Standalone-Mod Stalker: Anomaly eifert Enderal nach

Mit eigener Geschichte, der vollständigen Spielwelt und zahlreichen Modi ist die Standalone-Mod Anomaly fast umfangreicher als das Original Stalker.

von Christian Just,
02.09.2019 19:46 Uhr

Stalker: Anomaly lädt virtuelle Katastrophentouristen in die gefährliche Sperrzone Tschernobyl ein.Stalker: Anomaly lädt virtuelle Katastrophentouristen in die gefährliche Sperrzone Tschernobyl ein.

Mit massig Inhalten und neuen Spielmöglichkeiten lockt euch die Standalone-Mod Stalker: Anomaly zurück nach Tschernobyl. Uns erinnert Anomaly mit dem ganzheitlichen Ansatz an das Total-Conversion-Riesenprojekt Skyrim: Enderal, das ebenfalls viel Zuspruch von Fans erntet.

Auf ModDB rangiert Anomaly unter den beliebtesten Mods, zur Veröffentlichung dieses Artikels auf dem zweiten Platz der User-Rankings. Kein Wunder, lässt sie doch das inzwischen 12 Jahre alte Stalker: Shadow of Chernobyl wortwörtlich in ganz neuem Licht erstrahlen.

Anomaly ist wie Enderal komplett kostenlos. Anders als bei der Skyrim-Mod braucht ihr fürs Spielen von Anomaly aber nicht mal das Original-Stalker, da die Modder die Mutanten-verseuchte Zone vollständig in der Open-Source-Engine X-Ray nachgebaut haben. Mit dem Release der neuesten Version 1.5 kommt sogar eine eigene Engine zum Einsatz, die auf der X-Ray-Engine basiert.

Ihr könnt euch die Installation des Spiels einfach auf ModDB herunterladen und Stalker: Anomaly direkt starten.

Das leistet Stalker: Anomaly

Die Spielwelt

Stalker: Anomaly kombiniert alle bisherigen Spielwelten der Hauptserie zu einer großen Karte. Allerdings könnt ihr wie im Original die Orte nicht nahtlos bereisen, sondern erlebt zwischen zwei Gegenden einen Ladebildschirm.

Die Spielwelt wurde an zahlreichen Stellen überarbeitet, etwa wurden die Beleuchtungseffekte generalüberholt. Zudem bietet sie dynamisches Wetter und die Option, die Häufigkeit jedes Wettertyps per Editor einzustellen.

Besonders starke Leistung: Alle NPCs und Fraktionen verfolgen in Stalker: Anomaly ihre eigenen Ziele, ganz nach dem großen Vorbild Stalker: Shadow of Chernobyl. Man trifft sie in der Spielwelt und sie können je nach eigener Fraktionszugehörigkeit freundlich oder feindlich eingestellt sein.

Stalker: Anomaly lässt die Zone in neuem Licht erstrahlen - wortwörtlich.Stalker: Anomaly lässt die Zone in neuem Licht erstrahlen - wortwörtlich.

Die Storys

Stalker: Anomaly bietet zahlreiche Nebenmissionen, die ihr von NPCs in der Spielwelt erhaltet. Außerdem erzählt die Mod eine in vier Episoden unterteilte neue Geschichte:

Living Legend: Hier verfolgt ihr einen berühmter Stalker, um sein »unschätzbares Wissen« zu erlangen.

Mortal Sin: Eine finstere Fraktion taucht auf, um die Zone zu übernehmen. Ihr gehört zu den wenigen, die sie aufhalten können.

Operation Afterglow: Die Zone erregt viel Aufmerksamkeit. Einige Leute glauben jedoch, dass viele Geheimnisse am besten verborgen bleiben.

Hollow Boundaries: Hier spielt ihr als Mitglied einer ausländischen Truppe, um die Geheimnisse der Zone zu erforschen.

Die namensgebenden Anomalien sind in Stalker: Anomaly noch gefährlicher, harten Survival-Regeln sei Dank.Die namensgebenden Anomalien sind in Stalker: Anomaly noch gefährlicher, harten Survival-Regeln sei Dank.

Die Modi

Wer Stalker: Anomaly lieber als Survival-Sandbox spielen will, kann die Story zu Spielbeginn auch deaktivieren. Dann habt ihr die Option, einen Ironman-Modus zu spielen oder einfach nach jedem Tod automatisch in die Haut eines anderen zufälligen NPCs zu schlüpfen.

So könnt ihr immer noch Nebenaufgaben von NPCs annehmen oder auf eigene Faust nach gefährlichen Anomalien jagen, was durch den knackigen Schwierigkeitsgrad eine ziemliche Herausforderung darstellt.

Oder ihr wählt zu Beginn den Modus »Warfare«, der sich auch beliebig mit anderen Modi kombinieren lässt. Dann führen NPC-Fraktionen untereinander Krieg um die vielen Gebiete in der Spielwelt von Stalker: Anomaly.

Wenn ihr also bis Stalker 2 noch nichts vor habt und nach einem guten Grund sucht, der Zone mal wieder einen Besuch abzustatten, könnte Stalker: Anomaly etwas für euch sein. Wenn euch das Setting gefällt, werft außerdem mal ein Auge auf Chernobylite:

Chernobylite wird ein Psychotrip durch die Sperrzone

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