Kenobi: 8 wichtige Details zur Star Wars-Serie im neuen Trailer

Inquisitoren, Klone und Darth Vader - wir liefern euch in unserer Analyse alle Details aus dem Trailer zur neuen Star War-Serie Kenobi, die ihr vielleicht übersehen habt.

von Vali Aschenbrenner,
10.03.2022 12:33 Uhr

Obi-Wan Kenobi: Erster Trailer zur Serie zeigt mehr als ein bekanntes Gesicht 1:46 Obi-Wan Kenobi: Erster Trailer zur Serie zeigt mehr als ein bekanntes Gesicht

Der erste Trailer zur Kenobi-Serie ist endlich da! Der liefert nicht nur ein längst überfälliges Wiedersehen mit Ewan McGregor als Jedi-Meister, sondern auch viele Details zur Story. So kehren nicht nur die Inquisitoren aus Star Wars Rebels zurück, das Comeback von Darth Vader wird ebenfalls angeteasert. 

In unserer Analyse zählen wir die wichtigsten Details aus dem ersten Trailer für euch auf - und was möglicherweise dahinter steckt. Die wichtigsten Infos zum Release auf Disney Plus, Cast und mehr von Kenobi findet ihr in unserer Übersicht zur Star Wars-Serie.

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Star Wars

Alles, was ihr zur Kenobi-Serie wissen solltet

8 wichtige Details aus dem ersten Trailer

Gebrochener (Jedi-)Ritter

Der Kampf ist vorbei. Wir haben verloren, reflektiert ein schwermütiger Obi-Wan nach den Geschehnissen von Episode 3: Die Rache der Sith. Kein Wunder, wurde darin doch der Jedi-Orden zerschlagen, während das Galaktische Imperium unter der Kontrolle von Darth Sidious die Macht an sich riss. Auch der Verlust seines Bruders und Schülers Anakin Skywalker macht Kenobi zu schaffen - was in den ersten Episoden der neuen Star Wars-Serie spürbar sein soll.

Ewan McGregor (via Entertainment Weekly) zufolge soll der Jedi-Meister zu Beginn seiner neuen Reise gebrochen und vom Glauben an die Jedi und die Macht abgekommen sein. Einen Eindruck davon vermitteln uns auch die ersten Szenen des Trailers, in denen Kenobi alleine durch die Wüste von Tatooine streift.

Natürlich wissen wir schon jetzt, dass Obi-Wan Kenobi nicht für immer ohne Hoffnung bleibt. Das erfahren wir nicht nur in Episode 4, sondern auch der Animationsserie Rebels: Hier eröffnet er seinem langjährigen Gegenspieler Maul, dass Anakin Skywalker vielleicht doch nicht der Auserwählte gewesen sei, sondern dafür dessen Sohn Luke. Ob die Prophezeiung besser auf Anakin oder Luke zutrifft, ist natürlich ein altbekannter Streitpunkt unter Star Wars-Fans.

Obi-Wan Kenobi - der komische alte Einsiedler. Bildquelle: DisneyLucasfilm Obi-Wan Kenobi - der komische alte Einsiedler. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Eine neue Hoffnung

Zum Zeitpunkt der Kenobi-Serie scheint der alte Jedi-Meister noch nicht einmal ein Dach über den Kopf zu haben. Stattdessen wandert er als Einsiedler durch die Wüsten von Tatooine - wie er schon in Episode 4 von den Lars beschrieben wurde. 

Die Höhle, in der sich Kenobi zwischenzeitlich aufhält, gestattet es Obi-Wan offenbar auch, die Farm der Lars-Familie und damit Luke Skywalker unmittelbar im Blick zu behalten. Diese Szenerie würde sich übrigens ebenfalls für ein Wiedersehen mit Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) anbieten. Der ein oder ander Fan hofft natürlich darauf, dass der verstorbene Meister Obi-Wans als Machtgeist zurückkehrt.

Ebenso erhaschen wir einen Blick auf den jungen Luke Skywalker, dessen Parallelen zu seinem Vater natürlich nicht zu übersehen sind. Wie schon Anakin träumt Luke von einem Dasein als Pilot, sogar die Klamotten und die Schutzbrille erinnern an Anakins Auftritt in Episode 1: Die dunkle Bedrohung.

Dank aktueller Star Wars-Comics wissen wir sogar, dass Anakin durch seinen Sieg im Boonta Eve Classic-Podrennen auf Tatooine zu einer Art Legende wurde. Luke könnte sogar hier seinem Vater nacheifern, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein.

Luke scheint hier einen imaginären Podracer zu fahren. Bildquelle: DisneyLucasfilm Luke scheint hier einen imaginären Podracer zu fahren. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Duel of the Fates und Battle of the Heroes

Im ersten Trailer zu Kenobi ertönen zwei der vielleicht besten Musikstücke, die John Williams für Star Wars komponiert hat: Duel of the Fates aus Episode 1: Die dunkle Bedrohung und Battle of the Heroes aus Episode 3: Die Rache der Sith. Dass beide Stücke so prominent vorkommen, löst bei Fans natürlich wehmütige Erinnerungen an die Prequels aus.

Doch auch deren symbolischer Hintergrund sollte an dieser Stelle nicht ignoriert werden: Beide Musikstücke bereiteten eine Tragödie vor oder untermalten eben diese, als Obi-Wan mit Qui-Gon Jinn und Anakin Skywalker zwei Personen verlor, die am wichtigsten in seinem Leben waren. 

Jetzt muss Kenobi abermals einen Kampf bestreiten, nur diesmal in seinem Inneren: Bleibt er dem Code des Jedi-Ordens treu? Oder vernachlässigt er seine Prinzipien, um so Luke Skywalker und damit die Hoffnung auf Frieden und das Gleichgewicht der Macht zu schützen?

Nicht unbedingt die beste Verkleidung für einen Jedi, der nicht erkannt werden möchte ... Bildquelle: DisneyLucasfilm Nicht unbedingt die beste Verkleidung für einen Jedi, der nicht erkannt werden möchte ... Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Die Inquisition

Luke Skywalker zu schützen beziehungsweise das Imperium von dessen Fährte abzubringen, dürfte ohnehin Dreh- und Angelpunkt der Kenobi-Serie darstellen. Denn die sogenannte Inquisition, die erstmals in der Animationsserie Rebels etabliert wurde, ist auf Tatooine aufmerksam geworden.

Bei den imperialen Inquisitoren handelt es sich um Nutzer der dunklen Seite der Macht oder sogar ehemalige Jedi, die im Auftrag des Imperiums Jagd auf ihre ehemaligen Ordensverbündeten machen. Die Inquisitoren unterstehen dabei dem Großinquisitor, der in Kenobi von Rupert Friend dargestellt wird und damit zum ersten Mal in einer Realverfilmung auftritt. Star Wars-Fans kennen ihn natürlich aus der Rebels-Serie und den Comics.

Die Helikopter-Lichtschwerter der Inquisition kann man mögen, muss man aber nicht. Bildquelle: DisneyLucasfilm Die Helikopter-Lichtschwerter der Inquisition kann man mögen, muss man aber nicht. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Kenobis persönlicher Widersacher dürfte aber Reva (Moses Ingram) sein. Interessanterweise verfügt sie im Gegensatz zu ihren Brüdern und Schwestern über einen richtigen Namen, denn Inquisitoren entsagen sich normalerweise ihrer persönlichen Identität. Genau genommen handelt es sich bei Reva um die Dritte Schwester, im Trailer sind unter anderem auch der Fünfte Bruder und eine völlig neue Schwester zu sehen.

Parallelen gibt es übrigens auch zum Videospiel Jedi: Fallen Order, denn bei der gezeigten Festung der Inquisitoren scheint es sich um den Wassermond Nur des Mustafar-Systems zu handeln. Der Jedi-Ritter Cal Kestis infiltrierte die Unterwasserfestung, um so ein von der Zweiten Schwester gestohlenes Holocron wiederzubeschaffen. Und ach ja: Natürlich feiern auch die Propeller-Lichtschwerter der Inquisitoren ihr Comeback. Ob es die gebraucht hätte, muss jeder für sich selbst entscheiden …

Warum die Dritte Schwester einen richtigen Namen tragen darf, muss sich erst noch zeigen. Bildquelle: DisneyLucasfilm Warum die Dritte Schwester einen "richtigen" Namen tragen darf, muss sich erst noch zeigen. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Onkel Owen

In Kenobi scheint es aber nicht nur der titelgebende Jedi-Ritter mit der Inquisition zu tun zu bekommen. Auf der Jagd nach möglichen Jedi oder Feinden des Imperiums kommt es auch auf dem Heimatplaneten der Lars-Familie zu Hinrichtungen und öffentlichen Exempeln. Owen Lars, der mit Luke Skywalker den Sohn Anakins großzieht, gerät dabei offensichtlich ebenfalls ins Visier der Inquisitoren.

Spannend dürfte allemal werden, was letztendlich zum unterkühlten Verhältnis zwischen Obi-Wan und Owen führt. Die neuen Marvel-Comics des offiziellen Kanon schnitten dieses Thema bereits an, eine finale Antwort dürften wir aber auf Disney Plus bekommen.

Owen Lars und Beru werden in Kenobi übrigens sogar von altbekannten Darstellern verkörpert: Joel Edgerton und Bonnie Piesse kehren nach Episode 3: Die Rache der Sith in den Rollen zurück.

Joel Edgerton als Owen Lars in Kenobi. Bildquelle: DisneyLucasfilm Joel Edgerton als Owen Lars in Kenobi. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Bye, bye Tatooine

In The Book of Boba Fett verließ der Titelheld zu keiner Minute den Wüstenplaneten Tatooine. In Kenobi ist dies ein klein wenig anders, wie bereits der erste Trailer zu verstehen gibt. Wahrscheinlich, um das Imperium von der Fährte Luke Skywalkers abzubringen, verlässt Obi-Wan Tatooine. Ziel seiner Reise stellt der neue Planet Daiyu dar, dessen Design an das reale Hong Kong erinnern soll.

Dort kommt es dann tatsächlich zur direkten Konfrontation zwischen Obi-Wan und den Streitkräften des Imperiums. Doch zumindest vorerst macht der Jedi nicht von seinem Lichtschwert, sondern von einer unzivilisierten Waffe Gebrauch: einem Blaster. Wahrscheinlich um so seine Identität zu schützen. Doch keine Sorge: Obi-Wan ist weiterhin im Besitz von sogar zwei Lichtschwertern - sein eigenes und das von Anakin Skywalker.

Dass Kenobi die Inquisition von Luke Skywalker weglockt, wäre ein guter Grund, Tatooine zu verlassen. Bildquelle: DisneyLucasfilm Dass Kenobi die Inquisition von Luke Skywalker weglockt, wäre ein guter Grund, Tatooine zu verlassen. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Klon- oder Sturmtruppler?

Hierbei handelt es sich mehr um Spekulation als um eine belegte Tatsache, trotzdem wollen wir euch diesen Punkt nicht vorenthalten: Bei Minute 01:08 ist der Rücken eines Soldaten zu sehen, bei dem sich Fans aktuell nicht so ganz einig werden. Handelt es sich um einen Klon- oder einen Sturmtruppler?

Viele Zuschauer hätten sich für Kenobi ja ein Wiedersehen mit Commander Cody gewünscht. Dessen Schicksal blieb nach dem Aufstieg des Imperiums offen, weswegen eine Rückkehr nicht völlig abwegig wäre. Immerhin handelte es sich hierbei um einen Soldaten, der Obi-Wan Kenobi direkt unterstellt war. Mit Temuera Morrisons Auftritten in aktuellen Star Wars-Serien wie The Mandalorian oder The Book of Boba Fett wäre eine Rolle in Kenobi nicht auszuschließen.

Vielleicht handelt es sich aber auch um Captain Rex, wobei dessen Rückkehr für die Ahsoka-Serie mit Rosario Dawson mehr Sinn machen würde. Bei dem gezeigten Truppler könnte es sich aber auch um niemand Besonderen handeln - die Spekulation in der Community wollten wir euch trotzdem nicht vorenthalten.

Gehört dieser knackige Hintern einem alten Bekannten? Bildquelle: DisneyLucasfilm Gehört dieser knackige Hintern einem alten Bekannten? Bildquelle: Disney/Lucasfilm

*Schnauf*

Zu guter Letzt noch das Offensichtliche: das laute Schnaufen von Darth Vader zum Ende des Trailers dürfte niemandem entgangen sein. In Kenobi soll der gefallene Jedi und Lord der Sith immerhin auch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Hayden Christensen kehrt nach Episode 3: Die Rache der Sith als Vader zurück und es soll sogar zur direkten Konfrontation mit seinem ehemaligen Meister kommen.

Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy versprach dafür sogar (via CinemaBlend) das Rematch das Jahrhunderts. Ob ein Wiedersehen von Obi-Wan und Vader vor Episode 4: Eine neue Hoffnung der Dramaturgie des ersten Star Wars-Films einen Gefallen tut, ist natürlich fraglich. Es ist aber auch gut möglich, dass Lucasfilm hier mit unseren Erwartungen spielt.

Möglicherweise treffen nicht Obi-Wan und Vader aufeinander, sondern Obi-Wan und Anakin. Denn Gerüchten zufolge soll es Rückblenden zur Zeit der Klonkriege geben, die uns beide als jüngere Jedi zeigen. Vielleicht kommt es damit also nicht zu dem Rematch, mit dem alle rechnen. So oder so heißt es bis zum 25. Mai 2022 aber erstmal: abwarten.

Im Trailer zu Obi-Wan Kenobi sehen wir Darth Vader nicht, aber wir hören ihn. Bildquelle: DisneyLucasfilm Im Trailer zu Obi-Wan Kenobi sehen wir Darth Vader nicht, aber wir hören ihn. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Die neueste Star Wars-Serie Kenobi startet am 25. Mai 2022 auf Disney Plus. Aktuell ist nur eine einzige Staffel geplant, da es sich um eine Limited Series handelt. Wie es nach Kenobi mit neuen Star Wars-Projekten für den Streamingdienst weitergeht, erfahrt ihr in unserer großen Übersicht.

Welche Details sind euch im ersten Trailer zu Kenobi aufgefallen? Welche Erwartungen habt ihr an die Rückkehr von Ewan McGregor in der Rolle von Obi-Wan? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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