währung Gold versiegt. Und das stößt bei vielen Spielern und Veteranen von Red Dead Online auf harsche Kritik, aber ebenso Verständnis.

Weniger Gold durch Daily Challenges in RDO

Was ist passiert?

Zum 1. Dezember 2020 werden tritt eine wichtige Änderung für die Daily Challenges in Kraft: Nach jeweils 28 Tagen wird jede Strähne von nacheinander abgeschlossenen Herausforderungen auf Null zurückgesetzt. Hat ein Spieler 28 Tage hintereinander die Daily Challenges abgeschlossen, wird dieser daraufhin mit einem Bonus in Form von 200 RDO-Dollar, sowie einer Schatzkarte belohnt.

Einen einmaligen Bonus für das Absolvieren von sieben täglichen Herausforderungen gibt es ebenfalls - und zwar in Form von 200 weiteren RDO-Dollar, einer Auswahl an Tonika und Munitionsarten.

Link zum Twitter-Inhalt

Was ist das Problem?

Spieler konnten bisher am einfachsten Gold verdienen, indem sie sich einmal täglich in Red Dead Online einloggten und eine Daily Challenge absolvierten: Je länger ihre Strähne an täglich absolvierten Herausforderungen anhielt, desto mehr Premium-Währung wurde ihnen zugeschrieben.

Eine Obergrenze gab es lediglich in der Hinsicht, dass nach 28 Tagen der höchste Bonus in Form einer 2,5-fachen Ausschüttung erreicht hatten. Dass nun ein Daily Challenge Streak nach 28 Tagen automatisch zurückgesetzt wird, sorgt nun dafür, dass der Abschluss täglicher Herausforderungen wesentlich weniger Gold einbringt, als bisher.

Warum ist Gold in Red Dead Online so wichtig?

In Red Dead Online gibt es zwei verschiedene Währungen: RDO-Dollars, mit denen ihr die meisten Items des Multiplayer-Modus kauft und welche ihr durch so gut wie jede Aktivität im Spiel verdient. Bei Goldbarren handelt es sich wiederum um die Premium-Währung, mit denen ihr Zugriff auf bestimmte Items, oder aber die Berufslizenzen von Red Dead Online bekommt.

Goldbarren lassen sich primär im Echtgeld-Shop von Red Dead Online erwerben, alternativ könnt ihr aber auch Goldnuggets im Spiel finden oder euch verdienen, die miteinander kombiniert einen Goldbarren ergeben. Nuggets gibt es durch eine Vielzahl an Aktivitäten, wie zum Beispiel Story- und Nebenmissionen, Free-Roam-Events oder eben tägliche Herausforderungen.

Mehr zu den aktuellen realen Hintergründen von GTA- und Red-Dead-Publisher Take-Two erfahrt ihr übrigens in der neuesten Ausgabe unsere Plus-Podcasts:

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Kritik, aber auch Verständnis der Spieler

Die Änderung an den Daily Challenges von Red Dead Online stößt bei vielen Spielern auf harsche Kritik: So bemängeln RDO-Veteranen zum Beispiel auf Twitter oder Reddit, dass ihnen damit die beste Möglichkeit zum Gold verdienen genommen wird, nachdem sie sich monatelang täglich nur zu diesem Zweck ins Spiel eingeloggt hatten.

Ebenso wird bemängelt, dass das Erspielen von Gold in Red Dead Online noch grind-lastiger und monotoner ausfällt, als es ohnehin schon der Falls ist. Spieler befürchten, durch diese Änderung verstärkt zum Ausgeben von Echtgeld gedrängt zu werden.

Außerdem ist nicht zu missachten, dass sich ein gewisser Bestandteil der Red-Dead-Online-Community durch diese Änderung am Spiel »verraten« fühlt, nachdem sie dem Spiel über Monate hinweg die Treue gehalten hatten - so im Zuge diverser Beiträge auf Twitter via GhillieYT oder Emmanuelle0219.

Link zum Reddit-Inhalt

Allerdings sieht nicht jeder Spieler diese Änderung grundsätzlich kritisch: So wird beispielsweise in den Kommentaren unter dem verlinkten Reddit-Beitrag argumentiert, dass die Ingame-Wirtschaft von Red Dead Online deutlich ausbalancierter ausfallen dürfte, wenn die Premium-Währung wieder rarer gemacht wird.

Außerdem fühlen sich einige Veteranen dadurch dazu motiviert, wieder mehr Missionen abseits der Daily Challenges von Red Dead Online zu spielen. Gerade im Ausblick auf das im Dezember 2020 kommende Update der Kopfgeldjägerrolle, für die sich Spieler etwas mehr Ausschüttung an Goldnuggets erhoffen.

Verständnis seitens der Community gibt es auch im Ausblick auf die Standalone-Version von Red Dead Online: Der Multiplayer-Modus von Red Dead Redemption 2 wird am 1. Dezember 2020 ausgekoppelt und ist bis in den Februar 2021 für nur fünf Euro erhältlich.

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Dass Rockstar durch den reduzierten Preis jetzt verstärkt auf Ingame-Mechaniken setzt, um mit Red Dead Online Geld zu verdienen, ist für den ein oder anderen durchaus nachvollziehbar. Ebenso besteht die Hoffnung, dass Rockstar dadurch mehr zukünftige Inhalte für Red Dead Online finanziert. Diesbezüglich gibt es neben dem bekannten Update der Kopfgeldjägerrolle aber derzeit keine weiteren Infos.

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