Sale in Star Citizen steigert Einnahmen im Vergleich zu 2019 um 121 Prozent

Durch den Verkauf der beiden seltenen Riesen-Raumschiffe Javelin und Idris nimmt Star Citizen an einem Tag so viel Geld ein wie nie zuvor in 24 Stunden.

von Peter Bathge,
29.05.2020 12:35 Uhr

Diese zwei Raumschiffe haben in Star Citizen einen neuen Kauf-Boom ausgelöst. Der Sale sorgte für einen Rekordumsatz von mehr als zwei Millionen Dollar in 24 Stunden. Diese zwei Raumschiffe haben in Star Citizen einen neuen Kauf-Boom ausgelöst. Der Sale sorgte für einen Rekordumsatz von mehr als zwei Millionen Dollar in 24 Stunden.

Dank eines Sales mit zwei besonders seltenen Raumschiffen hat Star Citizen jüngst so viel Geld in 24 Stunden verdient wie an keinem Tag zuvor in rund acht Jahren Entwicklungszeit. 2.257.693 Dollar flossen allein am 27. Mai 2020 auf das Konto der Weltraum-Simulation-Entwickler Cloud Imperium Games - ein Rekordumsatz.

Dabei standen erneut clevere Marketing-Maßnahmen im Mittelpunkt, die wir für unseren großen Star-Citizen-Report mit Hilfe von Wirtschaftswissenschaftlern und den Erfahrungen eines 7.000-Euro-Backers erklären:

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Wieso hat Star Citizen an einem Tag so viel Geld verdient?

Hauptverantwortlich war das Auftauchen der beiden Riesenraumschiffe Idris und Javelin im Star-Citizen-Shop. Die Fregatte und der Zerstörer bieten bis zu 28 beziehungsweise 80 Spielern des Weltraum-MMOs Platz und gehören zu den teuersten und größten Schiffen in Star Citizen. Wer sie sich jetzt schon vor Release auf Lebenszeit sichern und damit die Entwicklung von Star Citizen unterstützen will, muss 1.000 respektive 3.000 US-Dollar dafür ausgeben.

Idris Idris
Javelin Javelin

Das Capital Ship Javelin ist 480 Meter lang (links). Die Fregatte Idris (rechts) kommt mit 242 Meter auf gut die Hälfte und spielt eine große Rolle in der Singleplayer-Kampagne Squadron 42.

Der Verkauf dieser von Fans heiß erwarteten Schiffe ist streng limitiert. Für kurze Zeit verfügbar waren sie während des Free-Fly-Events »Invictus Launch Week«, dank dem ihr noch bis zum 1. Juni Star Citizen gratis ausprobieren könnt. Dabei lassen sich Javelin und Idris auch zum ersten Mal als 3D-Modelle im Spiel bewundern:

Mit den Verkäufen der begehrten Raumschiffe und einiger anderer angebotenen Vehikel wie den Hammerhead-Zerstörern nahm Chris Roberts' Studio Cloud Imperium Games an diesem einen Tag mehr Geld ein als in den 30 Tagen der ursprünglichen Kickstarter-Kampagne 2012. Damals standen am Ende 2.134.374 Dollar zu Buche.

Außerdem übertraf der 27. Mai das bislang beste Ergebnis nach der Kickstarter-Kampagne deutlich: Am 30. November 2019 hatten Unterstützer anlässlich der Citizencon 2019 mehr als 1,8 Millionen Dollar an einem Tag »gespendet«.

Was bedeuten die Rekordeinnahmen für das Budget 2020?

2020 ist für Star Citizen ein Jahr der Superlative: Mittlerweile stehen über 291 Millionen Dollar an Crowdfunding-Einnahmen zu Buche. Das gigantische Projekt von Freelancer-Erfinder Chris Roberts hat dabei einen gewaltigen Sprung im Vergleich zum letzten Jahr gemacht.

2019 wurde mit Raumschiff-Verkäufen durch sogenannte »Pledges« bis einschließlich dem 28. Mai ein Umsatz von 13.639.352 Dollar erzielt. Im selben Zeitraum 2020 (plus ein Tag durch den 29. Februar) waren es 30.150.579 Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 121 Prozent (Quelle).

Schon Ende Mai hat Star Citizen 2020 so viel Geld eingenommen wie im vorangegangen Jahr Mitte November. Schon Ende Mai hat Star Citizen 2020 so viel Geld eingenommen wie im vorangegangen Jahr Mitte November.

Wie geht es jetzt weiter mit Star Citizen?

Unter anderem wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der notwendigen Home-Office-Umstellung ist die Entwicklung von Star Citizen zuletzt ins Stocken gekommen. Während Fans weiter vergeblich auf Neuigkeiten zu Squadron 42 warten, gab Cloud Imperium Games bekannt, in der Mitte des Jahres das Persistent Universe statt auf Alpha 4.0 erst auf Version 3.10 zu updaten.

Die Nummer 4.0 will man bis zur Fertigstellung des Sternensystems Stanton zurückhalten, dafür muss unter anderem noch der Gasriese Crusader mit dem Planet-Tech-4-Feature eingebaut werden. Erst anschließend steht das neue Sternensystem Pyro auf dem Plan, durch dessen Einbau ins Online-Universum erstmals Wurmloch-Reisen in Star Citizen möglich werden. Zudem stehen wichtige Technik-Updates hinter den Kulissen an, die langfristig das bisherige Spielerlimit von 50 Teilnehmern pro Server aufheben sollen.

Unser Redakteur Peter Bathge erklärt im Video, wieso Star Citizen keinen Publisher braucht - aber warum das nicht unbedingt eine gute Sache ist:

Star Citizen braucht (k)einen Publisher! - Wer kontrolliert Chris Roberts? PLUS 11:33 Star Citizen braucht (k)einen Publisher! - Wer kontrolliert Chris Roberts?

Die ganze Geschichte von Star Citizen von der Finanzierung über die Schwierigkeiten bis hin zur Kritik an Chris Robert lest ihr im Plus-Report nach.

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