Star Wars: Squadrons - Mit Kampagne und VR! Was Trailer und Reveal bereits verraten

Das neue Star-Wars-Spiel lässt uns im Cockpit zahlreicher ikonischer Raumjäger Platz nehmen. Doch was ist das jetzt genau? Weltraumsim oder Battlefront-Abklatsch?

von Fabiano Uslenghi,
15.06.2020 17:05 Uhr

Video-Analyse zu Star Wars: Squadrons - Zurück ins X-Wing-Cockpit! 7:29 Video-Analyse zu Star Wars: Squadrons - Zurück ins X-Wing-Cockpit!

Genre: Weltraum-Action | Entwickler: Motive Studios| Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, VR | Release: 2. Oktober 2020

Han Solo würde an dieser Stelle wahrscheinlich murmeln: »Es ist wahr, einfach alles.«. Die Vermutungen, die Spieler nach den ersten Leaks im März anstellten, haben sich zu großen Teilen bewahrheitet. Das ursprünglich als Project Maverick bekannte Star-Wars-Spiel wird tatsächlich seinen Fokus auf Weltraumschlachten zu Zeiten des Galaktischen Bürgerkrieges (Original-Trilogie) legen.

Nachdem am 12. Juni erst der Name geleakt wurde - Star Wars: Squadrons -, zeigt EA jetzt den ersten Trailer mit Szenen aus dem Spiel. Und die verraten jede Menge Infos darüber, was wir vom neuen Star-Wars-Spiel erwarten können.

Was ist Squadrons jetzt also genau? Eine Standalone-Version des Starfighter-Modus von Star Wars: Battlefront 2? Eine waschechte Simulation wie die altehrwürdigen X-Wing- und Tie-Fighter-Spiele? Die Wahrheit liegt wie so oft ziemlich haargenau in der Mitte - und offenbart zu dem die neuen Probleme der Star-Wars-Spiele, wie Kollege Dimi in seinem Plus-Essay erklärt:

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Was macht Star Wars: Squadrons besonders?

Squadrons wird auf dem PC das erste Star-Wars-Spiel seit fast 20 Jahren, das sich vollkommen im Cockpit eines Sternenjägers abspielt. Das durften wir das letzte Mal im mäßig erfolgreichen Star Wars: Starfighter von 2001. Davor erfreuten sich Spiele wie X-Wing: Alliance oder Rogue Squadron allerdings großer Beliebtheit.

Tatsächlich geht Squadrons sogar den Schritt soweit, dass wir die Gefechte direkt aus der Ego-Perspektive erleben. Wir sehen daher das komplette Innenleben unseres Sternenjäger-Cockpits. Stellt euch also auf jede Menge piepende Warnsignale und hell blinkende Armaturen ein, während ihr durch eine Glasscheibe den explosiven Tumult einer typischen Star-Wars-Schlacht aufsaugen könnt. Auch der Trailer versprüht bereits wunderbare Star-Wars-Atmosphäre:

Star Wars: Squadrons im In-Engine-Trailer - X-Wings gegen TIE Fighter in Edeloptik 2:06 Star Wars: Squadrons im In-Engine-Trailer - X-Wings gegen TIE Fighter in Edeloptik

Da passt natürlich die VR-Unterstützung hervorragend ins Konzept. EA spricht von einer »authentischen Pilotenerfahrung«, inklusive Verwaltung und Umleitung des Energiehaushalts unseres Jägers.

Wir dürfen die Schlachten sowohl auf seiten des Imperiums, als auch der Rebellen (oder besser gesagt der Neuen Republik) ausfechten. Anders als in früheren Simulationen gehören zu den spielbaren Raumschiffen hauptsächlich kleine Jäger. Bislang sind fünf auf jeder Seite bekannt.

Die Rebellen-Schiffe im Überblick:

  • X-Wing: Der Alleskönner der Rebellenallianz ist natürlich der klassische T-65, in dem auch schon Luke Skywalker den ersten Todesstern erledigte.
  • A-Wing: Klein, flink und wendig. Der RZ-1 A-Wing ist vor allem als Abfangjäger bekannt, der präzise zuschlägt und sich schnell zurückzieht.
  • Y-Wing: Der BTL Y-Wing gehört nicht zu den schnellsten aller Rebellen-Schiffe, dafür aber zu einem der mächtigsten. Immerhin handelt es sich um einen Bomber, der selbst großen Schiffen gefährlich wird.
  • U-Wing: Von allen Rebellen-Schiffen kam der U-Wing in der originalen Trilogie eigentlich nie vor. Später wurde er aber als ein Truppen-Transporter eingeführt, der Soldaten auf Planeten absetzt.

Die Imperiums-Schiffe im Überblick:

  • TIE Fighter: Dieser Kurzstrecken-Flieger bleibt den meisten besonders aufgrund seines ikonischen Kreischens in Erinnerung. Er ist das Rückgrat der imperialen Jägerflotte und tritt in gewaltigen Mengen auf.
  • TIE Interceptor: Die Interceptor-Klasse ist noch schneller als ein normaler TIE und kann mit seinen vier Geschützen gerade an anderen Jägern verheerenden Schaden anrichten.
  • TIE Bomber: Wie der Y-Wing ist der Bomber, nun ja... ein Bomber eben. Schwerfällig, dafür aber mit der Möglichkeit ausgestattet, vernichtende Bomben, Torpedos oder Strahlenwaffen abzufeuern
  • TIE Reaper: Auch der Reaper wurde wie der U-Wing erst nachträglich eingeführt, in Rogue One. Und wie sein rebellischer Bruder, werden darin eigentlich hauptsächlich Truppen transportiert.

Der Fuhrpark an Raumschiffen wird sich wohl pro Seite auf vier Schiffe beschränken, die alle andere Funktionen erfüllen. Der Fuhrpark an Raumschiffen wird sich wohl pro Seite auf vier Schiffe beschränken, die alle andere Funktionen erfüllen.

Für wen ist Star Wars: Squadrons interessant?

Star Wars: Squadrons soll in erster Linie im Multiplayer seine Stärken zeigen. Spieler bilden ihr eigenes Squad aus fünf Flügelmännern/-frauen und treten dann gegen genauso viele Sternenjäger der Gegenseite an. Ob auch KI-gesteuertes Kanonenfutter mitmischt, lässt der Trailer noch nicht erkennen. Die Schlachtfelder sollen sich stetig verändern und nicht nur unser Flieger-Können, sondern auch Strategie erfordern.

Und wenn der Fokus schon auf dem Multiplayer liegt, darf auch Individualisierung nicht fehlen. EA verspricht kosmetische Anpassungen sowie Modifikationen für unseren Jäger, laut Pressemitteilung lassen sich jedoch alle Belohnungen ausnahmslos durchs Spielen freischalten.

Einzelspieler finden in Squadrons zudem eine Story-Kampagne. Entwickler Motive verantwortete bereits die (durchaus umstrittene) Geschichte von Battlefront 2. Auch diesmal setzt die Handlung nach Star Wars 6 (»Die Rückkehr der Jedi Ritter«) an. Im Zentrum stehen zwei Jägersquads beider Seite, die aus fünf außergewöhnlichen Piloten bestehen.

Auch im Kampagnen-Modus klemmen wir uns daher sowohl hinter den Steuerknüppel eines X-Wing, als auch eines imperialen TIE-Jägers. Welche Geschichte Squadrons genau erzählt, wissen wir noch nicht. Es gibt aber ein Wiedersehen mit ein paar bekannten Gesichtern. Im Trailer sieht man bei Minute 1:11 etwa bereits X-Wing-Staffelführer Wedge Antilles.

Star Wars: Squadrons - Screenshots ansehen

Was gefällt uns bisher? Was gefällt uns nicht?

Bisher konnte noch niemand außer den Entwicklern selbst Hand an das neue Star-Wars-Spiel legen. Der Trailer und EAs Versprechen klingen allerdings bereits sehr spannend. Es hat immerhin viel zu lange gedauert, bis endlich mal wieder ein Star-Wars-Spiel seinen kompletten Fokus auf Weltraum-Gefechte legte. Trotzdem scheint es so, als würde Squadrons nicht alle Wünsche von Simulations-Fans erfüllen.

Stärken von Star Wars: Squadrons

  • Wie bereits Star Wars: Battlefront wartet auch Squadrons wieder mit einer großartigen Optik auf.
  • Squadrons bedient ein Genre, das von Star Wars viel zu lange vernachlässigt wurde.
  • Es gibt wieder einen Story-Modus, in dem wir eine hoffentlich spannende Star-Wars-Geschichte von beiden Seiten erleben (ohne dass diesmal eine Seite nach drei Missionen überläuft).
  • Die VR-Unterstützung könnte Squadrons in eine der immersivsten Weltraum-Erfahrungen im Star-Wars-Universum verwandeln.

Schwächen von Star Wars: Squadrons

  • Bislang erscheint die Auswahl an möglichen Jäger-Typen noch sehr klein und kaum ein Schiff ist wirklich neu oder einzigartig.
  • Fallen die Matches mit 5v5-Partien zu klein aus?
  • Noch muss sich zeigen, wie Fair das Rangsystem im Multiplayer ist. Man kann offenbar alles spielerisch freischalten, aber führen diese Belohnungen zu übermächtigen Vorteilen?

Allein die lange Wartezeit auf ein neues Star-Wars-Spiel dieser Art macht Squadron bereits interessant. Dabei setzt es sich jedoch ein wenig zwischen die Stühle und versucht die Immersion eines X-Wing mit der Optik und dem Multiplayer von Star Wars: Battlefront zu kombinieren. Dadurch fallen aber zwangsweise auch einige Simulationsaspekte hinten runter. Es bleibt abzuwarten, wie anspruchsvoll sich Squadrons deshalb dann tatsächlich spielt.

Potenzial | Sehr Gut

Fabiano Uslenghi
@StillAdrony

Squadrons wird wahrscheinlich nicht die ersehnte Fortsetzung von X-Wing und Tie Fighter. Aber es kommt der Fantasie dahinter so nahe wie schon lange kein Star-Wars-Spiel mehr. Natürlich werden einige der Simulations-Aspekte zurückgeschraubt, doch wenn sich die Gefechte im Gegenzug schnell und actionreich spielen, dann kann sich dieser Tausch lohnen. Schon der Starfighter-Modus in Battlefront hat ziemlich Laune gemacht. Sollte Motive dieses Konzept in Squadrons nun vertiefen und weiter denken, erwartet uns im Oktober ein äußerst spannendes Star-Wars-Spiel.

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